Gürtelrose: Impfung kann schützen
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Rote Flecken und Bläschen, die sich bandförmig ausbreiten, sind die Vorboten einer Gürtelrose. Gefürchtet ist die Virus-Erkankung vor allem wegen ihrer schmerzhaften Spätfolge - der so genannten Post-Zoster-Neuralgie. Eine neue Impfung soll dieses Risiko um zwei Drittel senken.
Ganz sicher haben auch Sie in Ihrer Kindheit mit dem Varizella-Zoster-Virus Bekanntschaft gemacht. Es löst die Kinderkrankheit Windpocken aus. Bei dieser durch Tröpfcheninfektion übertragenen Krankheit bildet sich auf dem gesamten Körper ein roter pusteliger Ausschlag, der etwa nach fünf Tagen wieder abheilt.
Die Bläschen sind mit einer zunächst klaren Flüssigkeit gefüllt, die sich bald eintrübt. Sie trocknen aus, es bilden sich Schorf und Krusten. Werden die stark juckenden Bläschen aufgekratzt, können dauerhafte Narben entstehen.
Gelingt es einigen dieser Varizella-Zoster-Viren sich - trotz heftiger Abwehrreaktion des Körpers - in Nervenknoten (den Ganglien) einzunisten, können sie ebenfalls später wieder in Aktion treten. Dann lernen Sie sie als Herpes-Zoster oder Gürtelrose kennen, jener schmerzende Bläschenstreifen meist um die Leibesmitte, aber auch an der Brust oder am Arm. Diese Infektion tritt gelegentlich auch als Kopfoder Gesichtsrose auf. Jede 5. Frau über 50 soll davon betroffen sein. Experten schätzen, dass etwa 250.000 bis 300.000 Bundesbürger pro Jahr mit einer Gürtelrose zu kämpfen haben. Da der Ausbruch der Gürtelrose mit einem geschwächten Immunsystem einher geht, wächst die Anfälligkeit für die Erkrankung mit dem Lebensalter.
Oft trifft Sie der Schmerz noch vor den Bläschen Die Gürtelrose kündigt sich meist durch ein allgemeines Krankheitsgefühl mit leichtem Fieber an. Typischerweise tritt häufig zuerst der Schmerz auf, noch bevor sich die Bläschen bilden. Danach tritt der Ausschlag auf, der mit heftigen Schmerzen verbunden sein kann. Je älter die Betroffene desto stärker die Schmerzen. Innerhalb der nächsten sieben bis zehn Tage entwickeln sich immer neue Hautausschläge, die dann nach zwei bis drei Wochen abgeheilt sind.
Die typische Gürtelbildung der Bläschen ist darauf zurückzuführen, dass sich das Virus von einem Nervenknoten nur über die von dort ausgehenden Nervenbahnen ausbreitet, die ein begrenztes streifenförmiges Areal versorgen. Genauso wie die Windpocken enthalten die Bläschen auch bei der Gürtelrose aktive Viren.
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