Gürtelrose: Was sich dahinter verbirgt
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Windpocken sind meistens eine einmalige Erfahrung, die sich im Allgemeinen in der Kindheit abspielt. Aber es kann auch zu einem späten Rückfall kommen, wenn sich die für die Erkrankung verantwortlichen Herpes-Zoster-Viren in Nervenzellen verstecken und Jahre später wieder ausbrechen. Dieser Ausbruch verursacht eine so genannte Gürtelrose – ein Wiederauftreten der Viren, die einen schmerzhaften Ausschlag und Bläschen hervorruft.
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Glücklicherweise gibt es verschreibungspflichtige Medikamente, die – frühzeitig eingenommen – die Dauer der Infektion verkürzen und wahrscheinlich auch das Risiko von langfristigen Komplikationen verkleinern können.
Was sich hinter einer Gürtelrose verbirgt
Jahre nach der ersten Infektion mit Windpocken kann das Virus in bestimmten Nervenzellen (Spinalganglien) durch verschiedene Faktoren reaktiviert werden: durch Alter, Stress, Krankheit oder Medikamente. Einmal reaktiviert, wandert das Virus durch die Faser der einen Nervenzelle bis an die Haut und in das Rückenmark, was häufig mit Schmerzen verbunden ist. An der Haut angekommen, verursachen die Viren einen Ausschlag und stecknadelkopf- bis erbsengroße Bläschen.
Eine Gürtelrose tritt überwiegend bei Erwachsenen auf, von denen die meisten über 50 sind. Selten kommt eine Gürtelrose noch einmal vor.
Ausschlag und Bläschen zeigen sich typischerweise auf Brust oder Rücken, obwohl sie auch im Gesicht, um das Auge, auf der Mundinnenseite oder an Arm oder Bein auftreten können. Im Gegensatz zu Windpocken betrifft die Erkrankung meist nur ein Hautareal, das von einem einzigen Ganglion versorgt wird. Somit ist meist nur eine Körperhälfte betroffen. Zu den Symptomen einer Gürtelrose gehören:
- Brennende Schmerzen, und Missempfindungen wie Jucken oder Kitzeln in einer begrenzten Fläche, das etwa 1 bis 3 Tage andauert. Diese Schmerzen können je nach Lokalisation andere Krankheiten wie zum Beispiel Rippenfellentzündungen vortäuschen. Häufig taucht der Ausschlag erst danach auf
- Ein schmerzhafter roter Ausschlag mit Bläschen im selben Areal, der 2 bis 3 Wochen anhält bevor er verschwindet.
- Fieber
- Kopfschmerzen
Die Bläschen der Gürtelrose enthalten den Windpocken-Virus. Nachdem der Wundschorf verschwunden ist, stellen Sie für andere ein Infektionsrisiko dar, die noch nicht mit dem Virus in Kontakt gekommen sind. Vermeiden sie daher den Körperkontakt mit solchen Menschen, schwangeren Frauen, Neugeborenen und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Wichtig ist auch, dass sich je nach Lokalisation Komplikationen ergeben können (Auge, Ohr).