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Rhassoul reinigt Ihre Haut und Ihr Haar porentief

von Sylvia Schneider

Ein enger Verwandter der Heilerde, von der ich Ihnen in der vergangenen Woche berichtete, ist die afrikanische Tonerde namens Rhassoul. Sie ist bis heute eines der bevorzugten Reinigungsmittel des Orients und ebenfalls seit altersher bekannt. Mit Wasser angerührt, wird Rhassoul zur Reinigung von Kopf bis Fuß eingesetzt. Man schätzt an Rhassoul, das mancherorts auch Ghassoul genannt wird, dass es – wie die Heilerde -– keine Schaumbildner, Konservierungsstoffe und Emulgatoren enthält.

Graubraune Erde aus der Sahara wird feingemahlen und mit Wasser und anderen Ingredienzen zu einem Waschbrei angerührt. Die darin enthaltenen Minerale binden Schmutz- und Fettpartikel, ohne den natürlichen Hautschutz anzugreifen, die Haut zu stark zu entfetten oder sie auszutrocknen.

Für Anfänger ist das „Gemansche“ mit Rhassoul noch etwas gewöhnungsbedürftig. Vor allem bei langen Haaren dauert das Ausspülen sehr viel länger und verbraucht sehr viel mehr Wasser. Trotzdem dankt das Haar es Ihnen: Rhassoul ist besonders bei schnell nachfettendem Haar eine Alternative zu den herkömmlichen Shampoos mit ihren teils aggressiven waschaktiven Substanzen. Bei trockenen Haarspitzen lohnt es sich, etwas Mandelöl in den Brei zu rühren.

Rhassoul-Pulver pur erhalten Sie beispielsweise im Reformhaus und Bio-Laden. Dort gibt es ebenfalls fertige Rhassoul-Waschpaste.

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