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Natürliche Hilfe gegen Haarausfall

Eine gemeinsame Studie der Universitäten Leipzig, Münster und Manchester/Großbritannien zeigte im Jahr 2012, dass Thymuspeptide Haarausfall der unterschiedlichsten Ursache wirkungsvoll stoppen können. Für diese Studie wurden Proben menschlicher Haarfollikel im Labor über mehrere Tage mit synthetisch hergestellten Thymuspeptiden (u. a. Thymosin beta, Thymolin) behandelt. Es zeigte sich, dass die Haarwuchsrate gesteigert werden konnte und der Prozess der Haarneubildung deutlich angeregt wurde. Präparate mit Thymuspeptiden tragen Sie in Form von Lösungen direkt auf die Kopfhaut auf. Thymuspeptide helfen Ihnen auch, wenn Sie durch eine Chemotherapie Ihre Haare verloren haben und anschließend rasch wieder volles Haar haben möchten.

Pflanzenhormone gegen hormonell bedingten Haarausfall

Bei hormonell bedingtem Haarausfall (androgenetische Alopezie) sind Pflanzenhormone eine gute Wahl. Einige von ihnen ähneln in ihrer chemischen Struktur den menschlichen Östrogenen und können daher ebenso wirken ohne jedoch schädliche Nebenwirkungen zu haben. östrogenartig wirken:

    • Soja
    • Rotklee
    • Granatapfel
    • Hopfen
    • Goldhirse

Besonders Frauen, die in und nach den Wechseljahren unter schütter werdendem Haar leiden, verhelfen Phytohormone wieder zu vollerem Haar. Da bei der hormonellen Umstellung die körpereigene Östrogenproduktion nachlässt, gewinnt das Testosteron die Oberhand, wodurch der Haarausfall ausgelöst wird. Durch die Zufuhr der pflanzlichen Östrogene lässt sich dieses Ungleichgewicht jedoch wieder beheben. Allerdings müssen Sie die entsprechenden Präparate ein paar Monate lang einnehmen, ehe Sie den Erfolg sehen.

Vitalstoffe und Homöopathie unterstützen den Haarwuchs

Vitalstoffe sind in der Behandlung jeder Art von Haarausfall unverzichtbar, denn sie packen das Übel im wahrsten Sinne des Wortes an der Wurzel, nämlich an der Haarwurzel. Hier entsteht der Wachstumsimpuls und von hier aus wird auch das neu wachsende Har ernährt. Die besten Vitalstoffe gegen Haarausfall sind:

  • Biotin
  • L-Cystein
  • Pantothensäure (Vitamin B5)

L-Cystein ist die wichtigste Aminosäure für den Aufbau des Haarkeratins, denn sie liefert u. a. den für die Haarbildung benötigten Schwefel. Gemeinsam mit Pantothensäure erhöhen sie die Zelteilung der Hornzellen (Keratinozyten), wodurch das Haar schneller wächst. Zink und Biotin werden für den L-Cystein-Stoffwechsel benötigt. Ein Mangel an diesen Vitalstoffen führt rasch zu dünnem, brüchigem Haar und Haarausfall. Am besten nehmen Sie diese Vitamine, Aminosäuren und Spurenelemente in Form eines Fertigpräparats über ein paar Monate hinweg ein. Die folgenden homöopathischen Mittel sind einen Versuch wert, wenn Sie die Ursache Ihres Haarausfalls kennen:

Thallium metallicum hilft bei diffusem Haarausfall, der durch Vergiftungen oder Medikamente entstanden ist.

Natrium muriaticum ist ein gutes Mittel bei diffusem Haarausfall wenn Haut und Haare ölig sind und Kummer mit im Spiel ist.

Vinca minor lohnt sich bei kreisrundem Haarausfall, wenn auf den kahlen Stellen nur weißer Flaum nachwächst.

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Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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Alte Kommentare
  • Jörg Krieter schrieb am 06.12.2013, 08:58 Uhr

    Sehr geehrte Frau Rossbach, ich habe diffusen Haarausfall auf der Kopfoberseite. Ist es da auch ratsam als Mann pflanzliche Hormone zu sich zu nehmen? Mit freundlichen Grüßen Jörg Krieter

  • M Knipe schrieb am 06.12.2013, 13:19 Uhr

    Und wie heißen diese Präparate? Ansonsten helfen diese Informationen wenig. MfG M.Knipe

  • Hubert Eichkorn schrieb am 06.12.2013, 15:43 Uhr

    Hallo, Auftragen von KANNE-BROTRUNK bringt mitunter den Haarwuchs wieder in Gang. mfg H.Eichkorn

