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Grundlagenwissen zum Thema Haarausfall

Der Haarschaft, also der sichtbare äußere Teil, setzt sich aus Rinde und Mark zusammen. Die Rinde besteht aus kompakten Korneozyten (Hornhautzellen) und das Mark bildet sich aus einem Flechtwerk von Keratinfasern. Aus diesem Aufbau ergibt sich die große mechanische Festigkeit des Haares.

Symbol für Jugend und Vitalität

Innerhalb der Haut liegt die Haarwurzel, die sich nach unten zur Haarzwiebel erweitert. In diese ist die bindegewebige Haarpapille eingestülpt. Von hier aus produziert der Körper über so genannte Keratinozyten das Haar.

In vielen Kulturen symbolisiert volles Haar Jugend und Vitalität. Aus diesem Grund verwundert es nicht, wenn Sie sich wegen eines Ausdünnens der Haare sorgen. Obwohl dieses Phänomen beide Geschlechter betrifft, kann man es besser denn je behandeln. Das Spektrum der Möglichkeiten und ein aggressives Marketing erschweren die Frage, welche Behandlung am besten für Sie ist. Ein Gespräch mit Ihrem Hautarzt erleichtert die Antwort.

Die androgenetische Alopezie

Erblich bedingter Haarausfall, die androgenetische Alopezie, ist für 99 Prozent der Haarverluste verantwortlich. Ursache ist die vererbte Empfindlichkeit der Haarwurzeln für das männliche Hormon Testosteron, das in geringen Mengen bei Frauen vorhanden ist. Im Gegensatz zu Haarausfall durch eine Krankheit oder nicht erbliche Faktoren, gehen die Haare bei der androgenetischen Alopezie unwiederbringlich verloren und wachsen nicht nach. Das Wachstum der Haare verlangsamt sich über viele Jahre, während denen die Haarwurzeln immer weiter schrumpfen und die Haare immer dünner werden.

Schließlich stellen die Haarwurzeln die Produktion von Haaren völlig ein. Wenn man vorher mit der Behandlung beginnt, kann man den Haarausfall verlangsamen oder stoppen. In seltenen Fällen wachsen neue Haare. Bei vielen Männern beginnt der Haarausfall an der Stirn. Der Haaransatz weicht zurück, sodass sich Geheimratsecken ausbilden. Später dünnen die Haare am Hinterkopf aus, bis die typische Tonsur erscheint. Bei Frauen verläuft der erblich bedingte Haarausfall in der Regel nach einem anderen Muster. Dabei dünnen die Haare gleichmäßig aus, besonders auf der Oberseite des Kopfes.

Alopezie bei Männern und Frauen

Die androgenetische Alopezie ist vor allem unter Männern verbreitet und beginnt in jungen Jahren. Betroffen sind ein Drittel aller 30-Jährigen, die Hälfte aller 50-Jährigen und 70 Prozent aller 70-Jährigen. Fast alle Männer erleben einen Rückgang der Haare in ihrem Leben. Aus dem Grund ist eine Glatze bei älteren Männern nicht ungewöhnlich.

Obwohl Frauen in manchen Fällen bereits mit 25 Jahren beginnenden Haarausfall beobachten, setzt ein deutlicher Verlust nach den Wechseljahren ein. Eine neuere Studie stellte fest, dass über zwei Drittel aller Frauen nach den Wechseljahren unter Haarausfall leiden. Obwohl ihre Haare dünner und blasser aussehen, verlieren Frauen selten alle Kopfhaare.

Alternative Ursachen für Haarausfall

Nicht immer ist der Haarausfall auf eine androgentische Alopezie zurückzuführen. Bei einigen Menschen, vor allem bei Frauen vor den Wechseljahren, beruht der Haarverlust manchmal auf einem Ungleichgewicht der Hormone (z. B. kurz nach der Schwangerschaft) oder einem Vitaminmangel.

Sowohl bei Männern als auch bei Frauen gibt es eine deutliche erbliche Komponente. Wenn Ihr Vater oder Ihre Mutter Haarausfall hatten, tritt er wahrscheinlich bei Ihnen auf.

Tipps für die Haarpflege

Frauen mit empfindlichem Haar sollten einige Punkte beherzigen:

  • nicht öfter als ein- bis zweimal pro Woche mit milden Shampoos (evtl. Baby-Shampoos) waschen
  • nicht heiß föhnen; dies schädigt die Haarwurzel und beschleunigt den Haarausfall
  • Vorsicht bei Dauerwellen und anderen strapazierenden Prozeduren
  • keine harten Bürsten verwenden; keine straffen Frisuren tragen
  • Haare brauchen Luft und Feuchtigkeit: probieren Sie Ölpackungen (z. B. mit Olivenöl) vor der Haarwäsche aus
  • das nasse Haar ganz vorsichtig kämmen
  • Haar vor zu viel Sonneneinstrahlung schützen (Tuch oder Hut)
  • ausgewogene, vitaminreiche Ernährung inklusive der Spurenelemente Eisen, Zink und Kupfer
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