Hautkrebs: Sonnenbrände erhöhen das Risiko
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Etwa 15% aller bösartigen Tumore gehören nach Angaben des Krebsinformationsdienstes in Heidelberg zur Kategorie Hautkrebs: Gegenüber 1970 hat sich allein die Zahl der häufigsten Krebsform, des Basalzellkarzinomes, etwa vervierfacht. Bösartige Wucherungen der Haut sind sogar so vorherrschend geworden und nehmen weiterhin so rapide zu, dass die Amerikanische Akademie der Dermatologen Hautkrebs als unentdeckte Epidemie bezeichnet.
Im Allgemeinen steigt Ihr Hautkrebsrisiko mit zunehmendem Alter, weil sich die Schäden durch Sonneneinstrahlung im Laufe der Zeit summieren. Basalzellkarzinome (Basaliome) und Plattenzellkarzinom (Spinaliom) sind am häufigsten. Diese auch als „weißer“ Hautkrebs bekannten Formen wachsen meist langsam und sind fast immer gut behandelbar. „Schwarzer“ Hautkrebs (Melanom) ist dagegen sehr ernst, da er sich mit großer Wahrscheinlichkeit in andere Körpergewebe ausbreitet (Metastasen bildet).
Hautschäden durch ultraviolette (UV) Strahlen, die in den ersten beiden Lebensjahrzehnten verursacht werden, können sich erst im mittleren Lebensalter oder später bemerkbar machen. Bis vor kurzem galten vor allem die besser behandelbaren „weißen“ Hautkrebsformen, Basalzellkarzinom und Spinaliom, als Problem von Menschen über 50 Jahre. Aber mittlerweile hat es eine starke Zunahme dieser Formen bei jüngeren Erwachsenen gegeben.
Je mehr Sonnenbrände, desto höher Ihr Risiko
Laut der Deutschen Krebshilfe in Bonn kommt es jährlich zu über 120.000 neuen Hautkrebserkrankungen in Deutschland, darunter etwa 80.000 Basalzellkarzinome, rund 30.000 Spinaliome und über 11.400 Melanome. Ihr persönliches Risiko verdoppelt sich, wenn Sie nur 5 oder mehr Sonnenbrände gehabt haben. Vor diesem Hintergrund haben die Forscher der Mayo Clinic das Auftreten von Basalzell- und Plattenzellkrebs bei Menschen unter 40 Jahren untersucht, die im Süden des amerikanischen Bundesstaates Minnesota wohnen.
Zwischen 1976 und 2003 hat sich das Vorkommen von Basalzellkarzinom unter Frauen ungefähr verdreifacht (auf mehr als 30 Fälle je 100.000 Frauen), während es sich bei Männern nur schwach erhöht hat (von 23 auf 27 Fälle je 100.000 Männer). Obwohl Plattenzellkrebs sehr viel seltener als Basalzellkarzinom ist, hat sich das Auftreten ersterer Form im Untersuchungszeitraum vervierfacht (von 1 auf 4 Menschen von 100.000).