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Woher kommen Altersflecken?

Altersflecken sind im Grunde genommen nichts anderes als gutartige Pigmentveränderungen der Haut, die sich in dunklen Ablagerungen in den oberen Hautschichten äußern und als Folge von lebenslanger Bestrahlung mit UV-Licht entstehen.

Inhalt

Altersflecken – Zeugnisse eines sonnigen Leben

Bei jedem Sonnenbad produziert die Haut Melanin, das die Zellen vor schädlichem UV-Licht schützen soll. Bei häufiger, intensiver Bestrahlung verdickt sich die Oberhaut aber immer mehr und lagert dabei Melanin ein, das sich dann als Pigmentfleck äußert.

Aus diesem Grunde entstehen Altersflecken auch besonders oft an Körperstellen, die einerseits besonders häufig der Sonne ausgesetzt sind und andererseits dabei meistens nicht durch Sonnencremes geschützt werden wie beispielsweise die Hände und das Gesicht. Je nachdem, ob eine Neigung zu gutartigen Pigmentstörungen besteht und bei häufigem, ungeschütztem Kontakt mit UV-Licht, können Altersflecken auch schon in jungen Jahren auftreten.

Ab dem 60. Lebensjahr steigt die Wahrscheinlichkeit ihrer Entstehung aber enorm. Altersflecken sind dabei ein weit verbreitetes Phänomen: etwa neun von zehn Senioren haben sie.

Fast immer ungefährlich

Grundsätzlich sind die dunklen Flecken nicht gefährlich, sollten aber trotzdem vorsorglich von einem Hautarzt begutachtet werden, da sie häufig bösartigen Hautveränderungen wie dem schwarzen oder dem weißen Hautkrebs ähneln. Und werden diese mit den harmlosen Altersflecken verwechselt und bleiben unbehandelt, kann der Krebs ungestört weiterwachsen, bis es vielleicht zu spät ist.

Vor allem, wenn Sie Veränderungen in Form oder Farbe der vermeintlichen Altersflecken ausmachen, sollte vorsichtshalber ein Hautarzt konsultiert werden, aus den Altersflecken selbst kann aber kein Hautkrebs entstehen. In Deutschland leiden über 100.000 Menschen an Hautkrebs. Jährlich sterben daran etwa 2.000 Männer und Frauen.

Eine Entfernung der Altersflecken ist aus rein medizinischer Sicht also nicht erforderlich, häufig werden sie von den Betroffenen allerdings als optisch störend empfunden, besonders wenn sie im Gesicht auftreten. Sollte dies der Fall sein, kommen verschiedene Methoden in Frage, um Pigmentflecken wie Altersflecken zu entfernen.

Entfernung von Altersflecken: viele Wege führen zum Ziel

Die effektivsten Methoden sind die Lasertherapie sowie die Dermabrasion und die Kryotherapie. Bei der Lasertherapie werden die Flecken gezielt mit einem Laser traktiert, dessen Strahlen das betroffene Gewebe zerstören. Dadurch wird gleichzeitig die Immunabwehr der Haut aktiviert, die die abgestorbenen Pigmentschichten abtransportiert.

Kältespray: Der Hautarzt vereist die Flecken mit flüssigem Stickstoff. Dadurch löst sich die oberste Hautschicht ab. Es bildet sich neue Haut ohne Flecken. Diese Methode ist äußerst schmerzhaft und nur bei leichten Altersflecken geeignet. Die Haut kann danach scheckig wirken. Mögliche Begleiterscheinungen sind Narben.

Schälkur: Mit Fruchtsäure oder anderen chemischen Substanzen löst der Hautarzt bei dieser Methode die oberste Hautschicht ab. Es bildet sich neue Haut ohne Flecken. Das Fruchtsäurepeeling dauert etwa fünf Minuten pro Behandlung und muss insgesamt sechsmal im Abstand von drei bis vier Wochen wiederholt werden.

Geeignet ist diese Methode bei unregelmäßigen und großflächigen Altersflecken. Sie kann eine gestörte Wundheilung, Narben und Schmerzen nach sich ziehen.
Um gar nicht erst in die Situation zu geraten, sich einer Operation aus kosmetischen Gründen zu unterziehen, sollte man seine Haut stets vor der Sonne schützen.

Altbewährte Mittel wie Sonnencreme, das Bedecken der Haut sowie das Meiden der aggressiven Mittagssonne sind dabei die Mittel der Wahl. Weiterhin sollte man auf die Benutzung von Solarien verzichten.

Der erste Schutzwall Ihres Körpers

Die Haut gilt als erste Barriere gegen Umwelteinflüsse. Sie schützt vor Verletzungen, Infektionen und gefährlichen Substanzen. Sie hilft bei der Atmung, der Regulierung der Körpertemperatur und vermittelt Ihnen das Tastgefühl.

