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Haare: Der Spiegel der Gesundheit

Dichtes, glänzendes Haar steht für Gesundheit und Attraktivität. Und tatsächlich ist es nicht nur kosmetisch relevant, wenn das Kopfhaar dünner wird. Es kann ein Hinweis auf gesundheitliche Probleme sein.

Wie kommt es zum Haarausfall?

Dr. Thomas B. Fischer, Experte für klinische Zellbiologie in Düsseldorf: „Es gibt viele Gründe, warum Menschen vermehrt Haare verlieren. Erbfaktoren spielen hier genauso eine Rolle wie chronische Krankheiten, Stress und zunehmend auch umweltbedingte Ursachen.“ Umwelteinflüsse wie Toxine, Medikamente oder Stress können der Haarstruktur langfristig schaden. Ebenso verhält es sich mit Schlafmangel, einem Übermaß an Sonneneinstrahlung oder Fehlernährung.

Die Kopfhaut ist einer der aktivsten Teile unseres Körpers. Haarfollikel sind eine der teilungsaktivsten Zellen. Haarzellen speichern daher Umweltgifte besonders gut. So kann es beispielsweise durch eine vermehrte Einnahme von belasteten Lebensmitteln zu Unverträglichkeiten und Haarausfall kommen.

Die Kopfhaut reagiert auf Stress

Ein Problem sind Zahnersatzmaterialien, die Nickel, Chrom oder Kobalt, sowie Quecksilber, Formaldehyd und Methylmethacrylat enthalten. Solche Substanzen gelangen über die Blutbahn bis in die Haarwurzeln. Die Kopfhaut versucht dann, sie schnellstmöglich loszuwerden. Daher kommt es zu Haarausfall. Manche Arzneimittel-Wirkstoffe können Haarausfall fördern, ein Beispiel sind Krebsmedikamente.

Nicht nur von außen zugeführte Substanzen können die Leistungskraft der Follikel behindern, sondern auch eine gestörte Nachtruhe und Schlafmangel. Die Folge kann chronische Übermüdung sein. Diese erlebt der Körper genauso als Stress wie dauerhafte Überbelastung im Büro. Da die Kopfhaut für den Abbau des „Stresshormons“ Cortisol zuständig ist, kann das Haarausfall auslösen. Unter Stress spannen viele Betroffene Nacken-, Kiefer- und Schädelmuskulatur an. So behindern sie die Durchblutung der Kopfhaut. Damit leidet die Sauerstoffversorgung der Follikel. Fehlt dann noch Schlaf zur Regeneration, bildet sich ein ungesunder Kreislauf, der Kopfhaut und Haare in Mitleidenschaft zieht.

Ernährung ist das A und O für Ihre Haare

Typischerweise nehmen im Herbst und Frühjahr die Klagen über vermehrten Haarausfall zu. Eine mögliche Erklärung für Haarausfall im Frühling ist der Übergang von wenig Tageslicht im Winter zu viel Sonne in den Sommermonaten. Hier spielen die Hormone eine Rolle, da der Organismus auf Veränderungen der Tageslänge mit hormonellen Umstellungen reagiert. Fallen die Haare verstärkt im Herbst aus, könnte das an einem Übermaß an UV-Strahlung liegen. Sie bildet im Körper giftige freie Radikale.

Haare wachsen nur dann kräftig, wenn ihnen „Baustoffe“ zur Verfügung stehen. Zum Wachstum benötigt das Haar eine gesunde Ernährung. Diese besteht außer Eiweißen aus Vitaminen und Spurenelementen. Zink beispielsweise ist an der Bildung von Kollagen und Keratin beteiligt. Eisen und andere Mikronährstoffe braucht das Haar, um sich zu entwickeln.

Dänische Haarpflege

Zusätzlich setzen zum Beispiel die dänischen Spezialisten Hårklinikken auf eine individuelle pflanzliche Therapie. Nach einer kostenlosen Haar- und Kopfhautanalyse stellen die Spezialisten für jeden Klienten ein Extrakt zusammen. Mittels spezifischer Pflanzenauszüge, Fettsäuren aus Milchbakterien oder Aminofettsäuren reinigt und beruhigt er die Kopfhaut und sorgt für gute Durchblutung. Hårklinikken verwendet über 200 Extrakte, die sie während der Behandlung immer wieder individuell anpassen. Zusätzlich setzen sie speziell entwickelte Shampoos ein.

Gönnen Sie Ihren Haaren nährende Öle

Im Winter sind die Haare einigen Strapazen ausgesetzt: Heizungsluft in den Räumen, dicke Wollmützen oder eisige Kälte im Freien trocknen sie aus und lassen sie stumpf aussehen. Nicht selten juckt dann die Kopfhaut und wird schuppig. Schnelle Hilfe bringt Ihnen bei diesem Problem eine Ölmassage, die Haaren und Kopfhaut das entzogene Fett zurückgibt. Mischen Sie jeweils 20 ml Oliven-, Mandel- und Rizinusöl (aus der Apotheke) und massieren Sie die Mischung in kreisenden Bewegungen am Abend in die Kopfhaut ein. Wickeln Sie ein Handtuch um den Kopf und lassen Sie die Öle über Nacht einwirken. Waschen Sie am nächsten Morgen Ihre Haare wie gewohnt. Trocknen Sie Ihre Haare schonend, indem Sie beim Föhnen die niedrigste Hitzestufe wählen.

Auch mit Nahrungsergänzung können Sie Ihren Haaren in den kalten Monaten etwas Gutes tun: Nehmen Sie kurmäßig ägyptisches Schwarzkümmelöl (aus der Apotheke) ein. Die darin enthaltene Gamma-Linolensäure wirkt wie ein „Einfetten von innen“. Fügen Sie dazu einfach jedes Mal Ihrem Salatdressing ein paar Tropfen von dem Öl bei.

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