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Hautkrebs: Risiken, Behandlung und Vorsorgemaßnahmen

Unter Pigment- und Leberflecken leiden viele Menschen. Aber wie genau können Sie erkennen, ob es harmlose Flecken sind? Und woran erkennen Sie Hautkrebs? Hautkrebserkrankungen in den Industrieländern nahmen erschreckend zu und verdoppelten sich in den letzten 15 Jahren. Traten 1970 etwa 950 Todesfälle durch ein malignes Melanom in Deutschland auf, so sterben heute jährlich etwa 1.700 Deutsche an dieser Krebsart.

Hautkrebs ist grundsätzlich ein Sammelbegriff für jegliche bösartige Veränderung der Haut, wie beispielsweise Basalzellkarzinom, Spinaliom, malignes Melanom, kutane Lymphome, Kapois-Sarkom, Fibrosarkom, Schweiß- und Talgdrüsenkarzinom, Angiosarkom, Myosarkom und Merkelzellkarzinom. Umgangssprachlich verwendet man Hautkrebs synonym für das maligne Melanom.

Hautkrebs© Alexander Raths – Fotolia

Inhaltsverzeichnis:

  1. Verschiedene Formen von Hautkrebs
  2. Der helle Hautkrebs
  3. Der schwarze Hautkrebs
  4. Verschiedene Behandlungsmöglichkeiten
  5. Vermindern Sie Ihr Risiko
  6. So kontrollieren Sie Ihre Haut richtig
  7. Deswegen sollten Sie Solarien meiden
  8. Wirkt fluoreszierendes Licht hautschädigend?

Verschiedene Formen von Hautkrebs

Hautkrebs entsteht durch das abnorme Wachstum von Hautzellen. Zu den am weitesten verbreiteten Formen gehören:

Basalzellkrebs

Diese Hautkrebsform tritt meist nach dem 40. Lebensjahr auf, besonders bei hellhäutigen Menschen. Sie verbreitet sich selten im Körper und ist eigentlich immer heilbar. Die Hälfte der Patienten, denen ein Basalzelltumor entfernt wurde, entwickelt jedoch einen zweiten, ähnlichen Hautkrebs innerhalb von fünf Jahren. Unbehandelt können diese Tumore die unteren Hautschichten und Knochen schädigen. Basalzellkrebs kann als wachs- oder perlenartige Beule auftreten, meist im Gesicht, an den Ohren oder im Nacken. Daneben erscheint er manchmal als flache, rosige, narbenartige Wucherung auf Brust oder Rücken. Gewöhnlich wird er durch eine Hautbiopsie diagnostiziert, das heißt durch die Entnahme einer kleinen Gewebeprobe, die anschließend im Labor untersucht wird.

Basalzellkarzinome wachsen langsam. Es kommt höchst selten vor, dass sich Tochtergeschwüre bilden und sich bis zu den Lymphknoten oder anderen Körperregionen ausbreiten. Trotzdem kann dieser Krebstyp ohne Behandlung in Knochen oder andere Gewebe unter der Haut eindringen. Es gibt verschiedene Behandlungsoptionen, die typischerweise unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

Plattenepithelkrebs

Diese Tumore sind entweder feste, rote Beulen oder flache, schuppige und verkrustete Wucherungen auf dem Gesicht, den Ohren, dem Nacken, den Händen oder den Armen. Sie treten häufiger bei hellhäutigen Menschen über 50 Jahren auf. Plattenepithelkrebs kann sich eher im Körper ausbreiten als Basalzellkrebs. Bei rechtzeitiger Diagnose ist auch dieser Krebs fast immer heilbar.

Melanome

Sie sind zwar seltener, aber dafür die gefährlichste Form von Hautkrebs. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts erkranken in Deutschland jährlich 6.300 Menschen an einem malignen Melanom der Haut (3.400 Frauen, 2.900 Männer), was etwa 2 Prozent aller bösartigen Neubildungen ausmacht und etwa 1 Prozent alles Krebstodesfälle verursacht. Für Frauen mit malignem Melanom der Haut liegt die Fünfjahres-Überlebensrate bei 80 Prozent, bei Männern beträgt sie nur 69 Prozent. Ist bereits eine Metastasierung eingetreten, sinken die Überlebensraten auf unter 10 Prozent. Bei frühzeitiger Behandlung lässt sich auch diese Krebsform heilen. Wenn der Tumor sich hingegen schon bis zu Lymphknoten oder anderen Organen ausgebreitet hat, sind die Überlebenschancen in den ersten fünf Jahren nach der Operation gering.

Melanome entstehen in den Pigmentzellen (Melanozyten). Sie können an jeder Stelle Ihres Körpers in jedem Alter auftreten und können unterschiedlich aussehen. Achten Sie auf kleine Wucherungen mit unregelmäßiger Begrenzung und roten, weißen, blauen oder schwarzen Flecken. Eine Wucherung, die sich verändert, mit Juckreiz einhergeht oder sich merkwürdig anfühlt, sollten Sie Ihrem Arzt zeigen.

