Hautkrebs: Vulvakrebs ist eine Unterform
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Eine Hautkrebserkrankung, die tödlich verlaufen kann
Sie haben sich noch nie Sorgen darüber gemacht, an Vulvakrebs zu erkranken. Wie Ihnen geht es den meisten Frauen, denn die überwiegende Anzahl von ihnen weiß gar nichts von der Existenz dieser Krebsart. Vulvakrebs tritt sehr selten auf.
Dennoch starben im Jahr 2000 in Deutschland 553 Frauen daran (Statistisches Bundesamt, Bonn). Vulvakrebs ist eine bestimmte Form des Hautkrebses und kann tödlich sein.
Vulvakrebs betrifft die Haut im äußeren Bereich des weiblichen Genitalorgans. Die beste Art der Vorsorge für Sie sind regelmäßige gynäkologische Untersuchungen. Zudem sollten Sie sich selbst auf Hautveränderungen im Bereich der Vulva hin untersuchen.
Wenn sich die Hautzellen verändern
90% des Vulvakrebses entwickelt sich aus den schuppenförmigen Plattenepithelzellen der Haut Sie stellen den Hauptzelltyp der Haut. Diese Krebsform entwickelt sich nur sehr langsam aus präkanzerösen Hautveränderungen, die auf die oberste Schicht der Haut begrenzt sind.
Dieses nicht invasive Krebsvorstadium kann mehrere Jahre anhalten. Der medizinische Fachbegriff dafür ist intraepitheliales Vulvakarzinom. Ein kleiner Prozentsatz der Vulvakarzinome sind Melanome. Melanome sind die gefährlichste Form des Hautkrebses. Sie entwickeln sich in den pigmentproduzierenden Hautzellen. Ein kleinerer Prozentsatz des Vulvakrebses entsteht in den Drüsen oder dem Bindegewebe unter der Haut.
Woran Sie eine krankhafte Veränderung erkennen können
Leider werden Signale und Symptome eines Vulvakrebses leicht von den betroffenen Frauen und selbst von den Ärzten als gutartiger nichtkanzerö ser Ausschlag, Juckreiz, Schuppenflechte oder eine andere unbedeutende Hautreizung missgedeutet. Es ist nicht selten, dass Frauen über Monate hinweg mit freiverkäuflichen Medikamenten versuchen, sich Erleichterung zu verschaffen. Sie sollten auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, wenn Sie folgende Symptome an sich beobachten oder verspüren:
- Anhaltender Juckreiz
- Jegliche abnorme Veränderung der Vulvahaut, die Sie entweder sehen können oder spüren. Damit sind auch Hautbereiche gemeint, die dicker und heller gefärbt sind, rote oder dunkler gefärbte Areale oder rote, pinkfarbene oder weiße Beulen mit einer warzenartigen oder rauen Oberfläche
- Schmerzen beim Urinlassen, Brennen, Bluten und Ausfluss, der nicht mit der Menstruation zusammenhängt
- Eine hartnäckige Beule oder ein Geschwür in der Öffnung der Vagina
Ihr Arzt wird wahrscheinlich eine Unterleibsuntersuchung durchführen. Zuweilen empfehlen die Ärzte auch eine Behandlung mit Cremes und Salben oder raten abzuwarten, ob sich etwas verändert.
Falls Ihr Arzt in der Diagnose unsicher ist oder das Problem nicht nach 1 oder 2 Wochen behoben ist, wird er von der verdächtigen Hautstelle eine Biopsie machen. Falls die Diagnose noch unklar ist, ist es ratsam sich eine zweite Meinung von einem Gynäkologen einholen.
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