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Schweißbläschen: So bringen Sie den Juckreiz rasch zum Verschwinden

Plötzlich sind sie da: Kleine, durchsichtige Bläschen reihen sich wie Perlen an den Fingern oder Zehen auf – und jucken fürchterlich. Besonders bei den hochsommerlichen Temperaturen quälen sich Tausende von Menschen, jung und alt, mit diesem Ausschlag, den die Schulmedizin aber nicht so richtig ernst nimmt.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Apfelessig, Salbei und Eichenrinde den lästigen Juckreiz schnell wieder loswerden und welche Verfahren mit etwas Geduld sogar eine dauerhafte Heilung bewirken können.

Inhalt

Hinter den Bläschen steckt eine Fehlreaktion des Körpers

Bei dem Inhalt der ca. 1 bis 3 mm großen Bläschen handelt es sich nicht um Schweiß, sondern um Gewebswasser, das sich durch eine minimale Entzündung der Unterhaut in kleinen Kammern sammelt. Die Medizin spricht hier von einem dyshidrotischen Ekzem (hydros = griech.: Wasser). Die Suche nach den Ursachen gleicht einer echten Detektivarbeit. Um den Schuldigen möglichst rasch auf die Spur zu kommen, sollten Sie aufmerksam beobachten, wann die Bläschen auftauchen und ob weitere Symptome, z. B. Augentränen, auftreten. Das spräche dann nämlich für eine Allergie.

Das sind die häufigsten Ursachen und Auslöser für die Bläschen:

  • hohe Temperaturen
  • akuter Stress, z. B. eine bevorstehende Prüfung, ein Trauerfall oder Partnerschaftskonflikte
  • Überarbeitung, z. B. durch Pflege eines Angehörigen
  • Schlafmangel
  • Allergien, z. B. Kontaktallergien gegen Weichspüler oder Seifen
  • Nahrungsmittelunverträglichkeit, z. B. von Obst und Krabben
  • Mangelernährung, z. B. einseitige eiweißarme Diäten
  • Schwäche der Immunabwehr, z. B. durch eine chronische Virusinfektion oder Vitalstoffmangel

Auch Handcremes können die Beschwerden auslösen! Am besten notieren Sie Ihre Beobachtungen kurz in einem Kalender, den Sie dann mit zu Ihrem Therapeuten nehmen. Denn bevor Sie zur Selbstbehandlung schreiten, sollten Sie unbedingt eine Hautpilzerkrankung oder eine beginnende Psoriasis (Schuppenflechte) ausschließen lassen. Diese müssten von einem Arzt oder Heilpraktiker behandelt werden.

Diese Symptome deuten auf Schweißbläschen hin:

  • einzelne oder perlschnurartig angeordnete Bläschen
  • gefüllt mit einer klaren Flüssigkeit
  • meist an den Seiten der Finger und/oder Zehen, seltener auf Handflächen und Fußsohlen
  • oft starker Juckreiz
  • häufig Auftreten über Nacht

Gewöhnlich trocknen die Schweißbläschen nach 1 bis 3 Tagen ein. Dabei bildet sich eine feine Schuppenschicht um den Mittelpunkt des ehemaligen Bläschens. In manchen Fällen tritt diese Schuppung auch ohne vorherige Bläschenbildung auf (= trockenes dyshidrotisches Ekzem).

Nehmen Sie bei feuchtem Ausschlag austrocknende Bäder

Während bei den Bläschen Bäder mit Apfelessig, Eichenrinde oder Salbei am besten wirken, sollten Sie bei der trockenen Schuppenbildung phneutrale rückfettende Salben verwenden. Gut geeignet sind die homöopathische Rubisan-Creme® aus Mahonienextrakt, Asche Basis Salbe®, Linola-Fett Creme® oder die harnstoffhaltige Lösung Excipial U Lipolotio®. Diese Anwendungen lindern jedoch nur die akuten Beschwerden.

Um die erhöhte Entzündungsbereitschaft der Haut zu „löschen“, hat sich v. a. die homöopathische Konstitutionstherapie bei einem erfahrenen Homöopathen bewährt. Er entscheidet anhand Ihrer individuellen Symptome, welches Mittel für Sie das passende ist. Häufig kommen z. B. Rhus toxicodendron, Apis mellifica, Cantharis, Cardiospermum, Sepia, Acidum formicicum und Okoubaka zur Anwendung. Diese Präparate erhalten Sie in jeder Apotheke.

Sind die Schweißbläschen mit einer sehr starken Schweißbildung verbunden, sollten Sie an eine Iontophorese denken, die die Schweißzellen hemmt. Probieren Sie das Verfahren aber erst bei Ihrem Therapeuten aus, bevor Sie sich ein eigenes Gerät anschaffen. Und klären Sie unbedingt ab, ob Ihre Krankenkasse dazu einen Zuschuss zahlt.

Darüberhinaus schafft Folgendes Abhilfe:

Baden Sie Ihre Füße und Hände in einem Bad mit Eichenrinde. Tupfen Sie Ihr Dekolleté mit dem Badewasser ab. Oder kochen Sie sich einen starken Salbeitee und baden Sie Hände und Füße darin beziehungsweise tupfen Sie die von Schweißbläschen betroffenen Stellen damit ab.

Kehren die Bläschen sehr häufig wieder, sollten Sie den Hautarzt aufsuchen und eine Hauterkrankung wie einen Pilz oder eine Schuppenflechte ausschließen lassen. Gegen schweren Juckreiz kann er Ihnen Schmerzmittel verschreiben.

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Alte Kommentare
  • Chantal Keckeis schrieb am 06.07.2015, 12:39 Uhr

    Ich habe auch solche blässchen an den Fingern, aber ich bin weder Alergiker noch wasche ich meine hände übermässig. Stress hatte ich in den letzzen tagen auch nicht. Warum zum Geier habe ich dann diese?