Der helle Hautkrebs

Risikofaktoren:

  • Alter über 40
  • häufige Sonnenbäder oder Aktivitäten im Freien
  • heller Hauttyp (besonders wenn Sie blond- oder rothaarig sind und blaue, grüne oder graue Augen haben)
  • familiäre Vorbelastung mit Basaliomen
  • Tabakrauch (vor allem bei Pfeifenrauchern)
  • Verbrennungsnarben
  • Entzündungen der Geschlechtsorgane
  • altersbedingte Schleimhautschädigung (Leukoplakie)

Andere Risikofaktoren können ein geschwächtes Immunsystem, eine Bestrahlungstherapie mit Röntgenstrahlen oder der Kontakt mit Arsen, Kohle oder industriellen Teerprodukten darstellen. Obwohl Basaliome auf dem ganzen Körper entstehen können, sind Gesicht, Ohren, Nase und Hals besonders oft betroffen. Manchmal erscheinen sie als wachsbleiche oder rosafarbene Erhebungen oder als durchscheinende Knötchen mit wulstigen Rändern. Diese Knötchen sind meist rosa und zeigen kleine Blutgefäße auf ihrer Oberfläche.

Einige Basaliome sehen wie ein offenes Geschwür aus, das wiederholt blutet, abheilt und wieder blutet. Andere Karzinome erscheinen als weiße oder gelbe Hautregion, die sich ungewöhnlich fest anfühlt und ungenaue Grenzen hat. In manchen Fällen treten sie auch auf Brust oder Rücken als glänzenderosa oder rote Wunden auf, die langsam wachsen, abschilfern und leicht bluten.

Diagnose

Wenn Sie bei sich oder Ihrem Partner solche Hautstellen entdecken, sollten Sie diese unbedingt einem Hautarzt zeigen. Er wird zur Sicherung seiner Diagnose eine Gewebeprobe untersuchen lassen und ggf. die benachbarten Lymphknoten per Ultraschall, Röntgenuntersuchung oder Kernspintomografie diagnostizieren. Sollte bei Ihnen ein Stachelzellkarzinom vorliegen, besteht die übliche Therapie aus einer operativen Entfernung des Tumors und eventuell betroffener Lymphknoten.

Wie bei fast allen Krebsarten ist auch hier die Früherkennung und -behandlung der beste Garant für eine erfolgreiche Therapie. Tumore mit einem Durchmesser von weniger als 2 cm bilden seltener Tochtergeschwulste und haben daher die besten Aussichten auf Heilung. Vermeiden Sie Vorschädigungen durch Sonnenbrand sowie den direkten Kontakt mit krebsauslösenden Stoffen und Flüssigkeiten.

Vorsicht vor dem Stachelzellkarzinom!

Der helle Hautkrebs ist zwar weniger gefährlich als der schwarze, er artet aber in etwa 15 Prozent der Fälle zu dem metastasenbildenden Stachelzellkarzinom aus. Benannt ist diese Erkrankung nach der Hautschicht, in der er entsteht, der Stachelzellschicht (Stratum spinosum). Sie ist die zweite der insgesamt fünf Schichten der Oberhaut. Da die Geschwulst nahe der Oberfläche liegt, kann sie bzw. ihr Vorstadium im Allgemeinen leicht erkannt werden.

Leider tarnt sie sich zunächst als verhornte Hautpartie, als Knötchen oder derber Knoten in der Haut und bereitet keine oder nur selten auftretende Schmerzen. Erst mit zunehmendem Wachstum zerstört sie umliegendes Gewebe und wächst in tiefere Gewebeschichten. Trifft sie dort auf Blut- oder Lymphgefäße, kann sie Lymphknoten- und Fernmetastasen ausbilden.

Saft der Wolfsmilch gegen hellen Hautkrebs

Der Saft der in vielen Gärten vorkommenden Wolfsmilch ist offenbar für die Behandlung von weißem Hautkrebs geeignet. Der seit Jahrhunderten als Heilmittel eingesetzte Pflanzensaft wurde von australischen Forschern untersucht. An der Studie nahmen Patienten teil, die insgesamt 48 Hautläsionen aufwiesen. Alle wurden mit dem Saft der Wolfsmilch (Euphorbia peplus) behandelt, der drei Tage hintereinander einmal pro Tag auf die Haut aufgetragen wurde. Nach einem Monat hatten 41 der 48 Läsionen auf die Behandlung reagiert. Es konnte keine Spur eines Tumors mehr nachgewiesen werden. Patienten, die nur teilweise auf die Behandlung reagiert hatten, wurde eine zweite Behandlung angeboten.

Studien haben gezeigt, dass der Wirkstoff im Pflanzensaft Ingenol-Mebutat beim Auftragen auf die Haut nicht nur die Krebszellen abtötet, sondern auch weiße Blutzellen (Neutrophilen) auf den Plan ruft, die das Risiko eines Rückfalls zu verringern scheinen. Sie zerstören alle verbleibenden bösartigen Zellen, die zu einem erneuten Wachstum des Tumors führen könnten. Die Wissenschaftler raten jedoch von Selbstversuchen ab, da die Erkenntnisse um diesen Behandlungsansatz sich noch in einem frühen Stadium befinden und es zu Irritationen der Haut kommen kann.