  • Dr Hans Haeussler schrieb am 06.12.2013, 21:44 Uhr

    Was Sie vergessen haben zu erwähnen: Wenn man Menschen mit Haarausfall frägt, ob sie Zwiebel, Knoblauch, Lauch, Zwiebellauch, Bärlauch u.ä. essen, bekommt man fast immer die Antwort: "Nein", und zwar entweder "nie" oder "nur selten". Außerdem erfährt man auf Nachfrage auch fast immer, daß sie keine Zwiebel und erst recht keinen Knoblauch mögen. Es liegt die Vermutung nahe, daß sich in Zwiebelgewächsen ein Stoff befindet, der für die Haut und damit auch für den Haarwuchs essentiell ist. Dieser Stoff ist der in bestimmten Pflanzen organisch gebundene Schwefel (S), der vor allem in Zwiebelgewächsen enthalten ist. Bei den normalen Blutuntersuchungen wird Schwefel meist nicht analysiert, weil sich der größte Teil von ihm in den Geweben wie in der Haut und kaum im Blut befindet. Eine Haar-Mineralanalyse ergibt da einen erheblich besseren Aufschluß. Ich empfehle jedem/jeder, der sich seine/ihre Haarpracht auf Dauer erhalten will, regelmäßig, mindestens 1x tägl. Zwiebelgewächse, möglichst im frischen, rohen Zustand mit der Nahrungsaufnahme zu verzehren. Dies verbessert nicht nur den Zustand der äußeren Haut und damit der Haare sondern auch die Gesundheit der inneren Häute und der Schleimhäute (in Venen und Arterien, im gesamten Gastrointestinaltrakt vom Mund bis zum Darmausgang, im gesamten respiratorischen Bereich einschließlich der Nebenhöhlen, im gesamten Urogenitalbereich usw.) und natürlich den gesundheitlichen Zustand sämtlicher Hand- und Fußnägel, da diese entwicklungsgeschichtlich ebenfalls Teile der Haut sind.

    • danny antwortete am 14.12.2013, 09:36 Uhr

      Hallo Herr Dr. Haeussler, in welchen Mengen sollte man die oben genannten Lebensmittel denn verzehren ? Ich esse sehr gerne Knoblauch und Lauchzwiebeln. Nur halt nicht in großen Mengen. Mfg Danny

    • Dr Hans Haeussler antwortete am 14.12.2013, 21:05 Uhr

      @danny: Hallo, zu Ihrer Frage bez. Menge: Nachfolgend meine Empfehlungen: Essen Sie so viel wie Ihnen schmeckt und wie Ihnen gut tut. Knoblauch ist ein Gewürz. Gewürze dosiert man nicht hoch. 1 bis 2 Zehen, je nach Größe, sind i. O., aber in D natürlich möglichst nur am Samstag, da hier die meisten unserer meist lieben und tüchtigen Landsleute wegen des Geruchs mit gesellschaftlicher Ausgrenzung bis zur persönlichen Anfeindung (aus Unwissenheit) reagieren, den man aber nicht bemerkt, wenn die Kontaktpersonen selbst Knoblauch gegessen haben. Knoblauch ist am wirksamsten, wenn man ihn roh ißt. (Von K.-Kapseln halte ich nicht viel, außer sie sind sehr frisch!) wobei der ältere Knoblauch anti-arthereiosklerotisch wirkt, also gegen Arterienverkalkung, (das grüne innere Keimblatt sollte man allerdings entfernen, weil es zyanidhaltig sei), und der frische rohe Knoblauch hypotonisch, also nicht so gut für Leute mit niedrigem Blutdruck. Zwiebel sind sowohl Gewürz als auch Gemüse und sogar bei manchen Ethnien Salat. Wenn man Zwiebel anröstet oder andünstet, verleihen sie jedem Gericht, das man in ihnen dann zubereitet, einen besseren, intensiveren Geschmack, egal ob Suppe oder Gemüse oder Fleisch, oder Käse- oder Fischspeisen etc. In jeden Salat gehören gewürfelte oder geschnittene frische, rohe Zwiebel. Die Menge sollte hoch sein, aber natürlich nicht zu hoch (1 - 2 mittelgroße Zwiebel pro großer Schüssel Salat für 4 Personen, also pro Person ca. einen halben Zwiebel.) Und dann gibt es noch den Zwiebelsalat, der nur aus fein gehobelten Zwiebeln besteht, also sozusagen ein Wurstsalat ohne Wurst, angemacht mit Apfelessig, Salz (unbedingt Salz ohne Jod- und ohne Fluorzusätze verwenden!), Speiseöl, Kräuter und Gewürze, oder alternativ anstelle von Essig mit Buttermilch, Kefir o.ä. oder mit Zitrone oder Limone. Besonders schmackhaft und gesundheitlich wirksam sind Zwiebel, wenn man sie, zu feinen Scheibenringen hobelt, auf einem Teller oder Holzbrett ausbreitet und ca. 1/2 Tag zur Oxydation ihrer Schnittflächen stehen läßt. Sie verlieren damit an Schärfe, gewinnen aber an Wohlgeschmack und biologischer Wirksamkeit. Stark säuernde Lebensmittel wie Fisch, Wurst, Fleisch und Käse sollte man immer (!!) mit Zwiebeln oder/und Knoblauch essen zu ihrer besseren Verträglichkeit. Für Zwieblauch, Bärlauch gilt analoges, aber Grünzeug generell immer roh, also am Ende der Zubereitungsarbeit im Teller über das Gericht fein geschnitten streuen. Zwiebelgewächse werden in allen Kulturen verzehrt, nur der Mensch in der modernen Hyperzivilisation ist dabei immer mehr den Ernährungskontakt zu dieser gesundheitlich so wichtigen Kulturpflanzengattung zu verlieren. Diese sind aber auch genau die Länder, wie Sie ja wissen, in den die Alopezie (Haarausfall bis zur Glatze) gehäuft auftritt. Was Zwiebel, Knoblauch und Co. allerdings nicht verhindern können, ist das Ergrauen der Haare, was zur Ursache, wie Sie sicherlich wissen, einen sehr starken psychischen Einflußfaktor hat.