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Das vertreibt den Heuschnupfen effektiv

Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion auf Blütenstaub, weshalb die Krankheit auch Pollinosis oder Pollenallergie genannt wird. Wie bei jeder Allergie reagiert auch hier das Immunsystem überempfindlich auf eigentlich vollkommen harmlose Substanzen.

Beim Heuschnupfen sind es die Eiweiße der Pollenkörner, die als Allergen wirken. Dadurch lösen die in der Luft schwebenden Pollen beim Kontakt mit den Schleimhäuten der Nase und der Augen eine Allergie vom Sofort-Typ (Typ-I-Allergie) aus und regen die Immunzellen dazu an, Entzündungs-Botenstoffe (besonders Histamin) auszuschütten. Als Reaktion auf die Ausschüttung der Botenstoffe weiten sich sofort die Blutgefäße und es kommt zu Entzündungsreaktionen in den Atemwegen.

Gegensensibilisierung nach Theurer

Die Gegensensibilisierung nach Theurer ist eine spezielle Eigenblutbehandlung, durch die überschießende Reaktionen des Immunsystems gebremst werden. Hierzu nimmt Ihnen der Arzt anders als bei der schulmedizinischen Hyposensibilisierung auf dem Höhepunkt der Erkrankung etwas Blut ab. Zu der Zeit, zu der Sie die heftigsten Beschwerden haben, sind auch die meisten Antikörper auf die Allergene in Ihrem Blut enthalten. Diese werden dann in einem Speziallabor isoliert und in einer homöopathischen Verdünnungsreihe aufbereitet.

Wenn der Arzt Ihnen diese Verdünnungen spritzt, erkennt Ihr Körper die Antikörper nicht mehr als seine eigenen und bildet neue Antikörper (Anti-Antikörper) gegen sie. Dadurch werden die Pollen-Antikörper in Schach gehalten und die Heuschnupfen-Beschwerden gelindert. Die Herstellung der Gegensensibilisierungs-Lösungen müssen Sie mit etwa 170 Euro selbst bezahlen, die Injektionen der Lösungen kann Ihr Arzt mit der Krankenkasse abrechnen.

Symbioselenkung oder Mikrobiologische Therapie

Auch wenn es sich seltsam anhört: Ein gesunder Darm ist die Basis für ein stabiles Immunsystem und damit auch die beste Voraussetzung dafür, überschießende Immunreaktionen zu vermeiden. Diese Zusammenhänge entstehen dadurch, dass der Darm unser größtes Immunorgan ist. Denn wie die Wissenschaft heute weiß, sind über 70 Prozent der Immunzellen in der Darmwand lokalisiert.

Trainingspartner für dieses Darm-Immunsystem sind die Darmbakterien, deren geregelte Zusammensetzung für eine funktionierende Abwehr unverzichtbar ist. Wenn diese Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten ist, werden fehlerhafte Immunreaktionen wie ein allergischer Schnupfen begünstigt. Für Abhilfe kann hier eine Symbioselenkung oder Mikrobiologische Therapie sorgen. Hierzu nehmen Sie über mehrere Wochen Präparate aus speziell aufbereiteten Keimen ein und bringen dadurch Ihre Immunabwehr wieder in die Balance.

Naturmedizin gegen Heuschnupfen

Homöopathische Mittel können Ihnen wirkungsvol durch die Heuschnupfenzeit helfen und die Beschwerden rasch lindern. Lassen Sie von dem am besten passenden Mittel ein- bis dreimal täglich zwei Tabletten in der Potenz D6 langsam im Mund zergehen. Die am häufigsten angezeigten Mittel sind:

  • Allium cepa: Ein gutes Heuschnupfenmittel, wenn die Nase wässrig läuft, dabei brennt und die Augen gleichzeitig tränen.
  • Sabadilla kann helfen, wenn sowohl die Augen als auch die Nase brennen, die Nase verstopft ist und der Gaumen juckt.
  • Luffa bewährte sich bei Fließschnupfen, der mit Stirnkopfschmerz und Niesattacken verbunden ist.
  • Euphrasia ist das richtige Mittel, wenn sich die allergische Reaktion vor allem an den Augen abspielt, die Tränen brennen und eine starke Lichtscheu besteht.

Vorbeugende Maßnahmen für Heuschnupfen-Geplagte

  • Waschen Sie sich die Haare bevorzugt am Abend, damit Sie keine Pollen, die sich tagsüber in den Haaren verfangen haben, mit auf Ihr Kopfkissen nehmen.
  • Regen wirkt wie ein natürlicher Pollenfilter. Gehen Sie jedoch nicht gleich bei den ersten Regentropfen nach draußen, da mit ihnen zunächst vermehrt Pollen aus höheren Luftschichten nach unten gedrückt werden.
  • Halten Sie Ihr Fenster nachts geschlossen, da morgens zwischen 4 und 5 Uhr die meisten Pollen aufgewirbelt werden.
  • Falls Sie unbedingt mit offenem Fester schlafen möchten, können Sie vor Ihrem Schlafzimmerfenster auch ein Pollenschutz-Gitter (aus dem Baumarkt) anbringen.
  • Nehmen Sie keine getragene Kleidung mit ins Schlafzimmer. Ziehen Sie sich abends in einem anderen Zimmer aus, damit die Pollen nicht in Ihr Schlafumfeld kommen.

Mit der homöopathischen Zwiebel gegen Niesanfälle

Gräser- und Birkenpollen machen im Mai Heuschnupfen-Geplagten das Leben schwer. Wenn Sie immer wieder unter Niesanfällen leiden, Ihre Augen tränen und die Nase läuft, dann sollten Sie einen Versuch mit der homöopathisch aufbereiteten Küchenzwiebel starten. Lassen Sie dazu einfach bis zu dreimal täglich drei Globuli des Mittels Allium cepa in der Potenz D6 langsam im Mund zergehen. Falls sich am zweiten Tag keine Besserung zeigt, war das Mittel für Sie allerdings nicht passend und Sie sollten die Einnahme stoppen.

Zusätzlich können Sie mit einer einfachen Maßnahme Ihre Pollenbelastung vermindern: Waschen Sie Ihre Haare wenn möglich jeden Abend. Tagsüber verfangen sich Pollen in Ihren Haaren und Sie tragen sie nachts mit auf Ihr Kopfkissen. Geschwollene Augen und eine verstopfte Nase am nächsten Morgen sind dann die Folge. Durch das Waschen entfernen Sie die Plagegeister und sorgen so für eine erholsame Nacht.

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Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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Alte Kommentare
  • Isa Albrecht schrieb am 06.03.2014, 08:07 Uhr

    Heuschnupfen u.a. allerg. Reaktionen kann man effizient und schnellmöglich mit hohen Gaben von natürl. Antihistaminica behandeln: Vit. C, Calcium und MSM, manche nehmen auch verschieneste Heilpilze hierfür :-) Wünsche *reactionsfreie Tage ;-)* und grüsse freundlichst Ihre Isa-M.Albrecht Orthomed-NutriGenomics Schweiz

  • Leonie schrieb am 06.03.2014, 08:39 Uhr

    Die Wirksamkeit kann ich nur bestätigen. Bekam bereits als 5-jährige Heuschnupfen (Frühblüher, Grässer/ Getreide Bäume und Hausstaub. Hatte mit 20 Jahren schon 2 erfolglose Sensibilisierungen hinter mir und war mit Mitte 30 wegen starker Akne auf dem Rücken und Gesicht bei meinem Hausarzt. Er empfahl mir eine Eigenblutbehandlung. Es war im März und ich hatte an diesem Tag die erste heftige Reaktion auf die Frühblüher. Ich hatte geschwollene Augen, eine geschwollene triefende Nase und heftigsten Husten als er mir das Eigenblut, vermischt damals mit einer Ampulle Esberitox, gegen meine Akne verabreichte. Was kurz danach kam bezeichnete ich als Magie. Noch in der Praxis gingen die Schwellungen zurück und ich war BESCHWERDEFREI und das bis zu meinem nächsten Arztbesuch 2 Tage später, gleiche Prozedur - gleiches Ergebnis. Da mich der Arzt schon sehr lange kennt konnte auch er das Phänomen sehen und war begeistert über die Wirkung. Ich habe die Behandlung noch bis in den Sommer fortgeführt (1x Monat) und war in diesem Jahr das erste Mal mit dem Fahrrad in den Rheinwiesen unterwegs ohne Sonnenbrille und Taschentücher, brauchte keine Antihistaminika, schlief bei offenem Fenster. Bis jetzt konnte mir keiner erklären, was genau damals passiert ist. Durch Ihren Artikel kann ich es jetzt verstehen. -übrigens die Akne wurde dadurch nicht besser