Wolfsmilch© Adobe Stock – M. Schuppich

Hohe Wiedererkrankungsrate

Forscher der University of California haben nun untersucht, wann es bei ehemaligen Patienten zu einem neuen Tumor kommt. Sie beobachteten mehr als 1.200 Patienten, von denen die Hälfte zum ersten Mal mit weißem Hautkrebs diagnostiziert worden war. Die anderen waren zum wiederholten Male erkrankt. Die Patienten wurden knapp sechs Jahre lang beobachtet.

Es zeigte sich, dass über 14 Prozent aller Betroffenen nach einem Jahr erneut erkrankten. Nach drei Jahren waren über 30 Prozent erneut erkrankt, nach fünf Jahren über 40 Prozent. Bei denen, die schon einmal erkrankt waren, lag die Wiedererkrankungsrate sogar bei über 40 Prozent nach einem Jahr, nach fünf Jahren bei über 80 Prozent. Die Forscher zeigen, dass weißer Hautkrebs häufig wiederholt auftritt. Daher weisen sie darauf hin, wie wichtig die Früherkennungsuntersuchungen sind, um so früh wie möglich behandeln zu können.

Weißer Hautkrebs: Immer mehr Erkrankungen

Forscher des Rochester Epodermiology Project in Minnesota und Wisconsin haben sich mit der Frage befasst, wie sich in den letzten 35 Jahren die Neuerkrankungszahl entwickelt hat. Dazu haben die Wissenschaftler diesen Zeitraum in drei (allerdings nicht durchgängige) Phasen unterteilt: Von 1976 bis 1984, von 1985 bis 1992 und von 2000 bis 2010. Für diese Phasen standen ihnen die Gesundheitsdaten von über 144.000 Menschen zur Verfügung, die sie auswerten konnten.

Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass die Zahl der Basalzellkarzinome zwischen dem ersten und dritten Zeitraum um rund 145 Prozent anstieg. Dabei waren am stärksten Frauen zwischen 40 und 49 Jahren betroffen. Bei ihnen stieg die Zahl der Neuerkrankungen um rund 250 Prozent an. Deutlich stärker noch nahm die Anzahl der Plattenzellkarzinome zu. Sie stieg um unglaubliche 263 Prozent an. Auch hier waren die Frauen stärker betroffen als Männer; gerade bei den Frauen zwischen 40 und 59 sowie bei denen zwischen 70 und 79 Jahren.

Worin sind die vielen Erkrankungen begründet?

Aber woran liegt es, dass die Zahlen so sprunghaft ansteigen? Die Forscher vermuten, dass es daran liegt, dass es seit den 1980er Jahren einen ansteigenden Trend zur Nutzung des Solariums gab. Gerade bei weißem Hautkrebs dauert es dann 20 Jahre von der Schädigung bis zum Auftreten der ersten Vorstufen des Krebses. Vermutlich ist also die Bräune, die ja immer noch „in“ ist, der Grund, dass die Krebsfälle immer mehr zunehmen. Auf der anderen Seite zeit die Studie, dass es wichtig ist, die Haut so gut wie möglich vor Sonnenbrand zu schützen.

Aber nicht nur die Anzahl der Hautkrebsfälle nahm über die Untersuchungsperioden hinweg zu. Auch entdeckten die Forscher, dass sich der Hautkrebs an anderen Körperstellen entwickelte als früher. In den ersten beiden Untersuchungszeiträumen kam es vor allem an Kopf und Nacken zu den Tumoren. Ab dem Jahr 2000 fanden sich die Basalzellkarzinome vermehrt an den restlichen Bereichen des Körpers. Die Plattenzellkarzinome dagegen traten vermehrt an Armen und Beinen auf. Hier haben die Forscher aber noch keinen Grund für die Veränderung gefunden. Sie vermuten aber, dass es ebenfalls daran liegen könnte, dass sich die Sonnenbadgewohnheiten verändert haben. Der „Vorteil“ bei weißem Hautkrebs ist, dass er nur selten Metastasen bildet und durch einen chirurgischen Eingriff gut entfernt werden kann.

Der schwarze Hautkrebs

Der gefährlichste Hautkrebs ist der schwarze Hautkrebs, das maligne Melanom. Er entwickelt schon früh Metastasen und ist deshalb lebensgefährlich. Neue Studien belegen, dass Solarienbesuche das Erkrankungsrisiko erheblich steigern ebenso wie ausgiebige Sonnenbäder vor allem in südlichen Ländern eine Gefahr darstellen. Das maligne Melanom erkennt der Hautarzt unter anderem an der ABCDE-Regel:

Hautkrebs© Adobe Stock – Henrie

Je mehr dieser Kriterien vorliegen, desto größer ist das Risiko. Umgekehrt muss ein Muttermal aber nicht zwangsläufig bösartig sein, auch wenn alle fünf Kriterien erfüllt sind. Beim geringsten Verdacht sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Bei einem Melanom in der Frühphase können jedoch auch alle diese Veränderungen fehlen, sodass die ärztliche Untersuchung auch bei unauffälliger Selbstkontrolle sinnvoll ist.

