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Hautkrebs: Sonne gefährdet Frauen weniger

Männer werden von Sonnenstrahlen wesentlich mehr bedroht als Frauen. Mehr Männer als noch vor zehn Jahren erkranken heute am schwarzen Hautkrebs. Davor warnt jetzt die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP). Männer haben nach Erkenntnis dieser Organisationen auch schlechtere Überlebenschancen, wenn es sie trifft. Der Grund ist, dass an ihnen sämtliche Präventionsprogramme spurlos vorübergehen – so nach dem Motto: Ein echter Mann verwendet keinen Sonnenschutz – das tun nur Frauen und Kinder. Schon seit Jahren stellen die Mediziner – vor allem in Australien – fest, dass Männer und auch Jugendliche in Sachen braune Haut nicht belehrbar sind. Hier sollen jetzt Aufklärungskampagnen speziell für Männer Abhilfe schaffen. Generell sind die Hautkrebserkrankungen durch die gezielte Aufklärung zurückgegangen. Früh erkannt, sind die Heilungschancen heute hoch.

Die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention warnen in diesem Zusammenhang auch vor dem „Vorbräunen“ im Solarium. Das schützt die Haut nicht, sondern schadet ihr. Die UVA-Strahlen der Solarien führen zwar zu einer Bräunung des Pigments, bauen jedoch keinen körpereigenen Schutz – die Lichtschwiele – auf, die die Haut vor Sonnenbrand schützt. Generell ist bei der Nutzung von Solarien Skepsis angebracht: Nach Ansicht der Experten sollten sie nicht zu kosmetischen Zwecken und zur Steigerung des Wohlbefindens genutzt werden. Jeder Besuch im Sonnenstudio erhöhe das Hautkrebsrisiko.

Nach Angaben der Krebshilfe sind die Deutschen ohnehin „Europameister“ in der Nutzung von Solarien. Etwa 12 Millionen Solarien-Fans nutzen die rund 90.000 Solarien mehr oder weniger regelmäßig. Zu empfehlen ist den Beratungsresistenten, die sich trotz aller Warnung noch unter die Bräunungsbank legen, darauf zu achten, dass sie nur Anlagen der Gerätetypen II und III nutzen. Münzautomaten und Einrichtungen ohne kompetente Beratung sollten sie völlig meiden.

Eine kostenlose Broschüre „Selbstverteidigung für Solariumgänger“ gibt es bei der Deutschen Krebshilfe, Thomas Mann Str. 40, 53111 Bonn oder bei ADP Postfach 100745, 20005 Hamburg.

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