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Wichtige Informationen zum Thema Haarausfall

Haarausfall ist ein bedeutendes Thema, das jeden treffen kann – nicht nur Männer! Ein Verlust der Kopfbehaarung ist auch nicht nur erblich bedingt, sondern kann durchaus auch andere Gründe haben. Lesen Sie hier, wie es zum Haarausfall kommen kann und welche Formen es gibt.

Inhalt

Symbol für Jugend und Vitalität

Der Haarschaft, also der sichtbare äußere Teil, setzt sich aus Rinde und Mark zusammen. Die Rinde besteht aus kompakten Korneozyten (Hornhautzellen) und das Mark bildet sich aus einem Flechtwerk von Keratinfasern. Aus diesem Aufbau ergibt sich die große mechanische Festigkeit des Haares.

Innerhalb der Haut liegt die Haarwurzel, die sich nach unten zur Haarzwiebel erweitert. In diese ist die bindegewebige Haarpapille eingestülpt. Von hier aus produziert der Körper über so genannte Keratinozyten das Haar.

In vielen Kulturen symbolisiert volles Haar Jugend und Vitalität. Aus diesem Grund verwundert es nicht, wenn Sie sich wegen eines Ausdünnens der Haare sorgen. Obwohl dieses Phänomen beide Geschlechter betrifft, kann man es besser denn je behandeln. Das Spektrum der Möglichkeiten und ein aggressives Marketing erschweren die Frage, welche Behandlung am besten für Sie ist.

Tipps für die Haarpflege

Frauen mit empfindlichem Haar sollten einige Punkte beherzigen:

  • nicht öfter als ein- bis zweimal pro Woche mit milden Shampoos (evtl. Baby-Shampoos) waschen
  • nicht heiß föhnen; dies schädigt die Haarwurzel und beschleunigt den Haarausfall
  • Vorsicht bei Dauerwellen und anderen strapazierenden Prozeduren
  • keine harten Bürsten verwenden; keine straffen Frisuren tragen
  • Haare brauchen Luft und Feuchtigkeit: probieren Sie Ölpackungen (z. B. mit Olivenöl) vor der Haarwäsche aus
  • das nasse Haar ganz vorsichtig kämmen
  • Haar vor zu viel Sonneneinstrahlung schützen (Tuch oder Hut)
  • ausgewogene, vitaminreiche Ernährung inklusive der Spurenelemente Eisen, Zink und Kupfer

Haare: Der Spiegel der Gesundheit

Dichtes, glänzendes Haar steht für Gesundheit und Attraktivität. Und tatsächlich ist es nicht nur kosmetisch relevant, wenn das Kopfhaar dünner wird. Es kann ein Hinweis auf gesundheitliche Probleme sein.

Wie kommt es zum Haarausfall?

Dr. Thomas B. Fischer, Experte für klinische Zellbiologie in Düsseldorf: „Es gibt viele Gründe, warum Menschen vermehrt Haare verlieren. Erbfaktoren spielen hier genauso eine Rolle wie chronische Krankheiten, Stress und zunehmend auch umweltbedingte Ursachen.“ Umwelteinflüsse wie Toxine, Medikamente oder Stress können der Haarstruktur langfristig schaden. Ebenso verhält es sich mit Schlafmangel, einem Übermaß an Sonneneinstrahlung oder Fehlernährung.

Bei einigen Menschen – vor allem bei Frauen vor den Wechseljahren – beruht der Haarverlust manchmal auf einem Ungleichgewicht der Hormone (z. B. kurz nach der Schwangerschaft) oder einem Vitaminmangel.

Sowohl bei Männern als auch bei Frauen gibt es eine deutliche erbliche Komponente. Wenn Ihr Vater oder Ihre Mutter Haarausfall hatten, tritt er wahrscheinlich bei Ihnen auf.

Die Kopfhaut ist einer der aktivsten Teile unseres Körpers. Haarfollikel sind eine der teilungsaktivsten Zellen. Haarzellen speichern daher Umweltgifte besonders gut. So kann es beispielsweise durch eine vermehrte Einnahme von belasteten Lebensmitteln zu Unverträglichkeiten und Haarausfall kommen.

Haarausfall: Formen

Es gibtunterschiedliche Arten des Haarausfalls: den kreisrunden, den diffusen und den hormonell beeinflussten („androgenetischen“) Haarausfall.