Besteht dann der Verdacht auf ein malignes Melanom, wird sich der Arzt das Hautmal beziehungsweise den verdächtigen Hautbezirk unter einem Auflichtmikroskop anschauen. Erst wenn sich jetzt der Verdacht erhärtet, sollte operiert und das entnommene Gewebe histologisch untersucht werden. Bei kleineren Stellen macht das normalerweise der Hautarzt selbst. Besser aufgehoben sind Sie aber in einer Hautklinik, in der Sie im Falle einer Krebserkrankung auch weiter behandelt werden. Sitzt das betreffende Gewebe an einer exponierten Stelle, empfiehlt es sich, zu einem ästhetisch-plastischen Chirurgen zu gehen, damit ein optisch gutes Ergebnis erzielt wird.

Unkontrolliertes Wachstum der Hautzellen

Hautkrebs entsteht in der äußeren Hautschicht (Epidermis) in einem von drei Zelltypen: den Schuppenzellen, den Basalzellen oder den Melanozyten. Eine aktinische (strahlenbedingte) Keratose (Verhornung) stellt eine weitere Hautveränderung dar, die gelegentlich zu Hautkrebs führt. In der Regel wachsen Hautzellen in der untersten Schicht der Epidermis und dringen fortlaufend aufwärts, indem neue Zellen ältere nach oben drücken.

Wenn diese an die Oberfläche gelangen, trocknen sie, sterben ab und der Körper stößt sie ab. In manchen Fällen wachsen Zellen abnormal und entwickeln sich zu einem Tumor, aus dem unter Umständen Krebs hervorgeht. Jahrelange Exposition gegenüber der Sonne gilt als bedeutendster Risikofaktor für Hautkrebs. Bereits eine leichte Bräune ohne Sonnenbrand führt unter Umständen zu Genschäden.

Neues Mittel gegen schwarzen Hautkrebs

Seit einiger Zeit ist in Deutschland Vemurafenib zugelassen. Dabei handelt es sich um einen Wirkstoff, mit dem Patienten länger überleben können. Eingesetzt werden kann der Stoff bei den Erkrankten, die unter einer BRAF-V600-Mutation leiden. Dies ist rund die Hälfte aller derjenigen, die an schwarzem Hautkrebs erkrankt sind. Vemurafenib ist in der Lage, diese Mutation zu hemmen und damit das Wachstum der Krebszellen einzuschränken. Eine Studie zeigt, dass Vemurafenib wirksamer ist als eine Chemotherapie. Leben sechs Monate nach einer Chemotherapie noch 64 Prozent der Patienten, sind es sechs Monate nach der Behandlung mit Vemurafenib noch 84 Prozent. Erfolge zeigt die Therapie mit dem neuen Wirkstoff schon in kurzer Zeit. Behandelnde Ärzte sprechen davon, dass schon sechs Wochen nach Behandlungsbeginn ein Rückgang der Tumorzellen zu verzeichnen ist. Auch verbessert sich die Lebensqualität deutlich.

Einen Nachteil aber hat der neue Wirkstoff: Vemurafenib verzögert die Krankheit, es ist aber kaum in der Lage, sie aufzuhalten. Auch darf der Stoff nicht abgesetzt werden. Ansonsten schreitet der schwarze Hautkrebs in rasantem Tempo fort, es kommt oft zur Bildung von Metastasen im Gehirn. Daher bleibt die Früherkennung immer noch das wichtigste Mittel gegen den schwarzen Hautkrebs. Denn die Überlebensraten dieser Erkrankung sind gut, so lange sich noch keine Metastasen gebildet haben. Muttermale sollten Sie daher genau beobachten und regelmäßig von einem Hautarzt betrachten lassen. Gerade wenn sich Muttermale verändern, wachsen oder anfangen zu bluten, sollten Sie einen Termin beim Hautarzt ausmachen, um diese überprüfen zu lassen.

Risikofaktoren für schwarzen Hautkrebs

  • mehrfache Sonnenbrände
  • häufiges Röntgen
  • Strahlentherapie
  • über 40 Leberflecke am gesamten Körper
  • auffällige (atypische) Leberflecke
  • angeborene Pigmentmale (Naevi)
  • lokale sandpapierartige Hautveränderungen
  • Hautkrebserkrankungen bei Verwandten ersten Grades

Verschiedene Behandlungsmöglichkeiten

Neben den oben genannten Behandlungsmethoden gibt es noch weitere Alternativen. Machen Sie sich schlau, welche Behandlungsmöglichkeiten für Sie in Betracht kommen. Die Hautkrebsbehandlung hängt vom Typ, der Größe und dem jeweiligen Ort des Tumors ab. Des Weiteren ist von Bedeutung, ob der Krebs erstmalig oder erneut auftritt und wie Ihr aktueller Gesundheitszustand aussieht. Ziel ist die vollständige Entfernung oder Zerstörung des Hautkrebses, wobei man die Schädigung gesunden Gewebes so minimal wie möglich halten soll. In den meisten Fällen behandelt der Arzt den Hautkrebs operativ.

