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Saft der Wolfsmilch hilft gegen weißen Hautkrebs

Der Saft der in vielen Gärten vorkommenden Wolfsmilch ist offenbar für die Behandlung von weißem Hautkrebs geeignet. Er gehört zwar nicht zu den schwersten Formen von Hautkrebs, ist aber sehr weit verbreitet. In den meisten Fällen ist es möglich, den weißen Hautkrebs mit Hilfe eines chirurgischen Eingriffes, Einfrieren oder einer speziellen Form von Lichttherapie zu behandeln. Bei manchen Menschen versagen diese Behandlungsmethoden jedoch oder erweisen sich als nicht passend – von den Nebenwirkungen einmal ganz abgesehen.

Die Behandlung mit Wolfsmilch wurde nun von australischen Forschern untersucht. Der Pflanzensaft wird seit Jahrhunderten als Heilmittel eingesetzt. An der Studie nahmen Patienten teil, die insgesamt 48 Hautläsionen aufwiesen. Alle wurden mit dem Saft der Wolfsmilch (Euphorbia peplus) behandelt, der drei Tage hintereinander einmal pro Tag auf die Haut aufgetragen wurde. Nach einem Monat hatten 41 der 48 Läsionen auf die Behandlung reagiert. Es konnte keine Spur eines Tumors mehr nachgewiesen werden. Patienten, die nur teilweise auf die Behandlung reagiert hatten, wurde eine zweite Behandlung angeboten. Die Läsionen, die positiv auf eine Behandlung reagiert hatten, wurden zwischen Wirkstoff im Pflanzensaft verantwortlich sein, das Ingenol-Mebutat.

Studien haben gezeigt, dass Ingenol-Mebutat beim Auftragen auf die Haut nicht nur die Krebszellen abtötet, sondern auch weiße Blutzellen, die sogenannten Neutrophilen, auf den Plan ruft, die das Risiko eines Rückfalls zu verringern scheinen. Sie zerstören alle verbleibenden bösartigen Zellen, die zu einem erneuten Wachstum des Tumors führen könnten. Die Wissenschaftler raten jedoch von Selbstversuchen ab, da die Erkenntnisse um diesen Behandlungsansatz sich noch in einem frühen Stadium befinden, und es zu Irritationen der Haut kommen kann.

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Alte Kommentare
  • Ralf Dietrich schrieb am 30.01.2011, 22:03 Uhr

    Liebe Frau Schneider, vielen Dank für diesen interessanten Artikel. Wir als bundesweite Selbsthilfegruppe für Patienten mit Fanconi-Anämie haben großes Interesse, mehr über das australische Forscherteam zu erfahren. Könnten Sie eventuell Kontakte vermitteln? Besten Dank im Voraus, Ralf Dietrich, Deutsche Fanconi-Anämie-Hilfe e.V.