  • Epidermis (Oberhaut) – Die äußere Hautschicht oder Epidermis ist so dünn wie ein Bleistiftstrich (0,1 mm). Sie sorgt für eine schützende Schicht aus Zellen, die sich regelmäßig erneuert. Außen befinden sich abgestorbene Hautzellen. Unter der Oberfläche sitzen die Spinalzellen. Basalzellen, die neue Zellen bilden, liegen am Grund der Epidermis.Die Epidermis enthält darüber hinaus Zellen (Melanozyten), die den Farbstoff Melanin produzieren. Die Menge an Melanin in Ihrer Haut bestimmt Ihre Hautfarbe.
  • Dermis (Lederhaut) – Unter der Epidermis liegt die Dermis und macht dort 90 Prozent der Hautdicke aus. Sie enthält ein dichtes Geflecht aus Kollagen- und Elastinfasern. Dabei handelt es sich um zwei Eiweißarten. In diesem Geflecht befinden sich Lymph- und Blutgefäße, Nerven- und Muskelzellen, Schweiß- und Talgdrüsen sowie Haarfollikel. Kollagen- und Elastinfasern geben der Haut ihre Spannkraft. Talgdrüsen produzieren eine ölige Substanz (Sebum), die Ihre Haut weich und geschmeidig macht.
  • Hypodermis / Subcutis (Unterhaut) – Unter Epidermis und Dermis liegt die Hypodermis, die hauptsächlich Fettzellen enthält. Diese Hautschicht wirkt als Wärmedämmung, schützt die inneren Organe und hilft, die Haut elastisch zu halten.

AltersbedingteVeränderungen der Haut

Mit dem Alter wird die Haut normalerweise dünner und leicht faltig. Ölproduzierende Talgdrüsen sind nicht mehr so leistungsfähig und die Haut trocknet aus. Die Zahl der Blutgefäße in der Haut nimmt ab und die Dermis ist dünner und brüchiger, sodass die Haut ihre jugendliche Farbe und den Schimmer verliert.

Hinzu kommt, dass die Haut die alten Zellen nicht mehr so schnell ersetzt und die Zell-Reparatur nicht mehr so gut funktioniert. Dadurch erneuert sich die Haut nicht mehr so gut und Wunden verheilen nicht so schnell.Umwelteinflüsse wie Zigarettenrauch und übermäßige Sonneneinstrahlung (Licht-Alterung) beschleunigen diese natürlichen Veränderungen stark.

Licht-Alterung führt unter Umständen dazu, dass die Haut die Spannkraft verliert und ein rauhes, verwittertes Aussehen erhält. Darüber hinaus treten eine gesprenkelte Pigmentierung und andere häufige Erscheinungen auf. Vermutlich fühlt sich Ihre Haut nicht mehr so zart und babyglatt an wie die Haut, mit der Sie zur Welt kamen. Zweifellos sammelten Sie im Laufe der Jahre eine Reihe von pigmentierten Hautveränderungen und Hautauswüchsen an.

Glücklicherweise sind die meisten harmlos und bedürfen keiner Entfernung.

Solare Elastose

Übermäßige Sonneneinstrahlung über viele Jahre schädigt die Kollagen- und Elastin-Fasern, die die Haut stützen. Das führt unter Umständen zu loser, hängender, rauher Haut, die 15 bis 20 Jahre älter aussieht, als sie ist.Die solare Elastose tritt vor allem bei hellhäutigen Menschen auf, die oft intensiver Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.

Seborrhoische Keratose

Diese gelben, braunen oder schwarzen Auswüchse weisen ein warzen- oder wachsartiges Aussehen auf. Häufig finden sie sich bei hellhäutigen Personen über 40 Jahren. Ihre Ursache bleibt unbekannt. Typischerweise bleiben seborrhöse Keratosen gutartig, aber sie sehen möglicherweise wie Hautkrebs aus. Aus diesem Grund empfiehlt Ihr Arzt eine Entfernung, um das Gewebe mikroskopisch zu untersuchen.

Vielleicht möchten Sie sie wegoperieren lassen, wenn das Reiben der Kleidung beispielsweise zu Hautreizungen oder Blutungen führt. Seborrhoische Keratosen entfernt der Arzt unter Anderem durch Einfrieren mit flüssigem Stickstoff (Kryotherapie), Ausschälen oder Ausbrennen mit elektrischem Strom (Elektrotherapie).

Kirsch-Angiome bzw. senile Angiome und Hautanhängsel

Die kleinen, meist harmlosen, gutartigen, kirschroten Beulen sind bei über 40-Jährigen verbreitet. Ihre Ursache ist nicht bekannt. Man kann Sie aus kosmetischen Gründen entfernen mit Elektro- oder Lasertherapie.

Hautanhängsel sind kleine, weiche, hautfarbene Auswüchse, die sich über der Haut erheben. Sie treten in der Regel auf Nacken, Armbeuge oder in der Leistengegend auf. Ihre Ursache bleibt unbekannt. Im Allgemeinen gelten sie als harmlos. Man kann sie beseitigen (Kryo- oder Elektrotherapie), wenn eine Reizung durch die Kleidung etwa erfolgt.

