MenüMenü

Dekorative Kosmetik – Make-up

Inhalt

Von der Kulthandlung zum täglichen Morgenritual

Das Bedürfnis zur Verschönerung des Körpers beizutragen ist im Menschen tief verankert. Archäologen können die Sorge um die persönliche Schönheit bis zu den Anfängen menschlicher Kultur zurückverfolgen.

In vielen Kulturen spielten kosmetische Rituale eine wichtige Rolle. Heute ist diese Praxis weit verbreitet. In den alten Hochkulturen, beispielsweise im alten Ägypten, drückte die Anwendung von Kosmetika soziales Prestige aus: Viele der Düfte und Farbstoffe waren teuer und oft schwer zu bekommen.

Seit dieser Zeit hat sich viel getan: Sowohl pflegende als auch dekorative Kosmetik ist preisgünstig in Drogeriemärkten zu bekommen, kann aber auch nach wie vor sehr teuer sein. Das Schönheitsempfinden kann in jedem Kulturkreis unterschiedlich sein.

Entsprechend sind auch Kosmetik und die Verwendung von Kosmetika kulturabhängig. So existiert in Indien ein Markt für Bleichmittel. Dort gilt helle Haut als erstrebenswert. Im Gegensatz dazu bieten deutsche Drogeriemärkte Selbstbräuner an, um ohne schädliches Sonnenbad einen frischen Teint zu erhalten.

In Europa existiert seit 1976 eine einheitliche Gesetzgebung, die sogenannte Kosmetik-Richtlinie. Sie definiert nicht nur Kosmetika genau. Darüber hinaus regelt sie die Sicherheitsanforderungen und die Kennzeichnungspflicht der verwendeten Inhaltsstoffe.

Atropin – einst Schöheitsmittel, heute Medizin

Atropin wird aus der Belladonna gewonnen, einer Pflanze, die besser unter dem Namen „Tollkirsche“ bekannt ist. Wahrscheinlich rührt der deutsche Name daher, dass die Menschen, die die schwarzen Beeren verzehren, sich wie verrückt – früher eben „toll“ – verhalten.


Was Sie bei Gicht essen und trinken dürfen!

Prima Checkliste gibt einen schnellen Überblick . . .

Hier Klicken und Gratis abrufen ➜


Im Barock wurde das Atropin tatsächlich von Frauen benutzt, um die Männerblicke auf sich zu ziehen: Sie träufelten es sich in die Augen. Das führte zu einer Pupillenerweiterung und damit zu einem Schönheitsideal der damaligen Zeit. Große, dunkle Augen waren in dieser Zeit sehr angesagt.

Wir wissen heute, wie Atropin wirkt. Es beeinflusst den Parasymphatikus und hemmt dort das Acetylcholin. Dies ist ein Stoff, der die Nervenerregungen weiter gibt. Noch immer wird es verwendet, um die Pupillen weit zu machen – beim Augenarzt.

So kann dieser den Augenhintergrund untersuchen. Darüber hinaus wird es bei Inkontinenz und bei bestimmten Muskelkrämpfen im Magen-Darm-Trakt angewandt.

Allerdings sind Tollkirschen extrem giftig. Die Medikamente sind daher alle verschreibungspflichtig.

Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor aufhellenden Cremes

Es wurde in der Vergangenheit schon oft über möglicherweise krebserzeugende Parabene, die Kosmetika und Deos als Konservierungsstoff zugesetzt werden, gesprochen. Nun steht ein neuer Stoff in Kosmetika in Verdacht krebserregend zu sein, das Arbutin.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt bereits davor. BB-Cremes sind der neue Hit in der Kosmetik, sie sollen Pigmentflecken aufhellen, Narben und Rötungen abdecken, die Haut pflegen und schützen. In Asien sind die, auch bei uns inzwischen stark beworbenen, BB-Cremes bereits das Nonplusultra in der Gesichtspflege. Grund: Helle Haut gilt dort als besonders attraktiv.

