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Diese Mittel helfen Ihnen wirklich gegen Haarausfall

Wenn hinter Ihrem Haarausfall ein unerkannter Vitalstoffmangel steckt, hilft Ihnen Folgendes:

Vitalstoffmangel als Grund für Haarausfall

  • Zink (Tagesdosis 15 bis 25 mg) unterdrückt die schädliche Wirkung des männlichen Hormons Testosteron in der Haarwurzel.
  • Biotin (Tagesdosis 2,5 bis 5 mg) gehört zu den B-Vitaminen und fördert Stoffwechselreaktionen, die für das Haarwachstum wichtig sind. Dazu gehört etwa der Einbau schwefelhaltiger Aminosäuren.
  • Vitamin B6 (2 bis 5 mg) verhindert übermäßige Zinkverluste des Körpers über die Nieren.

Entsprechende Präparate erhalten Sie in Apotheken und Drogerien (Monatsbedarf 10 bis 20 Euro). Empfehlenswerte Vitalstoffgemische enthalten ebenfalls die Präparate Pantovigar® und Priorin® (Monatsbedarf 90 bzw. 35 Euro).

Gegen hormonell bedingten Haarausfall stehen darüber hinaus folgende Präparate zur Verfügung:

  • Regaine® (rezeptfrei, für Männer und Frauen; Monatsbedarf 20 bis 30 Euro); mögliche Nebenwirkungen: Juckreiz und Hautrötungen
  • Propecia® (rezeptpflichtig, nur für Männer; Monatsbedarf 60 Euro); mögliche Nebenwirkungen: vermindertes sexuelles Verlangen, Potenzstörungen oder Hautrötungen
  • CiMi® (rezeptfreies pflanzliches Präparat aus Traubensilberkerze für Männer und Frauen; Monatsbedarf 20 Euro).

Prostatamedikament gegen Glatzenbildung?

Es verhilft Ihnen nicht wieder zu einer vollen Haarpracht. Doch es bremst weiteren Haarverlust oder regt zusätzlichen Wuchs bei einigen Personen an. Die Food and Drug Administration (amerikanische Gesundheitsbehörde) ließ im Dezember 1997 das Medikament Finasterid (bzw. Finasteride) zur Behandlung der männlichen Glatzenbildung zu.

Das Medikament wurde ursprünglich für die Behandlung der Prostatavergrößerung zugelassen. Die Wissenschaftler wandten sich der Erforschung seines Potentials beim Haarwuchs zu, nachdem einige Patienten mit typisch männlicher Glatzenbildung das Sprießen von neuen Haaren entdeckten. Das neue Medikament vertreibt man in den USA unter dem Handelsnamen Propecia®. In Deutschland ist es unter dem Handelsnamen Proscar® als Prostatamittel erhältlich und verschreibungspflichtig. Jedoch enthält es 5 mg Finasterid, im Gegensatz zu Propecia®, das nur 1 mg enthält.

Stoppt Wachstum neuer Haare und weiteren Haarverlust

In klinischen Studien, an der mehr als 1.800 Männer teilnahmen, rief Finasterid das Wachstum neuer Haare hervor oder verhütete weiteren Haarverlust bei 80 Prozent derer, die das Medikament einnahmen. Bei den meisten Männern gab es leichte bis mäßige Verbesserungen im neuen Haarwuchs. Sie müssen das Medikament ständig einnehmen, um seine Wirkung aufrecht zu erhalten. Nebenwirkungen stellen verminderte Libido und Impotenz dar. Diese Nebenwirkungen traten selten auf und verschwanden nach Absetzen des Medikaments.

Das Medikament ruft ebenfalls einen falsch niedrigen PSA-Test (Prostataspezifisches Antigen) hervor wie bei der höheren Dosis, die man bei Prostataleiden anwendet. Propecia® ist nicht für Frauen zugelassen, da es Missbildungen in der Schwangerschaft verursacht. Man erforschte es nicht ausreichend bei Frauen, um eine Aussage über seine Unbedenklichkeit und Wirksamkeit zu machen.

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