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Hautkrebs: Die negativen Folgen von zu viel Sonne

Die UV-Strahlung der Sonne erhöht die Pigmentbildung und verursacht Erbgutschäden (DNA-Schäden) in den Pigmentzellen. Daraus entstehen unter Umständen die Zellen des schwarzen Hautkrebses.

Jährlich erkranken etwa 100.000 Bundesbürger an einem Basaliom und jeweils rund 20.000 an einen Spinaliom bzw. einem Melanom. Dies kam bei einer Hochrechnung aufgrund des Modellversuchs „Hautkrebs-Test“ von 2003 bis 2004 in Schleswig-Holstein heraus, an dem 366.000 Bürger und 1.700 speziell geschulte Hausärzte teilnahmen. Laut Professor Eckhard Breitbart von der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention in Hamburg sind das erheblich mehr Erkrankungen, als die Medizin bislang annahm. Die wichtigste Ursache für alle drei Hautkrebsraten ist zu intensive UV-Strahlung durch langes Sonnenbaden und Solariumsbesuche. Hinzu kommen individuelle Risikofaktoren.

Hautkrebs als unentdeckte Epidemie

Etwa 15 Prozent aller bösartigen Tumore gehören nach Angaben des Krebsinformationsdienstes in Heidelberg zur Kategorie Hautkrebs: Gegenüber 1970 vervierfachte sich die Zahl der häufigsten Krebsform, des Basalzellkarzinomes. Bösartige Wucherungen der Haut sind vorherrschend geworden. Sie nehmen so rapide zu, dass die Amerikanische Akademie der Dermatologen Hautkrebs als unentdeckte Epidemie bezeichnet.

Im Allgemeinen steigt Ihr Hautkrebsrisiko mit zunehmendem Alter, weil sich die Schäden durch Sonneneinstrahlung im Laufe der Zeit summieren. Basalzellkarzinome (Basaliome) und Plattenzellkarzinom (Spinaliom) treten am häufigsten auf. Diese als „weißer“ Hautkrebs bekannten Formen wachsen langsam und sind fast immer behandelbar. „Schwarzer“ Hautkrebs (Melanom) ist dagegen sehr ernst, da er sich mit großer Wahrscheinlichkeit in andere Körpergewebe ausbreitet (bildet Metastasen).

Je mehr Sonnenbrände, desto höher Ihr Risiko

Hautschäden durch ultraviolette (UV) Strahlen aus den ersten beiden Lebensjahrzehnten machen sich womöglich erst im mittleren Lebensalter oder später bemerkbar. Bis vor kurzem galten vor allem die besser behandelbaren „weißen“ Hautkrebsformen, Basalzellkarzinom und Spinaliom, als Problem von Menschen über 50 Jahren. Mittlerweile gab es eine starke Zunahme dieser Formen bei jüngeren Erwachsenen.

Ihr persönliches Risiko verdoppelt sich, wenn Sie fünf oder mehr Sonnenbrände hatten. Vor diesem Hintergrund untersuchten die Forscher der Mayo Clinic das Auftreten von Basalzell- und Plattenzellkrebs bei Menschen unter 40 Jahren, die im Süden des amerikanischen Bundesstaates Minnesota wohnen. Zwischen 1976 und 2003 verdreifachte sich das Vorkommen von Basalzellkarzinom unter Frauen (auf mehr als 30 Fälle je 100.000 Frauen), während es sich bei Männern schwach erhöhte (von 23 auf 27 Fälle je 100.000 Männer). Obwohl Plattenzellkrebs sehr viel seltener als Basalzellkarzinom ist, vervierfachte sich das Auftreten ersterer Form im Untersuchungszeitraum (von 1 auf 4 Menschen von 100.000).

Individuelle Faktoren zur Erhöhung des Hautkrebsrisikos

  • mehrfache Sonnenbrände
  • häufiges Röntgen
  • Strahlentherapie
  • über 40 Leberflecke am gesamten Körper
  • auffällige (atypische) Leberflecke
  • angeborene Pigmentmale (Naevi)
  • lokale sandpapierartige Hautveränderungen
  • Hautkrebserkrankungen bei Verwandten ersten Grades

Da sich gerade der schwarze Hautkrebs sehr schnell entwickelt, sollten Sie beim Vorliegen eines der genannten Risikofaktoren einmal pro Monat Ihre Haut von Kopf bis Fuß auf ungewohnte Veränderungen inspizieren. Sorgen Sie für gute Lichtverhältnisse und benutzen Sie einen Handspiegel. Auf diese Weise können Sie die Haut auf Ihrem Hinterkopf, auf Ihrem Rücken und Ihrem Po überprüfen. Vergessen Sie nicht, die Zwischenräume zwischen Ihren Fingern und Zehen sowie Ihre Nägel zu untersuchen. Auch dunkle Verfärbungen unter einem Nagel, die plötzliche Ablösung eines Nagels oder eine schmerzlose Nagelwallentzündung können auf ein Melanom hinweisen.