Operativ schwer entfernbarer Hautkrebs kann man durch tägliche Strahlenbehandlungen über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen zerstören. Mitunter nutzen Ärzte die Bestrahlung vor einer Operation, um einen Tumor zum Schrumpfen zu bringen, oder nach einer Operation, um eine vollständige Zerstörung aller Krebszellen zu gewährleisten.

Heller Hautkrebs© Adobe Stock – Markus Bormann

Bewährte Operationsverfahren

  • vollständiges Ausschneiden (Exzision) – Dieses Verfahren umfasst das Herausschneiden der Krebswucherung und wirkt gegen jede Hautkrebsform. Indem man einen ausreichenden Rand gesunder Haut mit herausschneidet, will man sicherstellen, alle Krebszellen zu entfernen. Je nach Größe und Lage näht man die zurückbleibende Wunde zu oder verschließt sie mit einem Hauttransplantat oder einem Hautlappen. Kleine Wunden heilen in der Regel von selbst.
  • Auskratzung (Kürettage) und Austrocknung (Elektrodesikkation) – Dabei schneidet man den Krebs auf und kratzt ihn mit einem scharfen Löffel (Kürette) aus. Eine elektrische Nadel zerstört die restlichen Krebszellen und unterbindet die Blutungen. Dies ist die häufigste Behandlungsmethode gegen Basalzellkrebs. Sie ist schneller als die Exzisionsmethode, hinterlässt jedoch auffälligere Narben.
  • Operationsverfahren nach Mohs (MOZ) – Mit dieser nach ihrem Erfinder Dr. Frederic Mohs benannten Technik schneidet man den Hautkrebs Schicht für Schicht heraus. Dann untersucht man ihn mikroskopisch so lange, bis kein abnormes Zellwachstum mehr festzustellen ist. Das Operationsverfahren nach Mohs findet gewöhnlich bei Schuppenzell- und Basalzelltumoren statt, die erneut auftreten oder tiefergelegene Bereiche der Nase, Ohren und Augen befallen. Für Dermatologen stellt diese Operation das beste Verfahren dar, um eine vollständige Entfernung des Krebses zu gewährleisten und gleichzeitig den größten Anteil gesunder Haut zu erhalten. Die Mehrheit der großen medizinischen Zentren beschäftigt Dermatologen, die speziell in dieser Mohs-Operationstechnik ausgebildet sind.
  • Kältechirurgie (Kryochirurgie) – Das Gefrieren mit Flüssigstickstoff zerstört entartete Zellen. Dieses Verfahren setzt man bei präkanzerogener aktinischer Keratose ein. In seltenen Fällen setzt man das Verfahren gegen Hautkrebs ein, weil keine vollständige Zerstörung des Tumors gewährleistet ist.
  • Laseroperation – Ein gebündelter Lichtstrahl schneidet Wucherungen heraus oder verdampft sie. Die Präzision der Lasertechnik zerstört lediglich wenig Gewebe. Blutungen, Schwellungen und Narbenbildung fallen zudem minimal aus. Eine Laseroperation bietet bei ungewöhnlichen Fällen von Hautkrebs Vorteile gegenüber anderen Behandlungsformen, man setzt sie aber nicht routinemäßig ein.
  • Imiquimod – Eine weitere Methode ist eine Creme mit dem Wirkstoff Imiquimod (Aldara®). Sie wird bis zu zwölf Wochen auf oberflächlichen Geschwüren aufgetragen, die kleiner als 2,5 cm im Durchmesser sind. Die Creme wird meist nicht im Gesicht angewendet. Obwohl Imiquimod vielversprechende Ergebnisse bei frühen Basaliomstadien liefert, ist über Langzeiteffekte noch nichts bekannt.

Nutzen Sie Glycoalkaloide gegen Keratose

Viele Ärzte behandeln Keratose, indem sie eine synthetische Salbe verschreiben, die sehr aggressiv zu der umgebenden Haut ist. Aber es gibt eine mildere, natürliche Alternative, nämlich Produkte, die Glycoalkaloide enthalten. Glycoalkaloide sind chemische Pflanzenkomponenten, die schon seit dem zweiten Jahrhundert v. Chr. dazu benutzt werden, Hautkrankheiten zu behandeln. Bei der Behandlung einer Keratose machen sich die Glycoalkaloide strukturelle Unterschiede zwischen gesunden und sonnengeschädigten Zellen zunutze.

Wenn Hautzellen geschädigt werden, wird ihre Zellwand durchlässiger und erlaubt den Glycoalkaloiden, in die veränderten Zellen einzudringen. Wenn sie das einmal geschafft haben, geben sie ein Enzym ab, dass die Zellen von innen heraus zerstört. Wenn die abnormalen Zellen sterben, werden sie durch gesunde Zellen ersetzt. Diese nehmen keine Glycoalkaloide auf und vermeiden so deren zerstörerische Effekte.

Vielversprechende neue Methoden

Für die zukünftige Behandlung von Hautkrebs testen Wissenschaftler eine Immuntherapie. Diese umfasst eine Injektion von Substanzen, die die Reaktion des Immunsystems gegen Hautkrebs verstärkt. Früheren Berichten zufolge setzte man Interleukin und diverse Interferone erfolgreich zum Schrumpfen von Tumoren ein.

