Gürtelrose: Therapie
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GNL5223
Die Therapie bei Gürtelrose muss so schnell wie möglich beginnen
Die schulmedizinische Therapie bei Gürtelrose besteht in der Gabe von virushemmenden Medikamenten (Virustatika). Dazu stehen inzwischen vier Wirkstoffe zur Verfügung: Aciclovir (Zovirax®), Brivudin (Zostex®), Famciclovir (Famvir®) und Valaciclovir (Valtrex®).
Da sich das Virus u. U. über mehrere Wochen im Verborgenen vermehrt, können diese Medikamente die Gürtelrose in der Regel nicht verhindern. Sie sind aber unverzichtbar, um z. B. bei einem Befall des Gesichts ein Übergreifen der Infektion auf die Augen mit der Gefahr der bleibenden Erblindung oder bei stark geschwächten Patienten eine lebensgefährliche Ausbreitung auf den gesamten Körper (Zoster generalis) zu verhindern.
Außerdem tragen sie zur Schmerzkontrolle bei, denn es gilt: Je mehr Viren, desto stärker die Entzündung und desto stärker die Schmerzen. Auch spezifische Antikörper gegen das Gürtelrose-Virus, so genannte Zoster-Hyperimmunglobuline, haben sich bei sehr schweren Erkrankungen bewährt.
Ferner besteht besonders bei chronisch abwehrgeschwächten Patienten, z. B. Krebskranken, die Gefahr, dass sich die erkrankten Hautbezirke noch bakteriell infizieren. Eine solche „Superinfektion“, die schlimmstenfalls zu einer Blutvergiftung (Sepsis) führt, lässt sich in der Kürze der Zeit nur mit schulmedizinischen Antibiotika bannen!
Falls sich die Bläschen der Gürtelrose plötzlich mit einer gelblichen Flüssigkeit oder mit Blut füllen, müssen Sie umgehend wieder Ihren Arzt aufsuchen. Denn diese Veränderungen sind ein untrügliches Zeichen für eine zusätzliche bakterielle Infektion!
Schmerztherapie: ab dem ersten Tag!
Genauso wichtig bei Gürtelrose ist eine rasche Schmerzbekämpfung, um die Entwicklung von Dauerschmerzen (Post-Zoster-Neuralgie) zu verhindern. Diese Therapie sollte von Anfang an zweigleisig verlaufen: Erstens direkte Schmerzbekämpfung.
Zweitens indirekte Schmerztherapie durch Ausleiten der Entzündungstoxine. Bei den Entzündungstoxinen handelt es sich um Reste der zerstörten Nervenumhüllungen sowie um zerfallene Viren, die die Entzündung weiter unterhalten, eine Regeneration des Nervs verhindern und damit zu u. U. extremen Dauerschmerzen führen können.
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