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Hautkrebs: Therapie

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Sylvia Schneider
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GNL5356


Therapien gegen Hautkrebs und präkanzeröse Veränderungen hängen von deren Größe, Art, Tiefe und Fundort ab. Die meisten Therapien nutzen eine örtliche Betäubung bei ambulanter Behandlung. Hier sind die Möglichkeiten, wie man Hautkrebs behandeln kann:

  Exzisionschirurgie (Ausschneiden) – Das Krebsgewebe und ein Rand gesunder Haut werden ausgeschnitten. Ausschneiden wird für jeden Krebstyp angewendet.


Großzügiges Ausschneiden (wobei noch mehr gesunde Haut um den Tumor entfernt wird) ist gewöhnlich die beste Therapie gegen Melanome. Exzision kann einen Arzt erfordern, der mit Rekonstruktionsmethoden vertraut ist, um Narbenbildung, besonders in Ihrem Gesicht, zu vermeiden.

  Kryochirurgie – Aktinische Keratosen und einige, kleine Frühstadien von Hautkrebs können durch Einfrieren mit flüssigem Stickstoff (-196° C) zerstört werden. Das abgestorbene Gewebe blättert ab, während es auftaut. Diese Behandlung kann eine kleine, weiße Narbe zurücklassen, und muß eventuell wiederholt werden, um die Wucherung vollständig zu entfernen.

  Kürettage und Elektrodessikation – Der Tumor wird mit einer runden Klinge, Kürette genannt, abgeschabt. Mit einer elektrischen Nadel werden dann die verbliebenen Tumorzellen zerstört.

Dieses einfache, schnelle Verfahren wird vor allem angewandt, um kleine oder dünne Basalzelltumore zu behandeln. Zurückbleibt eine flache, weiße Narbe.

  Mikrographische Chirurgie nach Moh – Diese wird verwendet, um große, wiederkehrende, oder schwer zu behandelnde Hautkrebsarten zu bekämpfen – sowohl bei Basal- als auch bei Spinalzelltumoren. Die Wucherung wird abgehobelt und Schicht für Schicht mikroskopisch untersucht, bis keine abnormen Zellen mehr übrig bleiben.

Im allgemeinen ist die Moh’sche Chirurgie am besten geeignet, um den Tumor zu bekämpfen, ohne unnötig viel gesunde Haut aus der Tumorumgebung zu entnehmen.

  Lasertherapie – Ein präziser, intensiver Lichtstrahl verdampft die Wucherung, während das umgebende Gewebe gewöhnlich kaum geschädigt wird. Blutungen, Schwellungen und Narbenbildung sind auf ein Minimum beschränkt. Lasertherapie wird manchmal genutzt, um oberflächlichen Hautkrebs und präkanzeröse Wucherungen auf den Lippen zu behandeln.

  Strahlentherapie – Tägliche Bestrahlungen, meist 1 bis 4 Wochen lang, können bei Basal- und Spinalzelltumoren eingesetzt werden, wenn für die Patienten eine Operation nicht in Frage kommt.

  Behandlungen am Horizont – Forscher versuchen, neue Impfstoffe zu entwickeln, mit denen Melanome behandelt werden können. Im März 1998 wurden von Mitarbeitern des National Cancer Institute und einer deutschen Arbeitsgruppe Fortschritte bei der Entwicklung zweier Impfstoffe angekündigt. In kleinen Studien haben diese Substanzen die Immunantwort des Körpers verstärkt und dadurch zur Bekämpfung des Krebses beigetragen. Aber größere, klinische Studien werden noch mindestens 5 Jahre dauern.


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