Das BfR hat diese Cremes als gesundheitlich bedenklich eingestuft, sofern sie den Stoff Arbutin enthalten. Dieses hat die Eigenschaft, Hydrochinon freizusetzen, und das gilt als gefährlich. Die entsprechenden Institutionen der EU hatten bereits davor eine Warnung ausgesprochen. Noch vor einer Weile hatte das BfR die Risikolage günstiger beurteilt. BB heißt „Blemish Balsam“ und weist darufhin, dass die Creme Makel der Haut beseitigen soll.

Die Frauenzeitschriften warnen schon seit geraumer Zeit vor Arbutin – jedoch in anderem Zusammenhang: Der Stoff steckt in der Schale von Birnen und kann im Körper von Darmbakterien zu Glukose und Hydrochinon umgewandelt. Letzteres gilt – wie oben erwähnt – als krebserregend. Toxikologen raten deshalb häufig dazu, Birnen lieber geschält zu genießen. Allerdings gilt Kritikern die Gefährlichkeit des Arbutins als noch nicht genügend wissenschaftlich untermauert. Kosmetika mit reinem Hydrochinon sind schon lange verboten.

Couperose: Der richtige Umgang mit geplatzten Äderchen

Die geplatzten Äderchen im Gesicht werden in der Medizin Couperose genannt. Sie schauen übrigens nur so aus, als seien sie geplatzt. Die roten, verästelten Äderchen haben ihre Fähigkeit verloren, sich zusammenzuziehen. Sie sind quasi ständig überdehnt. Es handelt sich um eine Schwäche des Bindegewebes, die einen Blutstau in den feinen Blutgefäßen zur Folge hat, die durch die Haut schimmern.

Entstehung und Behandlung der Couperose

Wie die erweiterten Äderchen entstehen, ist letztlich noch nicht wirklich geklärt. Sie treten allerdings familiär gehäuft auf. Hellhäutige sind eher betroffen als Dunkelhäutige. Wenn Sie sich mit den Äderchen nicht abfinden wollen, kann der Hautarzt sie weglasern oder Sie nutzen Kosmetika.

  • Bei den Kosmetika, die Sie verwenden, sollten allerdings keine scharfen und alkalischen Reinigungsmittel, kein Gesichtswasser mit Alkohol, keine Peelings und Präparate mit Fruchtsäuren dabei sein. Thermo- und Wärmemasken sind ebenfalls tabu. Machen Sie auch einen Bogen um zu fetthaltige Hautpflege-Präparate, denn sie können unter der Fettschicht einen Wärmestau verursachen. Geeignet Produkte für Sie sind reizfreie Kosmetika mit viel Feuchtigkeit. In der Apotheke gibt es spezielle Präparate für Couperose-Haut. Zum Abdecken einer starken Couperose verwenden Sie am besten Abdeckstifte, die grüne Farbpigmente enthalten.
  • Kühlende Gele mit Minze, Eukalyptus oder Kampfer ziehen die Äderchen zusammen. Heilkräuter Johanniskraut, Hamamelis, Ringelblume oder Lavendel beruhigen Ihre Haut.
  • Alkohol und heiße Getränke regen ebenso die Durchblutung Ihrer Gesichtshaut an wie heiße und scharfe Speisen.

  • Essen ohne Kohlenhydrate?

    Diese Lebensmittel sollten Sie dann meiden . . .

    Hier Klicken und Gratis abrufen ➜


  • Gut für Sie: kühlendes Gel mit hohem Lichtschutzfaktor, bei sehr intensiver Sonnenstrahlung einen Sunblocker verwenden und im Schatten bleiben, in die Sonne nur mit Hut.

Das Laserverfahren ist annähernd schmerzfrei und wird je nach Ausmaß der Couperose in einer bis mehreren Sitzungen durchgeführt. Wichtig ist es, dass Ihr Hautarzt mit dem Lasern Erfahrung hat, da sonst ein unebenmäßiges Hautbild entstehen kann.

Sport sollten Sie nach wie vor treiben. Lassen Sie sich das nicht ausreden. Denn das geht zu Lasten Ihrer Gesundheit und Ihrer guten Laune.

