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Reinigung, Pflege und Schutz des Haars

Reinigung, Pflege und Schutz des Haars

Die Kopfhaut verfügt über eine normale Bakterienflora, die krankmachende Bakterienarten und Pilze in Schach hält. Damit verhütet der Körper unter anderem Schuppen. Chemische Haarfarben der Brauntöne enthalten oft p-Phenylendiamin. Dabei handelt es sich um eine Substanz, welche ausgerechnet diese normalen Bakterienarten Staphylococcus epidermis und Micrococcus luteus angreift.

Auf diese Weise erhalten schädliche Bakterien wie Staphylococcus aureus und Pseudomonas aeruginosa, die offenbar den Angriff der Haarfarbe besser überstehen, die Oberhand. Dies schreibt das angesehene amerikanische Wissenschaftsmagazin New Scientist.

Wenn Sie also Ihre Kopfhaut gesund erhalten wollen oder sich über Schuppen beklagen, sollten Sie vielleicht die Haarfarbe wechseln oder auf Pflanzenfarbe umsteigen. Es gibt auch gemischt pflanzlich-chemische Haarfarben. Achten Sie dabei auf p-Phenylendiamin.

Übersicht

Krebsrisiko durch Haarfärbungen?

Einige Studien weisen auf den Zusammenhang von Haarfärben und der Häufigkeit bestimmter Krebsarten hin. Jedoch bestätigen nicht alle Studien zu dem Thema diesen Befund.

Eine in der Juliausgabe 1992 des American Journal of Public Health veröffentlichte Studie verglich die Haarfärbegewohnheiten lymphomkranker (Krebserkrankung des Lymphsystems) und gesunder Frauen. Frauen mit Lymphom färbten sich zweimal so oft die Haare wie gesunde Frauen. Dabei erhöhte die Verwendung von dauerwirksamen, dunklen Farben über längere Zeit das Risiko.

Diese oder ähnliche Studien begründen keinen kausalen Zusammenhang zwischen Haarfärben und Krebserkrankung. Dennoch werfen Sie Fragen auf, die in weiteren Untersuchungen zu klären sind. Wissenschaftlern ist bekannt, dass gewisse chemische Substanzen in Haarfärbemitteln Krebs bei Labortieren hervorrufen. Substanzen solcher Haarfärbemittel werden darüber hinaus durch die Haut absorbiert.

So reduzieren Sie das Risiko

Wenn Sie Ihre Haare färben, sollten Sie dies beachten, um ein potentielles Risiko zu vermindern:


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  • Nutzen Sie Haarfärbemittel von begrenzter und vorübergehender Wirkungsdauer, die Henna und Pflanzenfarbstoffe enthalten.
  • Nutzen Sie alternative Färbemethoden wie Aufheller oder Glänzer. Auf diese Weise verhindern Sie die Aufnahme von Farben durch die Kopfhaut.
  • Essen oder rauchen Sie nicht beim Haarefärben, um eine orale Aufnahme der Färbemittel zu verhindern.
  • Verwenden Sie beim Färben Ihrer Haare Handschuhe.

Natürlichen Mittel die Ihrem Haar Farbeffekte verleihen

Etwa die Hälfte aller Frauen färbt sich regelmäßig die Haare. Viele folgen damit ihrem Wunsch, frischer und jugendlicher auszusehen. Nicht wenige wollen die ersten grauen Haare aus dem Blickfeld verbannen.

Obwohl auch bei den Haarfarben die pflanzlichen Färbemittel im Trend liegen, greifen die meisten Frauen dennoch zu den chemischen Mitteln. Naturfarben ergeben zwar besonders sanfte Töne, schonen das Haar, den Organismus und die Umwelt. Doch das Färbeergebnis reicht für den gewünschten Erfolg oft nicht aus.

Pflanzenfarben wie Henna entstehen aus Kräutern, Rinden, Schalen, Zweigen, Blättern und Früchten. Sie erhalten solche Präparate unter anderem im Naturkosthandel. Sie sind frei von künstlichen Farb-, Konservierungs- und Duftstoffen, werden außerdem regelmäßig auf Rückstände von Pestiziden und Schwermetallen geprüft. In der vergangenen Zeit kam es zu keinen Beanstandungen mehr.

Efeu färbt Ihr Haar dunkelbraun. Übergießen Sie etwa 30 mittelgroße, getrocknete Blätter (Apotheke) mit einem Liter kochendem Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, dann abseihen, nach der normalen Haarwäsche mit dem lauwarmem Aufguss gründlich spülen, dabei kräftig durchkneten, dann die Haare wie gewohnt frisieren.

Henna färbt Ihr Haar dunkelbraun bis schwarz oder rot. Vermischen Sie 100 g schwarzes oder rotes Hennapulver (Bioladen, Drogerie) mit 3 EL Olivenöl und 1 Eigelb gründlich, mischen dies mit einer Tasse schwarzem Tee auf und rühren einen Brei an. Lassen Sie diesen 5 Minuten ziehen und arbeiten Sie ihn dann ins trockene Haar ein. Lassen Sie die Paste je nach gewünschtem Ergebnis 1/2 bis 2 Stunden einwirken, danach wie gewohnt waschen.

Kamille und Zitrone hellen Ihr Haar auf und verleihen hellem Haar einen goldenen Glanz. Lassen Sie 40 g römische Kamille (Apotheke) mit 1 knappen Liter Wasser 3-mal aufkochen und seihen Sie die Flüssigkeit dann durch ein Baumwolltuch (Windel) ab. Zusammen mit dem Saft einer Zitrone (am besten strähnchenweise) in das gewaschene, handtuchtrockene Haar einmassieren, antrocknen lassen, nicht ausspülen, dann wie gewohnt weiter frisieren.


