MenüMenü

Feuchtes Toilettenpapier: Wasser ist gesünder

von Dr. Martina Hahn-Hübner

Liebe Leserin, lieber Leser,

feuchtes Toilettenpapier gehört in vielen Haushalten zur „Badausstattung“ dazu. Es ist ja auch so schön praktisch und sorgt für eine wirklich gründliche Reinigung. Trotzdem sollten Sie dieses scheinbar nützliche Helferlein nicht regelmäßig benutzen. Sie laufen sonst Gefahr, sich eine Allergie einzufangen, ein so genanntes Kontakekzem an Händen und Gesäß.

Wissenschaftler der Universitäts-Hautklinik Graz machen dafür den Inhaltsstoff Iodpropinylbutylcarbamat, kurz IPBC verantwortlich. Eigentlich soll IPBC gegen Pilze und Bakterien wirken, sein Einsatz ist bis zu einer Konzentration von maximal 0,05 % in Shampoo, Kosmetik, Cremes und Babypflegeprodukten erlaubt. Der Stoff galt bisher als unbedenklich, doch mittlerweile sind Forscher der Meinung, dass Menschen, die oft mit IPBC in Kontakt kommen, allergiegefährdet sind. Der Verdacht besteht, dass schon die geringe Mengen, die in feuchtem Toilettenpapier enthalten sind, Ekzeme an Händen, Gesäßfalte und im Analbereich hervorrufen können.

Besonders kritisch sehe ich in diesem Zusammenhang auch die neuerdings auf den Markt gekommenen feuchten Toilettenpapiere extra für Kleinkinder. Daher mein Tipp, der sowohl für Erwachsene als auch für Kinder gilt: Vermeiden Sie dieses feuchte Papier, wo Sie nur können. Sicherlich spricht nichts gegen einen sporadischen Einsatz zum Beispiel bei einer Rast während einer längeren Autofahrt. Ansonsten sollten Sie lieber normales Toilettenpapier benutzen und es für eine gründliche Reinigung kurz unter dem Wasserhahn anfeuchten.

Prostatabeschwerden betreffen immer mehr Männer; leider nehmen viele die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen nicht genau genug. Mein Kollege Dr. Dietmar Kowertz, Chefredakteur von „Benefit“, gibt Ihnen im folgenden Artikel Tipps, was Sie tun können, um Prostatabeschwerden vorzubeugen. Auch wenn Sie nicht selber betroffen sind, weil Sie eine Frau sind, möchte ich Sie bitten, diesen Artikel zu lesen. Vielleicht können Sie Bekannten oder Verwandten mit diesem Wissen weiterhelfen. Oder Sie geben diesen Newsletter an männliche Freunde oder Familienmitglieder weiter.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten