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Wie Sie Ihre Haut mit Vitamin A, Folsäure und Zink vor gefährlichen UV-Strahlen schützen

Selbst in unseren Breiten steigt das Hautkrebsrisiko unaufhörlich – Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor reichen da nicht mehr aus. Die deutschen Hautärzte schlagen Alarm: Nicht nur der tödliche schwarze Hautkrebs (Melanom) fordert immer mehr Opfer. Auch die Erkrankungen an den so genannten weißen Hautkrebsarten wie dem Basaliom und dem Stachelzellenkarzinom nehmen erheblich zu.

Insgesamt versechsfachte sich die Zahl der Hautkrebsfälle in den vergangenen 20 Jahren. Das bemerkte Professor Rudolf Stadler, Chefarzt der Hautklinik am Klinikum Minden, bei einer Dermatologen-Fachtagung 2004 in Köln. Die Hauptursache ist zu intensives Sonnenbaden. Aber ohne Sonne geht es auch nicht. So benötigen wir beispielsweise täglich eine bestimmte Dosis UV-Licht für unsere körpereigene Vitamin-D-Produktion.

Vorsicht vor zu viel Sonne!

Die unsichtbare UV-Strahlung dringt tief in das Bindegewebe ein, zerstört die Kollagenfasern des Bindegewebes und macht die Blutgefäße durchlässiger. Auf diese Weise gelangen die Krebszellen schnell in die Blutbahn.

Das sind die gesunden Wirkungen des Sonnenlichts:

  • Aktivierung der körpereigenen Vitamin-D-Bildung für stabile Knochen
  • Stärkung der Immunabwehr
  • Aufhellung der Stimmung und Vorbeugung gegen Winterdepressionen
  • Förderung der Abheilung von Akne, Neurodermitis und Schuppenflechte

Um die gesunden bzw. heilenden Wirkungen des Sonnenlichts zu nutzen, reichen täglich 15 bis 30 Minuten Aufenthalt an der Sonne. Alles was darüber hinausgeht, schädigt unsere Haut auf vielfache Weise, wenn wir sie nicht schützen. So kommt es zu gefährlichen Veränderungen des Erbguts (DNA) der Hautzellen, die zu Hautkrebs führen können.

Die drei häufigsten Hautkrebsarten

Schwarzer Hautkrebs

  • Melanom: schnelle Wucherung von pigmentbildenden Zellen und rasche Ausbreitung über die Blutbahn: potentiell tödlich

Weißer Hautkrebs

  • Basaliom: langsame Wucherung von Basalzellen der Oberhaut mit Gewebezerstörung, aber lokal begrenzt, damit keine Metastasenbildung; selten tödlich
  • Spinaliom (Stachelzellenkarzinom): schnelle Wucherung von Stachelzellen der Oberhaut mit rascher Metastasenbildung über die Lymphbahnen; potentiell tödlich

Krebsauslösende Faktoren

Die Hauptursache für Hautkrebs ist die Schädigung der Haut durch ultraviolettes (UV) Licht, das von der Sonne und teilweise auch von Sonnenbänken abgegeben wird. Ultraviolette Sonnenstrahlen enthalten zwei UV-Wellenlängen, UV-A und UV-B. UV-Licht dringt in die Haut ein und zerstört mit der Zeit die Hautzellen. Es ist verantwortlich für die meisten Hautkrebsfälle und zum Teil für die Entwicklung von Falten und Altersflecken.

Jeder Mensch kann potentiell Hautkrebs entwickeln. Trotzdem sind Sie einem erhöhten Risiko ausgesetzt, wenn mindestens einer der nachfolgenden Faktoren auf Sie zutrifft:

  • helle Hautfarbe, Sommersprossen, rotes oder blondes Haar, grüne oder blaue Augen
  • einen oder mehrere schwere Sonnenbrände im Laufe Ihres Lebens
  • eine größere Zahl von Hautmalen am Körper
  • Auftreten von Hautkrebs in der Familie
  • geschwächtes Immunsystem durch Erkrankungen wie zum Beispiel AIDS oder durch immunsupressive Medikamente (zur Unterdrückung bzw. Abschwächung der Immunantwort), die man nach Organtransplantationen einsetzt

Richtlinien zur Vorbeugung

Unternehmen Sie die notwendigen Schritte zum Schutz Ihrer eigenen Haut und bringen Sie Ihre Familie dazu, es Ihnen gleich zu tun. Beachten Sie folgende Richtlinien:

  • Bereiten Sie sich auf ein Sonnenbad vor, indem Sie etwa 30 Minuten vorher Sonnencreme auftragen (auch an wolkigen Tagen).
  • Je nach Intensität der Sonnenstrahlung ist (vor allem in südlichen Ländern) beachten Sie folgenden Grundsatz: Meiden Sie UV-Licht zwischen 10 Uhr morgens und 16 Uhr nachmittags, da es in dieser Zeit am intensivsten ist. Bedenken Sie, dass UV-Strahlung von Wasser, Sand, Schnee oder Beton reflektiert fast so intensiv ist wie direktes Sonnenlicht.
  • Verwenden Sie großzügig Sonnencreme, um sich vor UVB- und UVA-Strahlen zu schützen. Benutzen Sie eine Creme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 15 und verwenden Sie Sonnenschutzmittel auch für Ihre Lippen.
  • Verstärken Sie die Wirkung der Sonnencreme, indem Sie sich alle zwei Stunden erneut eincremen. Starkes Schwitzen, Baden und Abtrocknen entfernt unter Umständen die schützende Schicht, sogar bei wasserfester Sonnencreme.
  • Tragen Sie schützende Kleidung aus dicht gewebten Stoffen. Lockere, langärmelige, dunkelfarbene Baumwollhemden und Hüte mit einem 10 cm breiten Rand bieten einen guten Schutz vor UV-Strahlung. Sonnenbrillen sollten mindestens 98 Prozent der ultravioletten A- und B-Strahlen abschirmen.
  • Benutzen Sie keine Sonnenbänke. Geräte zur künstlichen Hautbräunung geben UV-A-Strahlen ab, die man in der Werbung häufig als weniger gefährlich bezeichnet. UV-A-Licht ruft präkanzeröse Hautveränderungen hervor und erhöht das Risiko für die Entwicklung von Hautkrebs.
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