Ärzte experimentieren darüber hinaus mit derphotodynamischen Therapie, bei der die Injektion einer speziellen lichtempfindlichen Chemikalie erforderlich ist. Diese Substanz neigt dazu, sich in Krebszellen zu konzentrieren. Aus diesem Grund ist es mit Hilfe von Laserstrahlen möglich, Krebszellen zu identifizieren und zu zerstören.

Heutzutage wird zu leichtfertig operiert

Wer viele Pigmentmale hat, sollte besonders wachsam sein. Meist sind sie durch zu starke Sonneneinwirkung in der Kindheit entstanden. Menschen mit mehr als 40 Pigmentmalen am Körper zählen zur Risikogruppe für Hautkrebs. Die Zahl der Menschen, die an Hautkrebs erkranken, hat sich nach den Erfahrungen von Hautärzten in den vergangenen 40 Jahren verdreifacht.

Die Ursache dafür ist der übertriebene Sonnen- und Solarienkult. Die Furcht vor Hautkrebs hat auf der anderen Seite zu einer fast hysterischen vorsorglichen Schnippelei an Muttermalen und Pigmentflecken geführt. Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen hat dies kritisiert, zumal die operativen Eingriffe oft nicht wirklich der Diagnose von Hautkrebs dienten, sondern auf die Profitgier mancher Hautärzte zurückzuführen seien. Zunächst einmal ist nur das geschulte Auge des Arztes gefordert. Er kann erkennen, ob der Pigmentfleck, das Muttermal oder der Leberfleck in Farbe, Form und Durchmesser auffällig ist.

Vermindern Sie Ihr Risiko!

Neueste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Sie sich durch das Tragen eines Huts und entsprechender Bekleidung besser vor den Strahlen schützen als durch jede noch so gute Sonnencreme. Darüber hinaus sollten Sie wissen, wie lange Sie sich maximal in der Sonne aufhalten können, ohne dass sich Ihre Haut rötet. Bei hellhäutigen Typen ist das zum Beispiel bereits nach zehn Minuten der Fall, und auch Menschen mit dunklerem Teint sollten sich maximal 20 Minuten ungeschützt in die Sonne begeben. Erhöhte Vorsicht vor dem Zentralgestirn ist auch angebracht, wenn Sie mehr als 100 Muttermale (Leberflecke) auf der Haut tragen oder wenn Hautkrebs in Ihrer Familie aufgetreten ist (Eltern, Geschwister, Kinder).

In der Fachzeitschrift Dermatologic Surgery wurde eine Studie veröffentlicht, wonach Männer mit Glatze besonders gefährdet sind. Der Krebs der Kopfhaut ist zwar mit lediglich 2 Prozent aller Hautkrebsarten relativ selten, dafür aber besonders aggressiv. Wenn Sie sich in der Sonne aufhalten müssen oder wollen, sollten Sie einen luftigen, hellen Hut mit einer mindestens 5 Zentimeter breiten Krempe aufsetzen. Tragen Sie dazu möglichst ein Hemd mit langen Ärmeln und eine lange Hose. Dicker Leinenstoff ist als UV-Schutz wirkungsvoller als Baumwolle. Darüber hinaus gibt es spezielle UV-Schutz-Bekleidung. Waschmittelzusätze, die Stoffe gegen UV-Strahlen regelrecht „imprägnieren“, wurden in Deutschland wegen zu geringer Nachfrage wieder vom Markt genommen.

So wenden Sie Sonnencreme richtig an

Was vielen unbekannt ist: Sonnenschutzcremes mit einem sehr hohen Lichtschutzfaktor (LSF) schützen nicht unbedingt länger vor den Strahlen. Achten Sie aber darauf, dass das Mittel Ihrer Wahl sowohl vor UV-A- als auch vor UV-B-Strahlung schützt. Cremen Sie alle Hautpartien, die der Sonne ausgesetzt sind, sorgfältig ein. Tragen Sie genügend auf. Faustregel: Bei weißen Sonnenschutzmitteln sollte kurz nach dem Eincremen ein leichter weißer Schimmer auf den eingecremten Partien sichtbar sein.

Cremen Sie sich etwa 30 Minuten bevor Sie in die Sonne gehen ein und cremen Sie alle zwei Stunden nach. Dies gilt besonders dann, wenn Sie stark schwitzen oder wenn der Sonnenschutz durch zwischenzeitlichen Aufenthalt im Wasser abgewaschen oder durch Liegen auf einem Handtuch weggewischt wurde. Beim wiederholten Eincremen verlängert sich nicht etwa die Zeit, die Sie in der Sonne verbringen dürfen. Wenn Sie empfindliche Haut haben, verzichten Sie auf ein Sonnenbad in der Zeit zwischen 10 und 15 Uhr. Wenn Sie ganz sichergehen wollen, können Sie sich ein UV-Messgerät kaufen. Dieses zeigt Ihnen in Abhängigkeit von der Sonnenintensität an, wie hoch die UV-A- und UV-B-Belastung wirklich ist.

Eine oft übersehene Gefahr

Was vielen nicht bewusst ist: UV-Strahlen durchdringen die meisten Glasarten, was Ihr Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, erhöht. Nach einer Studie der American Academy for Dermatology steigt das Risiko, an der linken Körperhälfte einen Hautkrebs zu entwickeln, mit der Gesamtzeit, die Sie während Ihres Lebens am Steuer eines Autos verbringen.

Während die Windschutzscheibe normalerweise die UV-Strahlen der Sonne absorbiert, dringen sie durch Seiten- und Heckscheiben weitgehend ungefiltert in den Innenraum des Fahrzeuges ein. Bei Menschen, die die meiste Zeit der Woche mit dem Auto unterwegs sind, besteht daher nach Ansicht der US-amerikanischen Forscher ein erhöhtes Hautkrebsrisiko. Als Fahrer oder Beifahrer sollten Sie sich deshalb durch entsprechende Bekleidung und durch Herabklappen der Sonnenblende schützen. In Gebäuden sollten Sie nicht unmittelbar in der Sonne sitzen bzw. sich mit Jalousien oder Vorhängen schützen.

So kontrollieren Sie Ihre Haut richtig

Untersuchen Sie sich einmal pro Monat etwa zehn Minuten lang von Kopf bis unter die Fußsohlen. Bitten Sie Ihren Partner um Hilfe oder benutzen Sie einen Handspiegel, um wirklich alle Körperstellen kontrollieren zu können. Beginnen Sie am Kopf, auch hinter den Ohren, am Haaransatz und im Nacken, dann gehen Sie weiter zu den Armen, Schultern, Achseln, dem Oberkörper und zum Rücken. Danach folgen das Gesäß, die Lendengegend und der Genitalbereich, dann die Beine bis hin zu den Füßen, den Fußsohlen, den Zehenzwischenräumen und auch die Haut unter den Zehennägeln.

Nehmen Sie einen Handspiegel zur Hilfe, gerade wenn Sie Ihre Körperrückseite oder Ihre Genitalien untersuchen.

Nutzen Sie den kostenfreien Hautcheck!

Versicherte ab dem 35. Lebensjahr haben alle zwei Jahre Anspruch auf diese Vorbeugungsmaßnahme. Achtung: In manchen Praxen wird das Hautkrebs-Screening immer noch als Selbstzahlerleistung angeboten und für den „Kassen-Check“ erhalten Sie oft nur schwer einen Termin. Bestehen Sie jedoch darauf, dass die Untersuchung über Ihre Chipkarte abgerechnet wird.

Der kostenfreie Haut-Check beinhaltet:

  • Anamnesegespräch (Krankheitsvorgeschichte)
  • Ganzkörperuntersuchung der Haut und der Kopfhaut
  • Beratung über Ihr persönliches Risikoprofil (z. B. Hauttyp)
  • Diagnostik und Dokumentation (z. B. von Leberflecken)

Deswegen sollten Sie Solarien meiden

„Die Brathähnchen von heute sind die Dörrpflaumen von morgen.“ Dieser Satz über eingefleischte Solarienfreunde klingt zwar böse, aber er ist richtig: Das künstliche Sonnenlicht schädigt Ihre Gesundheit. Denn es leistet nicht nur der vorzeitigen Hautalterung Vorschub. Es gibt noch weitere gute Gründe, warum Sie sich das Geld für die teuren Solarienbesuche sparen und auch Ihren Gesichtsbräuner schleunigst entsorgen sollten.

Bräune ist nur eine Schutzreaktion der Haut

Jedes Kind weiß heute, dass der Aufenthalt in der prallen Mittagssonne tunlichst zu vermeiden ist. Doch Solarienbesucher setzen sich der bis zu sechsfachen UV-Licht-Dosis aus, allerdings meist, ohne das zu wissen.

Das sind die Bestandteile des natürlichen Sonnenlichts:

  • sichtbares Licht: ca. 50 Prozent
  • Infrarotlicht (Wärmestrahlung): ca. 44 Prozent
  • UV-A-Licht: ca. 5,6 Prozent
  • UV-B-Licht: ca. 0,4 Prozent

Am gefährlichsten ist das UV-Licht. Die UV-A-Strahlen dringen tief in die Haut ein, führen dort zu einem kurzfristigen Wandern der bräunlichen Melaninpigmente in die oberen Hautschichten (Schnellbräune) und schädigen die elastischen Gewebefasern (vorzeitige Faltenbildung). Die UV-B-Strahlen regen die Produktion neuer Pigmente an, die nach etwa 48 Stunden „fertig“ sind (Spätbräune). Außerdem führt die UV-B-Strahlung zu einer Verdickung der Oberhaut (Lichtschwiele). Die Bräune ist also nichts anderes als eine Schutzreaktion der Haut gegen ungesunde Strahlung und kein Ausdruck einer besonders guten Gesundheit. Im Solarium entspricht der UV-B-Anteil meist der Mittagssonne. Die Intensität der UV-A-Strahlung liegt jedoch bis zu sechsmal höher. Gesichtsbräuner erreichen sogar zehnmal höhere Werte. Das führt nicht nur zu vorzeitiger Hautalterung, sondern Ihre gesamte Gesundheit gerät in Gefahr.