Beim kreisrunden Haarausfall beschränkt sich der Verlust auf eng umgrenzte Gebiete der Kopfhaut. Als Ursache vermutet man eine fehlgeleitete Immunreaktion. Dagegen sind unter Umständen beim diffusen Haarausfall sämtliche Bereiche betroffen. Hier versorgt der Körper die Haarwurzeln nicht ausreichend mit Nährstoffen.

Die mit Abstand häufigste Form stellt der hormonell bedingte Haarausfall dar. Schuld daran sind vor allem die männlichen Hormone (Androgene). Durch eine erbliche Vorbelastung reagieren die Wachstumszonen der Haare empfindlich auf die Hormone und stellen die Haarproduktion ein. Da auch der weibliche Organismus Androgene (z. B. Testosteron) produziert, betrifft diese Form auch Frauen.

Als typische Kennzeichen des androgenetischen Haarausfalls gelten „Geheimratsecken“ und erste lichte Stellen am Hinterkopf bei Männern. Wenn Ihnen die Haare ausgehen, sollten Sie zunächst überprüfen, ob äußere Faktoren wie Arzneimittel, Stress oder Ernährungsmängel die Ursache bilden. Schuld können auch innere Erkrankungen sein.

Diese Krankheiten können schuld am Haarausfall sein:

  • Schilddrüsenerkrankungen
  • entzündliche Hauterkrankungen (z. B. Lupus erythematodes, Ekzeme)
  • Anämie (Blutarmut)
  • Infektionen (z. B. Borreliose)
  • hohes Fieber (über mehrere Tage)
  • Magen-Darm-Erkrankungen (mit verminderter Nährstoffaufnahme)
  • Eierstockzysten

Faktoren, welche den Haarausfall begünstigen:

  • Arzneimittel: Chemotherapeutika bei Krebspatienten sowie eine Reihe gängiger Wirkstoffe, z. B. Antiepileptika, Cholesterinsenker, blutverdünnende Mittel (z. B. Marcumar®), Betablocker und Schilddrüsenmedikamente
  • Ernährungsmängel: „Crash-Diäten“, bei denen man mehrere Kilo pro Woche abspeckt; schleichende Vitalstoffmängel durch zu wenig Obst, Gemüse oder Vollkornprodukte
  • falsche Haarpflege: Unverträglichkeiten von Shampoos, Färbemitteln oder bei Dauerwellen, straff zusammengebundene Haare
  • Hormone: Umstellungsphasen wie Schwangerschaft, Wechseljahre oder das Absetzen von Hormonpräparaten
  • Umweltgifte: Schwermetalle wie Blei, Cadmium und Quecksilber

Auch ein Mangel an Vitalstoffen kann schuld sein!

Normalerweise ist ein Vitalstoffmangel, der zu Haarausfall führt, recht selten – wenn Sie sich richtig ernähren. Dazu gehört, dass Sie tatsächlich die fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag verzehren und solche Lebensmittel wählen, die gerade Saison haben. Zudem sollten Sie sie möglichst ungekocht essen, um die Vitalstoffe nicht durch Hitze zu zerstören.

Leider schaffen das nicht alle Menschen – hier kommt es dann zu Vitalstoffmängeln und daraus resultierend kann auch Haarausfall auftreten. Auch Eisenmangel bei Frauen kann ein Grund sein – ebenso wie Mangel an Eiweiß, der häufig bei Crash-Diäten auftritt.

Wenn Sie beobachten, dass Ihnen mehr als die normalen 80 bis 100 Haare pro Tag ausfallen und das über mehrere Wochen hinweg, sollten Sie einen Hautarzt aufsuchen. Wenn dieser einen Pilz und ähnliche Ursachen ausgeschlossen hat, kann er durch eine Blutuntersuchung eventuelle Vitalstoffmängel als Ursache feststellen.

Lesen Sie hier wie Sie sich haargerecht ernähren können.

Die Kopfhaut reagiert auf psychische Belastungen

Ein Problem sind Zahnersatzmaterialien, die Nickel, Chrom oder Kobalt, sowie Quecksilber, Formaldehyd und Methylmethacrylat enthalten. Solche Substanzen gelangen über die Blutbahn bis in die Haarwurzeln. Die Kopfhaut versucht dann, sie schnellstmöglich loszuwerden. Daher kommt es zu Haarausfall. Manche Arzneimittel-Wirkstoffe können Haarausfall fördern. Ein Beispiel sind Krebsmedikamente.

