Haarausfall: Traubensilberkerze kann helfen
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Nur wenige Substanzen, die sich auf dem Haarwuchsmittel-Markt tummeln, haben ihre Wirksamkeit tatsächlich wissenschaftlich belegen können. Dazu zählen z. B. die verschreibungspflichtigen Präparate Propecia® (nur für Männer) und Regaine®, das seit wenigen Monaten auch für Frauen zugelassen ist. Allerdings kann es bei der Anwendung dieser Präparate zu Nebenwirkungen wie sexueller Unlust, Potenzstörungen oder Hautreizungen kommen. Bei Frauen, die mit Regaine® behandelt werden, sprießen in seltenen Fällen auch die Barthaare.
Wesentlich verträglicher, aber von gleicher Wirkung ist dagegen ein pflanzliches Präparat, das Extrakte der Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) enthält (Handelsname: CiMi®, Monatsbedarf etwa 20 €). Dermatologen der Universität Bochum haben das rezeptfreie Tonikum im Jahr 2003 an 20 Patienten mit hormonell bedingtem Haarausfall über ein halbes Jahr lang getestet. Ihr Fazit: „Das Wirkungsergebnis ist als hervorragend zu bezeichnen." Es waren wieder deutlich mehr Haare in die Wachstumsphase eingetreten als vor der Behandlung auf bereits gelichteten Stellen wuchsen neue Haare nach. Der Extrakt ist für Männer und Frauen gleichermaßen geeignet. Cimicifuga hat östrogenartige Wirkungen und wird bereits seit langem gegen Beschwerden in den Wechseljahren eingesetzt.
Für welche Behandlungsform Sie sich auch entscheiden: Fast immer gelingt es, den Haarausfall zumindest zu stoppen. Daher ist es wichtig, so früh wie möglich mit der Behandlung zu beginnen. In vielen Fällen können kahle Stellen sogar wieder mit neuen Haaren bedeckt werden.