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Lorbeer verleiht dem Haar einen Rotstich. Kochen Sie eine Hand voll Lorbeerblätter mit 1 l Wasser auf, die Flüssigkeit dann abkühlen lassen und abseihen. Spülen Sie nach der gewohnten Haarwäsche Ihre Haare aus und danach mehrmals mit der Lorbeer-Mischung (die Mischung dabei immer wieder in einer Schüssel auffangen). Die Mischung nicht mehr auswaschen.

Salbei gibt dem Haar einen dunkelbraunen Schimmer. Bringen Sie einen Liter Wasser mit 10 g getrockneten Salbeiblättern zum Kochen und lassen Sie den Aufguss eine Viertelstunde ziehen. Dann seihen Sie ihn ab und waschen Ihre Haare wie gewohnt, danach spülen Sie sie. Haare nun mehrmals lauwarm mit der Salbeimischung spülen, nicht auswaschen.

Walnuss lässt Ihr Haar kastanienbraun leuchten. Überbrühen Sie 40 g grüne Walnussschale (Apotheke oder vom Baum) mit 0,2 l Wasser und lassen dies 10 Minuten ziehen, bevor Sie die Flüssigkeit abseihen und abkühlen lassen. Vermischen Sie sie mit 60 g reinem Alkohol. Spülen Sie Ihre Haare nach dem Waschen und Ausspülen mehrmals damit(aufpassen, dass nichts in die Augen kommt), nicht ausspülen, danach noch eine Frisierpflege ins Haar geben, denn der Alkohol trocknet das Haar etwas aus.

Welches Farbergebnis wollen Sie erreichen?

Im Prinzip bestimmt Ihre Vorstellung vom Farbergebnis, welches Mittel in Frage kommt. Wenn Sie nur die eigene Haarfarbe intensivieren oder einen leichten rötlichen oder bräunlichen Schimmer ins Haar bringen möchten, können Sie die Methode mit dem geringsten Risiko wählen – das gilt sowohl für die gesundheitliche Unbedenklichkeit als auch für das Farbergebnis. Wollen Sie kräftigere Farben, ist ein größerer Eingriff in Ihr Haar vonnöten.

Mit Naturfarben können Sie keine großen Farbexperimente machen, dennoch lässt sich mit ihnen mehr erreichen als nur ein Öko-Henna gefärbter orangefarbener Schopf. Pflanzenfarben lagern sich wie Tönungen nur in den Randschichten der Haare ein, sind dafür aber haltbarer als diese. Da die Wirkung mit der Zeit allmählich verblasst, gibt es mit dem nachwachsenden Haaransatz wenig Probleme.

Zudem pflegen die Pflanzenfarben das Haar, denn sie enthalten von Natur aus pflegende Bestandteile, die die Schuppenschicht des Haares durch eine Schutzschicht glätten, stärken und glänzen lassen.

Schon Shampoos mit Pflanzenfarben bewirken, langfristig angewendet, schöne Reflexe im Haar. Blonde Haare bekommen mit Kamille, Zimt, Hopfen und Kurkuma einen goldenen Farbschimmer. Dunkle Haare mögen Shampoos mit Efeu, Sandelholz, Walnuss und Krappwurzel, sie intensivieren das Leuchten. Hennashampoo verleiht einen rötlichen Reflex.

Bereits gefärbtes Haar nimmt die Pflanzenfarben nicht an

Wenn Sie von Chemie auf Natur umsteigen wollen, müssen Sie erst die alte Kunstfarbe herauswachsen lassen. Auch Aufhellen und Grau überdecken ist nicht möglich. Als Farben kommen nur Rot, Braun und Schwarz in Frage. Durch die Schutzschicht, die Pflanzenfarben um das Haar legen, wird das Haar kräftiger und widersetzt sich meist erfolgreich einer neuen Dauerwelle.

Problematisch ist es mit trockenen Haarspitzen, da sie die Farbe stärker annehmen und das Haar dann scheckig wird. Das ist bei chemischen Farben anders, sie erzielen so ziemlich sofort den erwünschten Farbton – unabhängig von Struktur und Ausgangston des Haares. Die Haarfarbe künstlich zu verändern, ist jedoch ein starker Eingriff, der nur durch aggressive Mittel zu bewerkstelligen ist.

Tipps für Ihre Haare beim Sonnenbaden

Die Sommersonne strapaziert auch das Haar. Vor allem Frauen mit gefärbtem Haar können davon ein Lied singen. In fast jeder chemischen Haarfarbe, nicht nur in Bleichungsmitteln, ist Wasserstoff-Superoxid enthalten, das unter Sonneneinwirkung die Haare erblassen und verstrohen lässt. Frauen, die ihre Haare mit Pflanzenfarbe behandeln (lassen), sind da etwas besser dran.

Aber auch sie tun gut daran, beim Sonnen ihr Haar mit einem Hut oder Tuch zu schützen und beim Schwimmen eine Badekappe zu tragen. Teurer ist es, sich eines der neu entwickelten Produkte von Kosmetikfirmen zu bedienen:

UV-Schutz für die Haare. Ob als Spray oder Lotion sollen die Produkte Sonne, Wind, Meer- oder Chlorwasser den haaresträubenden Effekt nehmen und das Haupthaar glatt, glänzend und gepflegt aussehen lassen. Doch sind die Inhaltsstoffe der Produkte oft selbst problematisch. Sie können die Haut irritieren oder allergisieren, schlecht auszuwaschen sein oder sich gar auf das Hormonsystem auswirken.

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