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Gürtelrose: Ursache ist Immunschwäche

Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Gürtelrose

Eine gründliche Ausleitung der Entzündungstoxine und homöopathische Zubereitungen können die gefürchteten Dauerschmerzen der Gürtelrose erfolgreich verhindern.

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Sylvia Schneider
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Bei den ersten Anzeichen der Gürtelrose müssen Sie sofort handeln

Kaum kehrt nach einer stressreichen Zeit etwas Ruhe ein, werden viele Menschen krank. Dieses Phänomen ist in der Medizin wohlbekannt: Am häufigsten sind es Infekte der Atemwegs- oder Verdauungsorgane, die einen dann aufs Krankenlager werfen. Eine weitere bedeutende „Nach-Stress-Erkrankung“ ist die oft äußerst schmerzhafte Gürtelrose, eine virusbedingte Nervenentzündung, die vorzugsweise im Bereich des Brustkorbs oder im Gesicht auftritt.

Während früher vor allem ältere Menschen ab dem 60. Lebensjahr betroffen waren, nimmt die Zahl der jüngeren Patienten um die 40 immer mehr zu. Pro Jahr erkranken etwa 250.000 bis 300.000 Bundesbürger.

Die Ursache ist immer eine Immunschwäche

Auch wenn eine Gürtelrose abgeheilt ist, können starke Nervenschmerzen zurückbleiben. Daher sollten Sie bereits bei den ersten Anzeichen für diese Entzündung zum Arzt gehen und die nachfolgend empfohlenen natürlichen Mittel anwenden. Die Gürtelrose wird durch das Windpockenvirus (Varizella-Zoster-Virus) aus der Familie der Herpes-Viren hervorgerufen. Nach Abklingen der Windpockenerkrankung, meist im Kindesalter, verstecken sich einige Viren in den Nervenknoten des Rückenmarks. Dort warten diese „Schläfer“ über Jahrzehnte auf eine Abwehrschwäche, um sich dann tückisch im Verborgenen zu vermehren.
Das passiert sehr häufig bei länger andauerndem Stress: Während das Nervensystem und der Stoffwechsel auf Hochtouren laufen, halten die beiden Stresshormone Adrenalin und Kortisol die Immunabwehr auf Sparflamme. Dadurch können sich Gürtelrose- Viren reaktivieren. Sie wandern entlang des zugehörigen Nervs und zerstören dessen schützenden Myelinscheiden. Dieser Prozess, das so genannte Prodomalstadium, dauert je nach Länge des Nervs zwei bis vier Wochen und verursacht, wenn überhaupt, nur unklare Beschwerden.

Zu den Vorboten einer Gürtelrose zählen:

  • plötzliche Leistungsschwäche
  • unerklärliche Müdigkeit
  • Gliederschwere wie vor einem grippalen Infekt
  • Fieber bis 39 °C
  • Kribbel- und Taubheitsgefühle sowie eventuell leichtes Brennen im Verlauf des erkrankten Nervs

Erst wenn der gesamte Nerv entzündet ist, blüht der typische brennende Ausschlag aus kleinen roten, mit einer klaren Flüssigkeit gefüllten Bläschen auf. Der Ausschlag hat die Form eines Gürtels

Der Begriff Gürtelrose leitet sich vom Ausbreitungsgebiet des Ausschlags ab, das sich wie ein Gürtel entlang des entzündeten Nervs auf der Haut zeigt. Meist verläuft der Gürtel halbseitig, da in der Regel nur ein Nervenknoten und damit auch nur ein Nerv erkrankt ist. Nur in seltenen Fällen erkranken zwei Nervenknoten. Liegen diese auf gleicher Höhe, ist der Gürtel geschlossen. Bei unterschiedlicher Höhe entwickeln sich zwei halbe Gürtel.

Mit dem Ausschlag (in seltenen Fällen auch 2 bis 3 Tage vorher) beginnen die Schmerzen: Während der eine nur ein leichtes Brennen spürt, wird der andere Patient von schwersten, fast unerträglichen Schmerzen heimgesucht. Nicht nur Stress macht anfällig für die Gürtelrose Ursache für eine Gürtelrose ist immer eine Schwächung der Immunabwehr, die die schlafenden Gürtelrose- Viren nicht mehr in Schach halten kann. An der bisherigen Lehrmeinung, dass eine direkte Ansteckung mit Gürtelrose nicht möglich ist, bestehen inzwischen Zweifel. Denn es gibt Hinweise darauf, dass immungeschwächte Patienten, die bereits als Kinder Windpocken hatten, durch den Kontakt mit einem an Gürtelrose Erkrankten eine Zweitinfektion mit dem Windpockenvirus erwerben. Und das kann möglicherweise direkt zu einer Gürtelrose führen.

Wenn Sie an einer Gürtelrose erkrankt sind, sollten Sie Ihre benutzte Wäsche in einem Plastikbeutel aufbewahren und getrennt von der Wäsche der übrigen Familie waschen. Auch eventuelle Wundauflagen gehören – in einer Plastiktüte fest verpackt – sofort in die Mülltonne. Auf diese Weise schützen Sie Ihre Angehörigen vor einer möglichen Infektion.

Wer noch keine Windpocken hatte, kann sich bei einem Gürtelrose-Patienten infizieren. Das Risiko ist jedoch gering, da fast 95 % aller Bundesbürger über 14 Jahren bereits eine Windpockeninfektion durchgemacht haben. Der Erkrankte sollte jedoch engen Kontakt mit Säuglingen oder Kleinkindern vermeiden, die bisher noch keine Windpocken hatten oder nicht geimpft wurden.


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