Auch Solariensonne führt zu Hautkrebs

„Gesunde Bräune ist im Solarium nicht zu haben“, warnte das Bundesamt für Strahlenschutz in Berlin schon 2001 in einer gemeinsamen Erklärung mit der Deutschen Krebshilfe vor dem künstlichen Sonnenlicht. Nach Angaben der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft hat sich die Zahl der Melanompatienten (schwarzer Hautkrebs) in Deutschland zwischen 1966 und 1990 vor allem aufgrund exzessiven Sonnenbadens versechsfacht. Jährlich erkranken etwa 8.000 Bundesbürger und 2.000 sterben. Erste Schätzungen der Deutschen Krebshilfe gehen von bis zu 80 Todesfällen pro Jahr infolge von langjähriger Solarienstrahlung aus.

Gefahr für Immunsystem und Augen

Zu viel UV-Strahlung kann sogar die Immunabwehr lähmen. Besonders die Langerhans’schen Zellen in den tiefen Hautschichten (Fresszellen) werden durch UV-Strahlung in ihrer Tätigkeit gehemmt. Diese Entdeckung machte die Immunologin und Strahlenexpertin Dr. Margaret L. Kripke bereits 1989 an der Universität Houston im US-Bundesstaat Texas. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass eine Lähmung dieser Zellen die gesamte Immunabwehr beeinträchtigen kann, da die einzelnen Zellen untereinander Informationen austauschen. Die Gefahr für die Augen geht von der UV- und der Infrarot-Strahlung aus. Beide können zu Eintrübungen der Augenlinse führen. Schmerzhafte Hornhaut- und Bindehautentzündungen sind ebenfalls möglich.

Nur spezielle und sehr teure Schutzbrillen, die längst nicht in jedem Solarium vorhanden sind, wie das Bundesamt für Strahlenschutz mehrfach kritisierte, bieten Sicherheit. Doch trotz aller Gefahren machen Sonnenstudios immer noch gute Geschäfte. Deshalb hat das Bundesumweltministerium zusammen mit dem Bundesamt für Strahlenschutz im Juni 2003 ein „Gütesiegel für Solarien“ entwickelt, das durch strenge Auflagen und eine Beratungspflicht das Gesundheitsrisiko für die Kunden minimieren soll. Allerdings tragen bislang nur wenige Betriebe dieses Siegel. Verzichten Sie lieber auf das künstliche Sonnenlicht. Auch wenn Sie zur Osteoporosevorbeugung Ihre körpereigene Vitamin-D-Produktion ankurbeln wollen, reicht die normale Sonnenstrahlung sogar bei bedecktem Himmel aus. Dazu müssen Sie nicht braun wie ein Grillhähnchen werden.

Wirkt fluoreszierendes Licht hautschädigend?

Fluoreszierendes Licht (Leuchtstofflampen) emittiert geringe Anteile ultravioletter Strahlung. Dabei handelt es sich um die Komponente der Sonnenstrahlung, die man für Hautkrebs verantwortlich macht. Im letzten Jahrzehnt untersuchten mehrere Studien die Beziehung zwischen malignen Melanomen und der Langzeitexposition gegenüber fluoreszierendem Licht.

Die Befunde waren nicht schlüssig. Eine kürzlich publizierte Untersuchung im American Journal of Epidemiology zeigte, dass es einen Zusammenhang zwischen der Bestrahlungsdauer und dem Auftreten maligner Melanome bei Männern gibt. Ein solcher Zusammenhang ließ sich bei Frauen nicht bestätigen. In einer Consensuserklärung hält das National Institut of Health (NIH) fest, dass die Auswirkung einer Langzeitexposition gegenüber fluoreszierenden Lampen eine „ungelöste Frage sei“. Im Januar 1990 publizierte die International Protection Association ein Statement, wonach „die Exposition gegenüber UV-Strahlung durch fluoreszierende Lampen in Innenräumen kein Risiko bezüglich eines malignen Melanoms darstellt“.

Geben Sie Acht!

Die Daten, die einen Zusammenhang zwischen malignen Melanomen und der Exposition gegenüber fluoreszierendem Licht herstellen wollen, sind nicht schlüssig. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei dieser bösartigen Krebserkrankung trotz der weltweiten Nutzung von fluoreszierendem Licht um eine nicht weit verbreitete Tumorform.

Wenn Sie immer noch von Zweifeln geplagt sind, rüsten Sie Ihre Lichteinrichtung mit Filtern aus. Viele fluoreszierende Lichtquellen sind heutzutage auf diese Weise ausgestattet. Ein solches Schutzschild beseitigt oder reduziert die Intensität ultravioletter Emissionen.

Hautkrebs Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Vulvakrebs ist auch eine Hautkrebsart!

Viele Frauen kennen Vulvakrebs nicht. Das ist schlecht, denn auch diese Krebsart kann tödlich verlaufen.