Auffällige Hautveränderungen

  • scharf abgegrenzte sandpapierartige, gerötete Hautareale (v.a. an den Händen und am Kopf)
  • neue Pigmentmale (Leberflecke)
  • alte Pigmentmale, die sich vergrößern oder plötzlich bluten
  • kleine Knötchen oder porzellanartige Pickel, auf denen winzige Blutgefäße zu sehen sind

Nehmen Sie die Selbstuntersuchung ernst. Auch das zeigte der norddeutsche Modellversuch: Früherkennung ist lebensrettend. 44 Prozent der während der einjährigen Testzeit diagnostizierten rund 600 Melanome entdeckte man in einem so frühen Stadium, dass sie sich problemlos entfernen ließen. Allgemein gilt: Hautkrebs im Anfangsstadium kann vollständig geheilt werden, solange er nicht in die Blutbahn (Melanom) bzw. in die Lymphbahn (Spinaliom) eingedrungen ist!

Modernste Technik ermöglicht sekundenschnelle Diagnostik

Während die Hautärzte früher nach der ABCD-Regel zur Abschätzung eines Melanom-Verdachts vorgingen, steht ihnen heute mit dem computergestützten „DANAOS-Expertensystem“ modernste Medizintechnik zur Verfügung. Dieses Diagnosesystem der Dermatologischen Klinik der Ruhr-Universität in Bochum besteht aus einer Minikamera, die direkt mit einem Computer verbunden ist. Dieser gleicht die Aufnahme des verdächtigen Hautmals innerhalb von Sekundenbruchteilen mit fast 50 Parametern wie Größe, Asymmetrie und Farbverteilung ab. Anschließend teilt er dem Arzt auf einem Monitor mit, ob eine Operation notwendig ist. Das mit einer Spezialkamera aufgenommene Bild eines verdächtigen Pigmentmals gleicht der Computer mit 50 verschiedenen Risikoparametern für Hautkrebs ab. Dazu zählen beispielsweise Asymmetrie der Form und der Farbintensität.

Um Form- und Größenveränderungen zu identifizieren, sollten Sie einen durchsichtigen mehrfach verwendbaren Klebestreifen oder Butterbrotpapier auf das Hautmal legen und seine Grenzen mit einem feinen wasserfesten Stift abzeichnen. Bei der nächsten Kontrolle legen Sie diesen Streifen auf das Hautmal und prüfen seine Größe. Gehen Sie umgehend zum Hautarzt, falls Ihnen ein Hautmal verdächtig erscheint. Gerade beim Hautkrebs gilt: lieber einmal zu viel als einmal zu wenig! Ab 35 haben Sie des Weiteren alle zwei Jahre Anrecht auf einen kostenlosen ärztlichen Gesundheitscheck, bei dem Ihr Arzt auch Ihre Haut inspiziert.

Sonnenschutz von innen durch Vitalstoffe

Der Verzicht auf die pralle Mittagssonne, Sonnenschutzmittel mit dem richtigen Lichtschutzfaktor und sonnenundurchlässige leichte Kleidung inkl. Sonnenhut reduzieren Ihr Hautkrebsrisiko sehr deutlich. Aber wussten Sie, dass Sie Ihre Haut von innen vor Krebserkrankungen schützen können und angesichts der immer stärkeren UV-Strahlung infolge des Ozonlochs auch schützen sollten?

Diese Vitalstoffe braucht Ihre Haut gegen UV-Schäden:

  • Vitamin A zur Zellregeneration und als Radikalfänger: 3.300 I. E.* pro Tag
  • Zink zur besseren Vitamin-A-Nutzung und als Radikalfänger: 10 bis 20 mg pro Tag
  • Folsäure für eine korrekte Zellteilung und intakte Immunabwehr: 400 µg pro Tag
  • Biotin für die Bildung von hochwertigem Kollagen: 60 bis 100 µg pro Tag

*I. E. = Internationale Einheiten

Um täglich ausreichend mit diesen Vitalstoffen versorgt zu sein, greifen Sie am besten zu einem der zahlreichen Kombi-Präparate. Diese erhalten Sie als Spezialmittel für „Haut, Haare und Nägel“ in Drogerien, Supermärkten und Apotheken. Für 3 bis 9 Euro pro Monat versorgen Sie damit Ihre Haut optimal von innen mit Schutzstoffen.

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