Heuschnupfen: Die neuesten Therapien
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Sublinguale Therapie: Allergenhaltige Tropfen, die unter die Zunge geträufelt werden, sollen das Immunsystem langsam an die Allergie-Auslöser gewöhnen. Gute Alternative zur bisher üblichen Desensibilisierung: weniger Arztbesuche, keine Spritzen, allerdings auch etwas weniger wirksam.
Grastablette: Eine Tablette, die Allergene aus Gräserpollen enthält, wird unter die Zunge gelegt, wo sie langsam schmilzt. Prinzip und Erfolgsquote sind ähnlich wie bei der sublingualen Therapie. Bisher noch nicht zugelassen.
RUSH-Therapie: Desensibilisierung per Spritze, allerdings mit erheblich weniger Arztbesuchen, da die Dosis viel rascher gesteigert wird. In den USA gut erprobt, beginnt sich auch in Deutschland langsam zu etablieren.
Xolair®:Mittel, das die Ausschüttung von Histaminen verhindert, zugelassen seit Oktober 2005. Darf zunächst nur bei allergischem Asthma verordnet werden. Bei Heuschnupfen nur im Rahmen eines Therapieversuchs anwendbar.
Selbsthypnose: Schweizer Ärzte haben im Jahr 2005 etwa 80 Heuschnupfenpatienten in die Selbsthypnose eingewiesen. Danach sank der Verbrauch von Medikamenten um fast 50 %, und die Symptome nahmen um bis zu 45 % ab.
UV-Licht: Ungarische Ärzte haben im Jahr 2005 Heuschnupfen-Patienten erfolgreich mit einer Mischung aus energiereichem UVund sichtbarem Licht behandelt. Das Licht wurde in die Nasenlöcher gestrahlt. Entsprechende Geräte sind in der Entwicklung. Achtung: Ähnliche Geräte auf der Basis von Rotlicht sind damit nicht vergleichbar und nach Meinung von Experten absolut wirkungslos.
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