Nicht nur von außen zugeführte Substanzen können die Leistungskraft der Follikel behindern, sondern auch eine gestörte Nachtruhe und Schlafmangel. Die Folge kann chronische Übermüdung sein. Diese erlebt der Körper genauso als Stress wie dauerhafte Überbelastung im Büro. Da die Kopfhaut für den Abbau des „Stresshormons“ Cortisol zuständig ist, kann das Haarausfall auslösen.

Unter Stress spannen viele Betroffene Nacken-, Kiefer- und Schädelmuskulatur an. So behindern sie die Durchblutung der Kopfhaut. Damit leidet die Sauerstoffversorgung der Follikel. Fehlt dann noch Schlaf zur Regeneration, bildet sich ein ungesunder Kreislauf, der Kopfhaut und Haare in Mitleidenschaft zieht.

Ernährung ist das A und O für Ihre Haare

Typischerweise nehmen im Herbst und Frühjahr die Klagen über vermehrten Haarausfall zu. Eine mögliche Erklärung für Haarausfall im Frühling ist der Übergang von wenig Tageslicht im Winter zu viel Sonne in den Sommermonaten. Hier spielen die Hormone eine Rolle, da der Organismus auf Veränderungen der Tageslänge mit hormonellen Umstellungen reagiert.

Fallen die Haare verstärkt im Herbst aus, könnte das an einem Übermaß an UV-Strahlung liegen. Sie bildet im Körper giftige freie Radikale. Haare wachsen nur dann kräftig, wenn ihnen „Baustoffe“ zur Verfügung stehen. Zum Wachstum benötigt das Haar eine gesunde Ernährung. Diese besteht außer Eiweißen aus Vitaminen und Spurenelementen.

Zink beispielsweise ist an der Bildung von Kollagen und Keratin beteiligt. Eisen und andere Mikronährstoffe braucht das Haar, um sich zu entwickeln.

Dänische Haarpflege

Zusätzlich setzen zum Beispiel die dänischen Spezialisten Hårklinikken auf eine individuelle pflanzliche Therapie. Nach einer kostenlosen Haar- und Kopfhautanalyse stellen die Spezialisten für jeden Klienten ein Extrakt zusammen.

Mittels spezifischer Pflanzenauszüge, Fettsäuren aus Milchbakterien oder Aminofettsäuren reinigt und beruhigt er die Kopfhaut und sorgt für gute Durchblutung. Hårklinikken verwendet über 200 Extrakte, die sie während der Behandlung immer wieder individuell anpassen. Zusätzlich setzen sie speziell entwickelte Shampoos ein.

Gönnen Sie Ihren Haaren nährende Öle

Im Winter sind die Haare einigen Strapazen ausgesetzt: Heizungsluft in den Räumen, dicke Wollmützen oder eisige Kälte im Freien trocknen sie aus und lassen sie stumpf aussehen. Nicht selten juckt dann die Kopfhaut und wird schuppig. Schnelle Hilfe bringt Ihnen bei diesem Problem eine Ölmassage, die Haaren und Kopfhaut das entzogene Fett zurückgibt.

Mischen Sie jeweils 20 ml Oliven-, Mandel- und Rizinusöl (aus der Apotheke) und massieren Sie die Mischung in kreisenden Bewegungen am Abend in die Kopfhaut ein. Wickeln Sie ein Handtuch um den Kopf und lassen Sie die Öle über Nacht einwirken. Waschen Sie am nächsten Morgen Ihre Haare wie gewohnt. Trocknen Sie Ihre Haare schonend, indem Sie beim Föhnen die niedrigste Hitzestufe wählen.

Auch mit Nahrungsergänzung können Sie Ihren Haaren in den kalten Monaten etwas Gutes tun: Nehmen Sie kurmäßig ägyptisches Schwarzkümmelöl (aus der Apotheke) ein. Die darin enthaltene Gamma-Linolensäure wirkt wie ein „Einfetten von innen“. Fügen Sie dazu einfach jedes Mal Ihrem Salatdressing ein paar Tropfen von dem Öl bei.

Haarausfall oder Haarpracht in der Schwangerschaft – jede Frau reagiert anders

Eine große Herausforderung während einer Schwangerschaft ist die hormonelle Umstellung. Die meisten Frauen beobachten sich dabei mit Begeisterung, die Haut wird straffer, bekommt einen frischen, strahlenden Teint, die Haare werden kräftiger und voller. Manch andere Frau hat aber das Pech, diese positive Umstellung nicht zu erfahren und hat mit trockener, rissiger Haut zu kämpfen. Auch ist Haarausfall bei Frauen in der Schwangerschaft ein großes Problem.

