Hirsutismus: Medikamente als Verursacher
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Es gibt nicht wenige Fälle, in denen die übermäßige Behaarung auf eine medikamentöse Therapie zurückgeht. Zahlreiche Medikamente können bei Frauen einen vermehrten Haarwuchs auslösen, insbesondere die Verabreichung von Androgenen zur Behandlung bösartiger Tumoren oder von Kortikosteroiden gegen rheumatische Leiden.
Dies gilt aber auch für testosteronhaltige Antibabypillen oder manche
Hormonpräparate gegen Wechseljahrsbeschwerden (z. B. die Substanz Tibolon). Ganz zu schweigen von Anabolika, die viele Sportlerinnen aus falschem Ehrgeiz schlucken und die noch mehr Veränderungen bewirken als „nur” Hirsutismus.
Sogar nicht-hormonelle Therapien können gelegentlich vermehrten Haarwuchs auslösen, etwa Phenytoinhaltige Mittel gegen Epilepsie oder gewisse blutdrucksenkende Substanzen wie Minoxidil oder Diazoxid. In allen diesen Fällen sprechend die Mediziner von einem symptomatischen Hirsutismus, der auf eine Erhöhung des Androgenspiegels zurückgeht (symptomatisch bedeutet: Hier handelt es sich um ein Symptom bestimmter Vorgänge bzw. um Nebenwirkungen eines Medikaments.)