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Klassische und alternative Möglichkeiten gegen Haarausfall

Die gute Nachricht zuerst: Dass Haare ausfallen, ist normal. Denn anders als ihre Verwandten, die Nägel, wachsen Haare nicht kontinuierlich, sondern durchlaufen einen festgelegten Wachstumszyklus, an deren Ende sie ausfallen. Sind über mehrere Wochen hinweg täglich mehr als 100 Haare ausgefallen, handelt es sich um krankhaften Haarausfall, medizinisch Alopezie genannt.

Frau zieht Haare von Rundbürste© Adam Gregor - Fotolia

Fallen Sie nicht auf teure Werbeversprechen herein!

Es gibt viele Mittel gegen Haarausfall. Die meisten versprechen mehr, als sie halten. In Zeitungen und auch per E-Mail wird mit rezeptfreien Wundermitteln geworben, die angeblich zu 100 Prozent eine dichte Haarfülle hervorzaubern. Gut getrickste Vorher-Nachher-Bilder locken zum Kauf. Lassen Sie die Finger von diesen Mitteln, sie belasten nur ihr Portmonee.

Leider gibt es auch bei seriösen Medikamenten keine Garantie einer hundertprozentigen Wirksamkeit. Abfinden müssen Sie sich aber mit dem Haarausfall nicht. Denn Haarausfall kann unterschiedliche Ursachen haben, die Sie mit Ihrem Hautarzt klären müssen. Bevor Sie also zu einem Präparat greifen, sollten Sie mit Ihrem Dermatologen sprechen oder eine Haarsprechstunde in einer Klinik aufsuchen. Experten schätzen, dass etwa jeder dritte Mann und jede zehnte Frau von einem stärkeren Verlust betroffen sind.

Mögliche Ursachen für Haarausfall

Ein täglicher Ausfall von rund 100 Haaren ist normal – das kann mal mehr, mal weniger sein. Wenn die Haare jedoch gleichmäßig verteilt verstärkt ausgehen und der Schopf lichter wird, können Medikamente, Hormone, ernsthafte Erkrankungen oder ernährungsbedingte Mangelerscheinungen schuld sein. Weitere mögliche Ursachen sind:

  • erbliche Veranlagung
  • hormonelle Umstellungen, beispielsweise nach Schwangerschaften und in den Wechseljahren
  • Arzneimittel wie Antidepressiva, Schilddrüsenmedikamente oder Beta-Blocker
  • Umweltgifte aus Abgasen, Zahnmaterialien, Farben und Lacken
  • Eisenmangel
  • Vitalstoffmangel
  • Stress und psychische Belastungen

Aber auch die falsche Haarpflege mit aggressiven Shampoos, Haarfarben, Dauerwellen können das Haar verfrüht ausfallen oder an der Wurzel abbrechen lassen. Wenn das Haar insgesamt ausdünnt, sollte in erster Linie die Bildung von Säuren, Giften und Schadstoffen reduziert und möglichst auf den Genuss von zu viel Fleisch, Süßwaren, Kaffee, Alkohol und Zigaretten verzichtet werden. Denn die Voraussetzungen für gesundes Haar sind neben einer intakten Kopfhaut die richtige Haarpflege sowie eine gesunde Ernährung.

Die richtigen Vitalstoffe unterstützen den Haarwuchs

Vitalstoffe sind in der Behandlung jeder Art von Haarausfall unverzichtbar, denn sie packen das Übel im wahrsten Sinne des Wortes an der Wurzel, nämlich an der Haarwurzel. Hier entsteht der Wachstumsimpuls und von hier aus wird auch das neu wachsende Haar ernährt. Die besten Vitalstoffe gegen Haarausfall sind:

  • Biotin
  • L-Cystein
  • Pantothensäure (Vitamin B5)

L-Cystein ist die wichtigste Aminosäure für den Aufbau des Haarkeratins, denn sie liefert unter anderem den für die Haarbildung benötigten Schwefel. Gemeinsam mit Pantothensäure erhöhen sie die Zellteilung der Hornzellen (Keratinozyten), wodurch das Haar schneller wächst. Zink und Biotin werden für den L-Cystein-Stoffwechsel benötigt. Ein Mangel an diesen Vitalstoffen führt rasch zu dünnem, brüchigem Haar und Haarausfall. Am besten nehmen Sie diese Vitamine, Aminosäuren und Spurenelemente in Form eines Fertigpräparats über ein paar Monate hinweg ein.

B-Vitamine fördern den Haarwuchs

Als spezielles „Haarvitamin“ gilt das zu den B-Vitaminen zählende Biotin. Es unterstützt viele Stoffwechselreaktionen, die auch für das Haarwachstum wichtig sind. Des Weiteren fördert es den Einbau schwefelhaltiger Aminosäuren, die der Haarstruktur Festigkeit verleihen. Von großer Bedeutung ist darüber hinaus das Vitamin B6. Es verhindert überhöhte Zinkverluste des Körpers über die Niere.

Da die meisten B-Vitamine Hand in Hand zusammenarbeiten, sollten Sie sinnvollerweise als Präparat einen so genannten Vitamin-B-Komplex einnehmen. Das sind sämtliche B-Vitamine in einem ausgewogenen Verhältnis gemischt. Solche Präparate erhalten Sie in Apotheken und Drogeriemärkten. Die Monatstherapiekosten liegen für Zink, Biotin und den Vitamin-B-Komplex zusammen bei 10 bis 20 Euro.


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Ergänzung durch Aminosäuren in schweren Fällen von Haarverlust

In besonders hartnäckigen Fällen von Haarverlust ergänzen Sie diese Vitalstoffe durch die schwefelhaltigen Aminosäuren Cystein und Methionin. Sie beteiligen sich entscheidend am Aufbau der Haarproteine. Diese Vitalstoffe beziehen Sie über eine Apotheke oder direkt im Versandhandel. Die Therapiekosten betragen pro Monat 10 bis 15 Euro.

Nehmen Sie die Präparate drei bis sechs Monate lang ein. Wenn sich danach keine Besserung zeigt, beruht Ihr Haarausfall mit großer Wahrscheinlichkeit nicht auf einem Vitalstoffmangel. Sprechen Sie dann mit Ihrem Arzt über unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten.

Achten Sie auch auf Zink!

Achten Sie ganz darüber hinaus auf Ihre Versorgung mit dem Spurenelement Zink. Mediziner des Necker-Hospitals in Paris zeigten 1988, dass Zink die schädliche Testosteron-Wirkung in der Haarwurzel unterdrückt.

So wirkt es ähnlich wie das wissenschaftlich erprobte Haarwuchsmittel Propecia®. Mehrere Studien weltweit ergaben seitdem, dass Zink (zweimal täglich 10 bis 20 mg über einen Zeitraum von zwei bis sechs Monaten) die beginnende Glatzenbildung stoppen kann. Wenn Sie ein Zinkpräparat anwenden, sollten Sie es eine Stunde vor einer Mahlzeit einnehmen. Das erhöht seine Bioverfügbarkeit.

Hilfe aus der Homöopathie

Die folgenden homöopathischen Mittel sind einen Versuch wert, wenn Sie die Ursache Ihres Haarausfalls kennen:

  • Thallium metallicum hilft bei diffusem Haarausfall, der durch Vergiftungen oder Medikamente entstanden ist.
  • Natrium muriaticum ist ein gutes Mittel bei diffusem Haarausfall, wenn Haut und Haare ölig sind und Kummer mit im Spiel ist.
  • Vinca minor lohnt sich bei kreisrundem Haarausfall, wenn auf den kahlen Stellen nur weißer Flaum nachwächst.

Wirkungsvolle Optionen aus der Naturmedizin

Wirkungsvoll sind allerdings auch die vielfältigen Heilansätze der Naturmedizin. Sie sollten deshalb einen Hautarzt, der sich damit gut auskennt, oder einen Heilpraktiker aufsuchen. Pflanzenwirkstoffe aus Apotheke und Reformhaus, die Ihnen helfen können:

  • Eine Tinktur aus der Sägezahnpalme bremst das Enzym, das Testosteron zu DHT umwandelt.
  • Shampoo und Haartinktur mit Thymusdrüsenextrakt stärken das Immunsystem über die Kopfhaut und sollen den Haarausfall erfolgreich stoppen. Sie werden zusammen mit B-Vitaminen, Vitamin E und F als Haarkur angeboten.
  • Eine Tinktur aus Mäusedorn stärkt die Haarwurzel und damit das Haarwachstum.
  • Die hormonähnlichen Substanzen der Sojabohne sollen ebenfalls die DHT-Bildung bremsen.
  • Auch der Extrakt aus der Traubensilberkerze soll nach neueren Untersuchungen den Haarausfall zum Stoppen bringen. Forscher der Universität Bochum konnten belegen, dass sich die Anzahl der Haare erhöht und die Dicke der Haare zunimmt. Sie schreiben das der östrogenähnlichen Wirkung der Pflanze zu.
  • Die Einnahme von Kieselsäure als Kur hat sich ebenfalls sehr bewährt.

Pflanzenhormone gegen hormonell bedingten Haarausfall

Bei hormonell bedingtem Haarausfall (androgenetische Alopezie) sind Pflanzenhormone eine gute Wahl. Einige von ihnen ähneln in ihrer chemischen Struktur den menschlichen Östrogenen und können daher ebenso wirken, ohne jedoch schädliche Nebenwirkungen zu haben. Östrogenartig wirken:

  • Soja
  • Rotklee
  • Granatapfel
  • Hopfen
  • Goldhirse

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Besonders Frauen, die in und nach den Wechseljahren unter schütter werdendem Haar leiden, verhelfen Phytohormone wieder zu vollerem Haar. Da bei der hormonellen Umstellung die körpereigene Östrogenproduktion nachlässt, gewinnt das Testosteron die Oberhand, wodurch der Haarausfall ausgelöst wird. Durch die Zufuhr der pflanzlichen Östrogene lässt sich dieses Ungleichgewicht jedoch wieder beheben. Allerdings müssen Sie die entsprechenden Präparate ein paar Monate lang einnehmen, ehe Sie den Erfolg sehen.

Rezeptfrei in der Apotheke

In der Tinktur Ell-Cranell Alpha ist der Wirkstoff 17 Alpha-Estradiol enthalten. Sie kann von Männern und Frauen bei hormonell bedingtem Haarausfall genutzt werden. Das enthaltene Östrogen verhindert die Umwandlung des Testosterons in seine aktive Form, das Dihydrotesteron. Eine einmalige Anwendung pro Tag reicht aus.

In Studien des Herstellers zeigte sich bei rund 80 Prozent der Probanden ein Therapieerfolg. Bei der einen Hälfte wurde das Fortschreiten des Haarausfalls aufgehalten, bei der anderen verdickte sich die Haarstruktur. Der Erfolg war bei weiblichen Patienten nach vier Monaten, bei männlichen nach acht Monaten feststellbar. 100 ml kosten etwa 16,69 Euro. Diese Menge reicht für etwa sechs bis acht Wochen. Empfehlenswert ist zudem eine mehrwöchige Kur mit Kieselerde (Silicea; Reformhaus, 200 ml etwa 10 Euro).

Hilfe durch die Traubensilberkerze

Auch der Extrakt aus der Traubensilberkerze soll nach neuesten Untersuchungen den Haarausfall zum Stillstand bringen. Forscher der Universität Bochum konnten belegen, dass sich die Anzahl der Haare erhöht und die Dicke der Haare zunimmt. Sie schreiben das der östrogenähnlichen Wirkung der Pflanze zu. Die Einnahme von Kieselsäure als Kur hat sich ebenfalls sehr bewährt.

Eine wichtige Rolle in der Vorbeugung und Behandlung von Haarausfall spielt eine ausgewogene Ernährung: Sie brauchen vor allem Folsäure, die in grünen Blattsalaten, Weizenkeimen, Rosenkohl und Bierhefe steckt, Zink aus Vollkornprodukten, Fleisch, Eiern, Haferflocken und Käse sowie Biotin aus Hefe, Milch und Hülsenfrüchten. Hirse fördert wegen ihres hohen Gehalts an Kieselsäure die Haargesundheit. Empfehlenswert ist zudem eine Fastenkur oder eine Cholon-Hydrotherapie, um den Körper zu entgiften. Auch eine Ausleitungskur mit homöopathischen Mitteln kann hilfreich sein. Frauen, die unter starkem Stress stehen, der als Ursache in Frage kommt, sollten versuchen, den Druck zu verringern sowie gezielt mit Massagen und Entspannungsübungen zur Ruhe zu kommen.

Thymuspeptide

Eine gemeinsame Studie der Universitäten Leipzig, Münster und Manchester zeigte im Jahr 2012, dass Thymuspeptide Haarausfall der unterschiedlichsten Ursache wirkungsvoll stoppen können. Für diese Studie wurden Proben menschlicher Haarfollikel im Labor über mehrere Tage mit synthetisch hergestellten Thymuspeptiden (u. a. Thymosin beta, Thymolin) behandelt.

Es zeigte sich, dass die Haarwuchsrate gesteigert werden konnte und der Prozess der Haarneubildung deutlich angeregt wurde. Präparate mit Thymuspeptiden tragen Sie in Form von Lösungen direkt auf die Kopfhaut auf. Thymuspeptide helfen Ihnen auch, wenn Sie durch eine Chemotherapie Ihre Haare verloren haben und anschließend rasch wieder volles Haar haben möchten.

Möglichkeiten aus der Schulmedizin

In Deutschland sind mehrere Medikamente zur Behandlung der androgenetischen Alopezie zugelassen. Ihre Wirksamkeit hängt mit dem Ausmaß des Haarverlustes zusammen und wie Ihr Körper auf die Wirkstoffe anspricht. Dazu gehören:

  • Minoxidil (Regaine®, u. a.) – Minoxidil kann von Männern und Frauen verwendet werden. Es ist als rezeptfreie Darreichungsform als 2- und 5-prozentige Lösung erhältlich. Diese Flüssigkeiten müssen zweimal täglich auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Sie sollen den Haarausfall bremsen und neues Wachstum anregen. Obwohl nur 7 Prozent der Männer und Frauen neues Haarwachstum verzeichnen, berichten 75 Prozent von einer deutlichen Verlangsamung des Haarausfalls. Nachwachsende Haare sind in der Regel dünner und dieser neue Wuchs stoppt, sobald Minoxidil abgesetzt wird. Wenn es innerhalb der ersten sechs bis neun Monate keine sichtbaren Ergebnisse gibt, also weder neues Wachstum noch Erhaltung der vorhandenen Haarpracht, kann Ihr Arzt ein Absetzen empfehlen.
  • Finasterid (Propezia®) – Dieses verschreibungspflichtige Medikament in Tablettenform ist nur für Männer zugelassen. Es hemmt das Hormon, das normalerweise für die Schrumpfung des Haarfollikels verantwortlich ist. Einige Männer finden, dass die Kombination von Finasteridpillen und Minoxidiltinktur gut funktioniert. Doch wie bei Minoxidil geht auch die mögliche positive Wirkung der Finasterideinnahme verloren, sobald das Medikament abgesetzt wird. Klinische Studien haben gezeigt, dass etwa 75 Prozent der Männer, die nur Finasterid eingenommen hatten, eine Verlangsamung des Haarausfalls erlebten. Etwa die Hälfte berichtete von neuem Haarwachstum. Wenn keine positiven Ergebnisse innerhalb der ersten zwölf Monate nach der Finasteridgabe zu verzeichnen sind, sollten Sie das Medikament am besten absetzen.
  • 17a-Östradiol (Ell Cranell® alpha, Pantostin®) – Dieser in Deutschland erhältliche Wirkstoff ist sowohl für Männer als auch für Frauen zugelassen. Es handelt sich ebenfalls um eine Tinktur, die einmal täglich auf die Kopfhaut aufgetragen werden sollte. 17a-Östradiol hemmt ebenfalls die Bildung des Hormons, das für den androgenetischen Haarausfall verantwortlich ist. Studien haben ergeben, dass bei etwa 75 Prozent der Patienten eine Verbesserung des Haarwachstums festgestellt werden kann. Auch hier ist der Erfolg der Behandlung erst nach frühestens drei Monaten zu sehen.

Sprechen Sie am besten mit Ihrem Hautarzt über die verschiedenen Medikamente, um die Vor- und Nachteile besser abwägen zu können.

Chirurgische Möglichkeiten

Wenn Sie von starkem Haarausfall betroffen sind, oder Sie auf die dafür vorgesehenen Medikamente nicht ansprechen, können Sie auch operative Methoden in Betracht ziehen. Zu den Verfahren, die Sie mit Ihrem Arzt diskutieren können, gehören:

  • Haartransplantation – Das geschieht meist in mehreren Sitzungen. Winzige Mikrografts mit ein bis zwei Haaren werden operativ Ihrem Hinterkopf entnommen und in haarlose oder haararme Areale der Kopfhaut (meist Scheitel) verpflanzt. Zuerst fällt das transplantierte Haar zwar aus, wächst aber innerhalb der nächsten Monate nach. Haare in transplantierten Mikrografts wachsen so lange, wie sie an ihrer ursprünglichen Stelle in der Kopfhaut gewachsen wären.
  • Kopfhautreduktion – Bei dieser Methode wird der haarlose Teil der Kopfhaut chirurgisch entfernt und die behaarten Areale näher zusammengezogen, sodass sich die blanke Stelle etwas verkleinert.
  • Lappen-Chirurgie – Dieses Vorgehen beinhaltet das Falten und Befestigen eines behaarten Areals der Kopfhaut über einer blanken Stelle.

Haartransplantationen können mit der Lappen-Chirurgie oder der Kopfhautreduktion kombiniert werden. Aber auch Menschen, die von den Medikamenten profitieren, können eine chirurgische Lösung zusätzlich in Betracht ziehen. Operative Verfahren zur Korrektur von Haarausfall sind sehr teuer und werden nicht von den Krankenkassen ersetzt. Es gibt medizinische Risiken wie mögliche Infektionen und Schmerzen. Aber auch die Chirurgie kann keine dauerhafte Haarpracht garantieren.

Spezielle Hilfe bei kreisrundem Haarausfall

Beim kreisrunden (Alopezia areata) Haarausfall führt eine medikamentöse Behandlung leider nur selten zum Erfolg. Man vermutet, dass das körpereigene Immunsystem sich gegen die eigenen Haarwurzeln richtet. Durchblutungsfördernde Haartinkturen sollen durch eine Reizung der Kopfhaut das Wachstum wieder anregen. Beim kreisrunden Haarausfall kann Zwiebelextrakt eine haarwuchsfördernde Wirkung haben. Das jedenfalls fand eine irakische Studie heraus. Eine Gruppe von 38 Personen testete die Wirksamkeit von rotem Zwiebelsaft, der direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen wird.

Die Gruppe wurde geteilt: Die eine Hälfte trug zweimal täglich Zwiebelsaft auf die erkrankten Hautpartien, die andere Hälfte tat das Gleiche mit Leitungswasser. Bei der Zwiebelgruppe spross nach zwei Wochen erstmals das Haar. Nach sechs Wochen wuchsen bereits bei 20 Probanden die Haare. Männern (93,7 Prozent) scheint eine solche Reiztherapie mehr Erfolg zu bescheren als Frauen (71,4 Prozent). Bei kreisrundem Haarausfall scheint der Zwiebelsaft bei einigen Männern tatsächlich zu wirken, bei einer hormonell bedingten schwindenden Haarpracht gibt es jedoch keine Hoffnung. Da ist auch der Zwiebelsaft machtlos.

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Alte Kommentare
  • Jörg Krieter schrieb am 06.12.2013, 08:58 Uhr

    Sehr geehrte Frau Rossbach, ich habe diffusen Haarausfall auf der Kopfoberseite. Ist es da auch ratsam als Mann pflanzliche Hormone zu sich zu nehmen? Mit freundlichen Grüßen Jörg Krieter

  • M Knipe schrieb am 06.12.2013, 13:19 Uhr

    Und wie heißen diese Präparate? Ansonsten helfen diese Informationen wenig. MfG M.Knipe

  • Hubert Eichkorn schrieb am 06.12.2013, 15:43 Uhr

    Hallo, Auftragen von KANNE-BROTRUNK bringt mitunter den Haarwuchs wieder in Gang. mfg H.Eichkorn

  • Dr Hans Haeussler schrieb am 06.12.2013, 21:44 Uhr

    Was Sie vergessen haben zu erwähnen: Wenn man Menschen mit Haarausfall frägt, ob sie Zwiebel, Knoblauch, Lauch, Zwiebellauch, Bärlauch u.ä. essen, bekommt man fast immer die Antwort: "Nein", und zwar entweder "nie" oder "nur selten". Außerdem erfährt man auf Nachfrage auch fast immer, daß sie keine Zwiebel und erst recht keinen Knoblauch mögen. Es liegt die Vermutung nahe, daß sich in Zwiebelgewächsen ein Stoff befindet, der für die Haut und damit auch für den Haarwuchs essentiell ist. Dieser Stoff ist der in bestimmten Pflanzen organisch gebundene Schwefel (S), der vor allem in Zwiebelgewächsen enthalten ist. Bei den normalen Blutuntersuchungen wird Schwefel meist nicht analysiert, weil sich der größte Teil von ihm in den Geweben wie in der Haut und kaum im Blut befindet. Eine Haar-Mineralanalyse ergibt da einen erheblich besseren Aufschluß. Ich empfehle jedem/jeder, der sich seine/ihre Haarpracht auf Dauer erhalten will, regelmäßig, mindestens 1x tägl. Zwiebelgewächse, möglichst im frischen, rohen Zustand mit der Nahrungsaufnahme zu verzehren. Dies verbessert nicht nur den Zustand der äußeren Haut und damit der Haare sondern auch die Gesundheit der inneren Häute und der Schleimhäute (in Venen und Arterien, im gesamten Gastrointestinaltrakt vom Mund bis zum Darmausgang, im gesamten respiratorischen Bereich einschließlich der Nebenhöhlen, im gesamten Urogenitalbereich usw.) und natürlich den gesundheitlichen Zustand sämtlicher Hand- und Fußnägel, da diese entwicklungsgeschichtlich ebenfalls Teile der Haut sind.

    • danny antwortete am 14.12.2013, 09:36 Uhr

      Hallo Herr Dr. Haeussler, in welchen Mengen sollte man die oben genannten Lebensmittel denn verzehren ? Ich esse sehr gerne Knoblauch und Lauchzwiebeln. Nur halt nicht in großen Mengen. Mfg Danny

    • Dr Hans Haeussler antwortete am 14.12.2013, 21:05 Uhr

      @danny: Hallo, zu Ihrer Frage bez. Menge: Nachfolgend meine Empfehlungen: Essen Sie so viel wie Ihnen schmeckt und wie Ihnen gut tut. Knoblauch ist ein Gewürz. Gewürze dosiert man nicht hoch. 1 bis 2 Zehen, je nach Größe, sind i. O., aber in D natürlich möglichst nur am Samstag, da hier die meisten unserer meist lieben und tüchtigen Landsleute wegen des Geruchs mit gesellschaftlicher Ausgrenzung bis zur persönlichen Anfeindung (aus Unwissenheit) reagieren, den man aber nicht bemerkt, wenn die Kontaktpersonen selbst Knoblauch gegessen haben. Knoblauch ist am wirksamsten, wenn man ihn roh ißt. (Von K.-Kapseln halte ich nicht viel, außer sie sind sehr frisch!) wobei der ältere Knoblauch anti-arthereiosklerotisch wirkt, also gegen Arterienverkalkung, (das grüne innere Keimblatt sollte man allerdings entfernen, weil es zyanidhaltig sei), und der frische rohe Knoblauch hypotonisch, also nicht so gut für Leute mit niedrigem Blutdruck. Zwiebel sind sowohl Gewürz als auch Gemüse und sogar bei manchen Ethnien Salat. Wenn man Zwiebel anröstet oder andünstet, verleihen sie jedem Gericht, das man in ihnen dann zubereitet, einen besseren, intensiveren Geschmack, egal ob Suppe oder Gemüse oder Fleisch, oder Käse- oder Fischspeisen etc. In jeden Salat gehören gewürfelte oder geschnittene frische, rohe Zwiebel. Die Menge sollte hoch sein, aber natürlich nicht zu hoch (1 - 2 mittelgroße Zwiebel pro großer Schüssel Salat für 4 Personen, also pro Person ca. einen halben Zwiebel.) Und dann gibt es noch den Zwiebelsalat, der nur aus fein gehobelten Zwiebeln besteht, also sozusagen ein Wurstsalat ohne Wurst, angemacht mit Apfelessig, Salz (unbedingt Salz ohne Jod- und ohne Fluorzusätze verwenden!), Speiseöl, Kräuter und Gewürze, oder alternativ anstelle von Essig mit Buttermilch, Kefir o.ä. oder mit Zitrone oder Limone. Besonders schmackhaft und gesundheitlich wirksam sind Zwiebel, wenn man sie, zu feinen Scheibenringen hobelt, auf einem Teller oder Holzbrett ausbreitet und ca. 1/2 Tag zur Oxydation ihrer Schnittflächen stehen läßt. Sie verlieren damit an Schärfe, gewinnen aber an Wohlgeschmack und biologischer Wirksamkeit. Stark säuernde Lebensmittel wie Fisch, Wurst, Fleisch und Käse sollte man immer (!!) mit Zwiebeln oder/und Knoblauch essen zu ihrer besseren Verträglichkeit. Für Zwieblauch, Bärlauch gilt analoges, aber Grünzeug generell immer roh, also am Ende der Zubereitungsarbeit im Teller über das Gericht fein geschnitten streuen. Zwiebelgewächse werden in allen Kulturen verzehrt, nur der Mensch in der modernen Hyperzivilisation ist dabei immer mehr den Ernährungskontakt zu dieser gesundheitlich so wichtigen Kulturpflanzengattung zu verlieren. Diese sind aber auch genau die Länder, wie Sie ja wissen, in den die Alopezie (Haarausfall bis zur Glatze) gehäuft auftritt. Was Zwiebel, Knoblauch und Co. allerdings nicht verhindern können, ist das Ergrauen der Haare, was zur Ursache, wie Sie sicherlich wissen, einen sehr starken psychischen Einflußfaktor hat.