Schwanger sein heißt, dem Körper Ruhe gönnen

Für jede Frau ist die Schwangerschaft ein einschneidendes Ereignis. Alles wird bewusster erlebt, sonst so wichtige Dinge im Alltag dringen in den Hintergrund. Im Kopf dreht sich alles um die Zukunft, was alles noch zu erledigen ist.

Stress sollten Sie unbedingt vermeiden, denn Stress ist übertragbar auf Ihr Kind, auf Ihre Haut, auf Ihre Haare, auf Ihr allgemeines Wohlbefinden. Haarausfall bei Frauen ist dabei oft stressbedingt. Gönnen Sie sich Entspannungsphasen und vor allem lange Pflegephasen. Bei trockener Haut können Sie schon auf die Pflegeprodukte für Ihr Baby zugreifen.

Produkte mit Pflegeölen sind die reinste Wonne für Ihre Haut. Verwöhnen Sie nach dem Duschen oder Baden Ihre Haut mit einem Babyöl. Es ist frei von chemischen Zusatzstoffen und angereichert mit pflanzlichen Ölen. Eine leichte Massage wird nicht nur dem Ungeborenen gefallen, das schmeichelt ebenfalls Ihrer Haut.

So viele Haare dürfen Sie täglich verlieren

Etwa zwei Millionen Haare wachsen verteilt über Ihren ganzen Körper. Jedes der Kopfhaare wächst bei einem gesunden Menschen mit einer Geschwindigkeit von rund einem Zentimeter im Monat. Dies ist den haarbildenden Zellen zu verdanken. Sie teilen sich schneller als andere Zellen im Körper, da im Bereich der Haarwurzeln ein außerordentlich angeregter Stoffwechsel herrscht.

Das einzelne Haar wächst in bestimmten Schüben. Die Länge der Wachstumszyklen richtet sich danach, wo am Körper das Haar sitzt. Das Kopfhaar wächst im allgemeinen etwas langsamer als das unter den Achseln, als die Wimpern oder die Augenbrauen.

Der Lebenslauf des Haares besteht aus drei unterschiedlichen Phasen:

  • der Wachstumsphase – sie dauert etwa zwei bis sechs Jahre
  • der Übergangsphase – sie braucht etwa zwei Wochen
  • der Ruhephase – sie liegt zwischen zwei und vier Monaten.

Etwa 70 bis 100 Haare fallen pro Tag aus, das ist völlig normal. Im Frühjahr und im Herbst sind es etwas mehr als im Sommer und im Winter. Hält der Haarausfall über längere Zeit an und gehen die Haare gar büschelweise aus, handelt es sich um echten Haarausfall, medizinisch Alopezie.

Meist macht sich das Leiden zunächst vorne am Kopf im so genannten Parietalbereich bemerkbar – leider gerade da, wo andere es auch am ehesten sehen. Im fortgeschrittenen Alter wird das Haar nicht mehr so lang und auch nicht mehr so dick wie in jungen Jahren. Nach außen hin wirkt es dann so, als werde das Haar weniger.

Keine Angst vor Prostatakrebs!

Haarausfall betrifft viele Männer. Zu dem Verlust des Haupthaares kam oft die Angst. Denn hartnäckig hielt sich jahrelang das Gerücht, dass Haarausfall ein Anzeichen für ein erhöhtes Prostatarisiko ist.

Der Grund hierfür: Die Risikofaktoren für Prostatakrebs und Haarausfall sind gleich. Vererbung, aber auch Alter und Testosteronspiegel spielen bei beidem die gleiche Rolle. Gerade Testosteron verursacht nicht nur den hormonell bedingten Haarausfall bei Männern, sondern begünstigt das Wachstum von bestehenden Prostatatumoren.

Forscher des National Cancer Institute in Maryland haben sich mit der sehr unklaren Studienlage zu diesem Thema befasst und eine große Studie zum Zusammenhang zwischen Glatzen und Prostatakrebsrisiko durchgeführt. Und die Forscher fanden heraus: Männer, die eine Glatze haben, erkranken nicht häufiger an Prostatakrebs als Männer, die volle Haare haben.

Auch das Risiko für aggressiven Prostatakrebs war nicht erhöht!

Haarausfall Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Klassische und alternative Möglichkeiten gegen Haarausfall

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