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Allergien durch bestimmte Lebensmittel

Die Vermutung einer Lebensmittelallergie dingfest zu machen, fällt gar nicht so leicht. Dem Allergologen stehen verschiedene Tests zur Verfügung. Doch ihre Aussagekraft ist aufgrund verschiedenster Störfaktoren begrenzt.

Lediglich in etwa 50 Prozent der Fälle liefern der Hauttest (Prick) oder der RAST (Antigen-Antikörper-Test im Blut) eindeutige Ergebnisse. Erst mit Hilfe einer Suchdiät kann man die auslösenden Nahrungsmittel eingrenzen.s

Inhalt

Ernährungstagebuch gibt Aufschluss

Probleme gibt es, wenn die Kombination verschiedener Nahrungsmittel zur Allergie führt. Hier erfordert die Diagnostik von Patientin und Ärztin große Geduld. Ein einfaches Mittel, verdächtige Nahrungsmittel ausfindig zu machen, ist ein Ernährungstagebuch.

Notieren Sie mehrere Wochen genau, was Sie alles essen (auch knabbern!), trinken und natürlich auch, ob und wann nach dem Verzehr Beschwerden auftraten. Kristallisiert sich ein verdächtiges Nahrungsmittel heraus, testen Sie dieses gezielt.

Das gezielte Austesten eines allergieauslösenden Nahrungsmittels geschieht unter ärztlicher Aufsicht und gegebenenfalls in Notfallbereitschaft (in der Klinik), da die Möglichkeit eines lebensbedrohlichen allergischen Schocks besteht.

Neues Mittel hilft Ihnen bei Histaminose

Etwa 1 bis 2% der Bevölkerung leiden unter so genannten pseudoallergischen Reaktionen. Der Löwenanteil geht dabei auf das Konto der Histamine aus der Nahrung. Diese lösen unterschiedlichste Symptome, wie Übelkeit, Hautausschlag und asthmatische Beschwerden, aus. Was Ihnen hilft, ist eine Ausschlussdiät. Ein neuartiges Nahrungsergänzungsmittel kann Ihnen jetzt aber zusätzlich das Leben erleichtern.

Histamin ist ein Botenstoff, der von Ihrem Körper selbst gebildet wird. Er ist in Ihrem ganzen Organismus vorhanden. Histamin ist aber auch natürlicherweise in vielen Nahrungsmitteln zu finden. Es kommt dort in unterschiedlich hohen Konzentrationen vor. Das Histamin in Nahrungsmitteln können Sie weder riechen noch schmecken. Normalerweise wird es von einem körpereigenen Enzym, der DiAminoOxidase (DAO), abgebaut und verwertet.

Im statistischen Durchschnitt nehmen Sie etwa 4 Milligramm Histamin täglich zu sich. Wenn Sie dafür eine Veranlagung haben, reichen jedoch 14 Mikrogramm aus, um bei Ihnen Beschwerden auszulösen. Die Ursache der Histaminose ist eine Verwertungsstörung im Darm. Menschen mit einer Histaminose leiden unter einem Mangel an DAO. