Haarausfall: Welche Medikamente helfen können
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Mehrere Medikamente, Minoxidil, Finasterid, und 17a-Östradiol, sind von den Gesundheitsbehörden für die Behandlung der androgenetischen Alopezie zugelassen.
Minoxidil (Rogaine®, Generika) ist rezeptfrei für Männer und Frauen erhältlich. Es ist eine Flüssigkeit, die 2-mal täglich in die Kopfhaut eingerieben wird. Bei etwa 40 bis 45% der männlichen Patienten verlangsamt sich der Haarausfall, während nur 30 bis 35% der Frauen das gleiche Ergebnis erzielen werden. Minoxidil scheint besonders effektiv zu Beginn des Haarausfalls zu sein.
Meistens muss Minoxidil über 6 Monate 2-mal täglich angewendet werden, um eine Wirkung zu zeigen. Und anfänglich können die Haare sogar dünner und blasser werden.
Es kann 1 bis 2 Jahre dauern, ehe die Haare wieder ihre ursprüngliche Dicke, Länge und Farbe haben. Zu den Nebenwirkungen können Hautrockenheit und Juckreiz gehören.
Wenn Minoxidil abgesetzt wird, können die Haare aufhören zu wachsen. Wenn innerhalb von 6 Monaten keine zufrieden stellenden Ergebnisse vorliegen, kann Ihr Arzt eine andere Therapie vorschlagen.
Bei 75% der Betroffenen verbessert sich das Haarwachstum
Einige Hautärzte empfehlen 17a-Östradiol (Ell Cranell alpha®, Pantostin®). Auch dieser rezeptfreie Wirkstoff wird von außen auf die Kopfhaut geträufelt, allerdings nur 1-mal täglich. 17a-Östradiol hemmt die Wirkung von Testosteron in der Kopfhaut von Männern und Frauen.
Erste Studien haben ergeben, dass bei etwa 75% der Patienten eine Verbesserung des Haarwachstums festgestellt werden kann. Auch hier ist der Erfolg der Behandlung erst nach 3 bis 6 Monaten zu sehen. Nebenwirkungen sind nicht bekannt, jedoch sollte die Substanz nicht mit den Augen oder Schleimhäuten in Kontakt gebracht werden.
Finasterid (Propecia) ist der einzige zugelassene Wirkstoff in Pillenform. Das verschreibungspflichtige Medikament ist nur für Männer zugelassen. Ähnlich wie bei Minoxidil oder 17a-Östradiol dauert es einige Monate, ehe erste Ergebnisse der Behandlung sichtbar werden.
In Studien mit über 1.800 Männern führte Finasterid zu einem Stopp des Haarausfalls bei über 80% der Männer, die den Wirkstoff erhielten. Teilweise wurde sogar vom Aussprießen neuer Haare berichtet. Die meisten Teilnehmer stellten eine Verbesserung ihrer Haarfülle fest.
Etwa 1% bemerkten Nebenwirkungen, darunter verminderte Libido und Impotenz. Der Wirkstoff kann auch zur Verfälschung eines Tests führen, mit dem Prostatakrebs nachgewiesen wird.
Frauen nach den Wechseljahren, die unter der androgenetischen Alopezie leiden, können von ihren Ärzten eine Hormon-Ersatztherapie vorgeschlagen bekommen, um den Haarausfall zu stoppen. Das kann ebenso effektiv sein wie die medikamentösen Behandlungen bei Männern.