Möglichkeiten der Lasertherapie

Wollen Sie die geplatzten Äderchen dauerhaft loswerden, bieten sichzwei Verfahren an. Es handelt sich in beiden Fällen um eine Lasertherapie. Verwendet wird entweder ein Diodenlaser oder es erfolgt eine laserähnliche Behandlung mit einem gepulsten Lichtsystem (IPL). Beide Methoden sind sehr effektiv und in der Regel ist die Behandlung bei beiden Verfahren auch unproblematisch.

Bedenken Sie: Bei den geplatzten Äderchen handelt es sich nicht um ein gesundheitliches, sondern um ein kosmetisches Problem. Daher müssen Sie die Behandlung, die in der Regel vom Hautarzt durchgeführt wird, selbst bezahlen. Die Kosten hängen von der Anzahl der entfernten Äderchen ab. Sie liegen meist zwischen 100 und 400 Euro.

Helfen Cremes gegen Tränensäcke?

Tränensäcke sind meist erblich bedingt oder es handelt sich um Wasserablagerungen aufgrund eines mangelhaften Gewebestoffwechsels beziehungsweise einer Nierenerkrankung. Leider helfen keine Crèmes, auch wenn die Kosmetik-Industrie uns gerne etwas anderes erzählt.

Verzichten Sie am besten möglichst auf zu viel Sonne, auf Zigaretten und Alkohol – eben auf die Dinge, die Ihre Haut grundsätzlich altern lassen. Trinken Sie stattdessen mindestens 1 1/2 Liter Flüssigkeit täglich, essen Sie salzarm und verzichten Sie auf Alkohol. Abschwellend wirken Kompressen mit Kampferwasser (Apotheke), Kompressen mit schwarzem Tee, Eiswürfel oder spezielle Pflegegele.

Hilfreich ist die professionelle Lymphdrainage bei einer Kosmetikerin.

Was kann man gegen weitere unliebsame Schönheitsfehler tun?

  • Besenreiser an den Beinen: Ihre Ursache ist eine erbliche Veranlagung bei zu schwachem Binde- und Gefäßgewebe sowie hormonelle Einflüsse (Pille, Schwangerschaft). Mein Tipp: Vermeiden Sie Sauna, Sonnenbäder, zu heiße Wannenbäder, Wechselduschen und durchblutungsfördernde Bürstenmassagen. Tragen Sie flache Schuhe und bewegen Sie sich viel. Ideal: Laufen, Schwimmen, Radeln. Verwenden Sie spezielle Pflegeprodukte aus der Apotheke.
  • Pigmentflecken/Altersflecken: Hierbei handelt es sich um eine Störung der pigmentbildenden Hautzellen. Altersflecken sind meist ein Zeichen chronischer Lichtschädigung – also wenn Sie sich zu oft und zu ausgiebig in der Sonne aufgehalten haben. Mein Tipp: Vernünftiger Umgang mit der Sonne, Hautsalben mit bleichenden Wirkstoffkomplexen zum Beispiel Bärentraubenblätter, Petersilie und Reseda (Apotheke) oder speziellen Bleichcrmes (Apotheke).
  • Knitterhaut an Hals und Dekolleté: Hier ist die Haut besonders dünn und verfügt nur über wenige Talgdrüsen, die Ihre Haut mit ihren Absonderungen geschmeidig halten könnten.Weitere Gründe: falsche oder zu wenig Pflege, zu intensive Sonnenbäder, Solarium. Mein Tipp: Verteilen Sie Gesichtscreme immer auch auf Haut und Dekolleté, meiden Sie Sonne und Solarium, trinken Sie reichlich, massieren Sie eine spezielle Halscreme oder lauwarmes Olivenöl mit kreisenden Massagebewegungen ein, zum Kinn hin ausstreichen, mit Frischhaltefolie umwickeln, ein Halstuch darüber geben und über Nacht einziehen lassen. Machen Sie so eine Packung 2-mal wöchentlich.
© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten