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Vorsicht vor Cumarin in Kosmetika

von Sylvia Schneider

Liebe Leserin,

lieber Leser,

vor etwas mehr als einem Jahr gerieten Zimtgebäck und zimthaltige Nahrungsmittel in die Kritik. Der in der Lebensmittelindustrie meist verwendete, weil billigere Cassia-Zimt bringt einen zu hohen Anteil des Inhaltsstoffes Cumarin mit sich. Dieser kann schon in kleinen Mengen zu Leberschädigungen führen. Bei Stichproben der Lebensmittelkontrolle wurde festgestellt, dass die zulässigen Grenzwerte teils beträchtlich überschritten wurden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte warnte auch vor Zimtpräparaten zur Senkung des Blutzuckerspiegels bei Diabetes.

Nunmehr hat das Bundesinstitut für Risikobewertung auch vor Cumarin in Kosmetika gewarnt. Hier kann es ebenfalls zu Leberschädigungen kommen. Das Cumarin wird meist als Duftstoff unter anderem in Parfums, Deos, Lotionen und Duschgels eingesetzt. Es kann über die Haut aufgenommen werden. Es muss unter der Bezeichnung Coumarin auf der Verpackung deklariert sein. Unklar ist allerdings, ob Cumarin aus Kosmetika die Leber ebenso stark schädigen kann wie das aus Lebensmitteln. Laut Öko-Test sind bei Erwachsenen die Mengen dazu viel zu niedrig, um überhaupt als schädlich in Betracht zu kommen. Bei Kindern hingegen sollen keine cumarinhaltigen Produkte eingesetzt werden, fordert die Behörde.

In der Küche können Sie übrigens bedenkenlos Zimt verwenden, sofern Sie den teureren Ceylon-Zimt verwenden. Dieser ist cumarinfrei. Kaufen Sie am besten in Reformhaus oder Bioladen ganze Stangen und mahlen Sie sich Ihr Pulver selbst. In gekauftem Zimtpulver steckt meist Cassia-Zimt, was aber nicht deklariert werden muss.

Leben Sie wohl!

Ihre

Sylvia Schneider

P. S.: Richtig fasten leicht gemacht: Ab nächste Woche können Sie mit Naturmedizin aktuell eine Fastenkur in Angriff nehmen.

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