Mit diesen Methoden werden Sie Altersflecken wieder los

Die Haut an den Händen ist besonders dünn und neigt dazu auszutrocknen. Mit der Zeit zeigen sich bei fast allen Menschen mehr oder weniger große blass-braune Flecken auf der Haut. Diese erscheinen vor allem auf den so genannten Sonnenterrassen: Wangen, Nase und Handrücken. Haben Sie sich häufig über lange Zeit in der Sonne aufgehalten, zeigen sich diese Flecken früher. Denn die Sonnenstrahlen regen Zellen in der Haut an, bräunliche Farbstoffe – vor allem Melanin – zu bilden, die sich in der obersten Hautschicht ansiedeln. Es bilden sich viele unregelmäßige Flecken, die meist als störend empfunden werden. Gehen Sie deshalb nicht zu lange ohne Lichtschutz in die Sonne. In der Regel sind diese Alterflecken harmlos. Nur in etwa ein Prozent aller Fälle können sie auf Hautkrebs hinweisen.

Hautärzte und Kosmetikindustrie haben sich inzwischen eine Menge einfallen lassen, um die Pigmentflecken wieder unsichtbar zu machen

Pflanzliche Aufheller: Präparate mit Koji-Säure bleichen die Haut, weil der Inhaltsstoff das Ablagern von Pigmenten in der Haut bremst. Pflanzenextrakte aus Brunnenkresse oder Maulbeere lassen die störenden Hautflecken verblassen. Ein Zusatz von Vitamin C (also die von Ihnen erwähnte Zitrone) unterstützt diesen Prozess. Vitamin E und Flavonoide beugen der Neubildung von Pigmentflecken vor. Enzyme beschleunigen die Hauterneuerung. Die entsprechenden Präparate erhalten Sie rezeptfrei in der Apotheke.

Bleichcreme: Diese Creme erhalten Sie ebenfalls in der Apotheke (zum Beispiel Mela D von La Roche Posay). Sie hemmt die Pigmentzellen und schleust den Farbstoff Melanin aus der Haut. Die Bleichcreme muss sehr regelmäßig zweimal täglich über sechs bis 12 Monate aufgetragen werden. Allerdings hilft sie nur bei hellen und gleichmäßigen Flecken. Mögliche Nebenwirkungen: Auch die Haut ohne Flecken wird heller, und es sind Reizungen und Rötungen möglich.

Blitzlampen: Bei dieser Methode setzt der Hautarzt Blitzlicht ein. Dadurch werden die Flecken erhitzt und das Immunsystem aktiviert. Körpereigene Fresszellen transportieren die Farbstoffe ab. Die Methode muss dreimal in Abständen von vier bis sechs Wochen angewendet werden. Sie ist geeignet bei ungleichmäßigen und großen Altersflecken. Mögliche Nebenwirkungen sind Infektionen und neuerliche Flecken auf der Haut.

Abschleifen: Hierbei wird vom Hautarzt die obere Schicht abgetragen. Dabei entsteht eine Art Schürfwunde. Die nachwachsende neue Haut hat keine Altersflecken mehr. Diese Methode ist bei großflächigen und unregelmäßigen Flecken geeignet. Mögliche Nebenwirkungen sind Narben, permanente Rötungen und eine veränderte Empfindlichkeit der Haut. Hautärzte sagen: Nur zu empfehlen bei extrem starkem Leidensdruck!

Beseitigung von Altersflecken nicht ohne unerwünschte Folgen

Kältespray: Der Hautarzt vereist die Flecken mit flüssigem Stickstoff. Dadurch löst sich die oberste Hautschicht ab. Es bildet sich neue Haut ohne Flecken. Diese Methode ist äußerst schmerzhaft und nur bei leichten Altersflecken geeignet. Die Haut kann danach scheckig wirken. Mögliche Begleiterscheinungen sind Narben.

Laser: Der Laserstrahl zertrümmert die Farbstoffe (Pigmente) in kleine Bruchstücke, die der Körper dann mit dem Blut abtransportiert. Der Hautarzt kann damit zwar nur einzelne dunkle und gut abgegrenzte Pigmentflecken entfernen, dafür reicht allerdings meist eine Sitzung aus, und es tut nicht besonders weh. Eventuelle Nebenwirkungen: Es kann sich eine Blutkruste bilden. Narben und Infektionen sind möglich.

Schälkur: Mit Fruchtsäure oder anderen chemischen Substanzen löst der Hautarzt bei dieser Methode die oberste Hautschicht ab. Es bildet sich neue Haut ohne Flecken. Das Fruchtsäurepeeling dauert etwa fünf Minuten pro Behandlung und muss insgesamt sechsmal im Abstand von drei bis vier Wochen wiederholt werden. Geeignet ist diese Methode bei unregelmäßigen und großflächigen Altersflecken. Sie kann eine gestörte Wundheilung, Narben und Schmerzen nach sich ziehen.