Gürtelrose: Verhindern Sie Spätfolgen
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In den meisten Fällen ist es ein schönes Erlebnis, wenn einem Begebenheiten aus der Kindheit in den Sinn kommen. Doch bei Windpocken ist das sicherlich nicht so. Denn das Virus kann über Jahrzehnte unbemerkt im Körper überdauern und dann im Alter als schmerzhafte Gürtelrose erneut in Erscheinung treten.
Die Hauterkrankung kann sehr schmerzhaft verlaufen, und in ungünstigen Fällen können Dauerschmerzen, eine Neuralgie, zurückbleiben. Hier erfahren Sie, wie Sie die Krankheitssymptome lindern und wie sich die Gefahr eines Dauerschmerzes bannen lässt.
Abwehrschwäche und Stress lassen das Virus wieder aufleben
So gut wie jeder ist als Kind an Windpocken (Varizellen) erkrankt gewesen. Die juckenden Pusteln heilen in der Regel nach spätestens drei Wochen ab, ohne bleibende Schäden zu hinterlassen.
Doch das Virus verschwindet nicht ganz aus dem Körper, sondern zieht sich aus der Haut in die im Bereich der Wirbelsäule gelegenen Nervenknoten (Ganglien) zurück. Hier ist es vor dem Zugriff des Immunsystems geschützt.
Hautausschlag bei Gürtelrose

Nicht nur Rumpf und Gesicht können von dem Ausschlag betroffen sein. Häufig finden sich die Pusteln auch im Bereich der Arme oder Oberschenkel.
Unter bestimmten Bedingungen wird es jedoch wieder aktiv und wandert entlang der Nervenbahnen wieder zurück zur Haut.
Umstände, die zur Reaktivierung des Virus führen können:
- Abwehrschwäche
- chronische Krankheiten
- körperlicher und psychischer Stress
- Medikamente (z. B. Immunsuppressiva nach Organtransplantationen)
- Chemo- und Strahlentherapie
Vor allem weil die Immunkräfte im Alter nachlassen, kommt es ab dem 50. Lebensjahr gehäuft zum Ausbruch der Gürtelrose (Zoster). Insgesamt erkrankt jeder fünfte Mensch im Laufe seines Lebens daran.
Das auslösende Virus wird als Varizella-Zoster-Virus bezeichnet. Es gehört zur Familie der Herpesviren. Der Erreger des Lippenherpes ist ein enger Verwandter, und auch dieses Virus überdauert ja in Nervenzellen, von wo aus es in Zeiten von Stress und Abwehrschwäche wieder aktiv wird.
Jucken und Brennen sind die ersten Vorboten
Charakteristisch für die Gürtelrose sind Hautbläschen, die auf entzündetem Grund entstehen. Das betroffene Gebiet zieht sich wie ein schmaler Gürtel – häufig im Bereich des Brustkorbs – halbseitig um den Körper.
Die Gürtelbildung kommt dadurch zustande, dass sich das aktivierte Virus nur über Nervenfasern ausbreitet. Und die von einem Nervenknoten (dem Virusreservoir) ausgehenden Fasern versorgen jeweils nur ein eng begrenztes, streifenförmiges Hautareal (Segment).
Die Krankheit kündigt sich schon Tage, bevor die Hautausschläge sichtbar werden, an. Die Haut beginnt zu jucken und zu brennen, und es treten Missempfindungen auf.
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