MenüMenü

Das Unterhautfettgewebe bildet die Lipome

Im Unterhautfettgewebe gibt es viele Fettzellen, die für die Wärmeregulation Ihres Körpers zuständig sind. Außerdem halten sie die tiefer gelegenen Gewebe flexibel. Die Lipome, die kleinen Fettgeschwulste, die sich hier bilden können, fühlen sich meist rund und weich an. Sie lassen sich unter der Haut ein wenig hin und her schieben. Sie funktionieren unabhängig vom umliegenden Gewebe. Lipome treten bevorzugt an Nacken, Rücken, Armen, Bauch und Oberschenkelinnenseiten auf. In seltenen Fällen kommen sie in Muskeln und inneren Organen vor.

Warum sich solche Fettgeschwulste bilden, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt. Meist zeigen sich die ersten Lipome im Alter zwischen 20 und 25 Jahren. Frauen und Männer sind zu gleichen Teilen betroffen. Höchst unterschiedlich ist dagegen ihre Größe: Sie können wenige Millimeter klein bleiben, aber auch faustgroß werden. Viele Betroffene bekommen mit der Zeit mehrere Lipome. In manchen Familien treten die Fettgeschwulste gehäuft auf.

Wenn so eine Geschwulst unter Ihrer Haut allerdings recht schnell größer wird, spricht dies dafür, dass es sich nicht um ein Lipom handelt. Dann sollten Sie einen Hautarzt aufsuchen, um dies abklären zu lassen. Dabei kann es sich beispielsweise um ein bösartiges Liposarkom handeln. Vom 50. Lebensjahr an tritt es häufiger auf – zumeist an Nacken oder Rücken. Im Gegensatz zu einem Lipom bereitet das Liposarkom Schmerzen. Ein weiteres Anzeichen: Es lässt sich unter der Haut nicht verschieben, denn es ist mit seinem umgebenden Gewebe verbunden.

 

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten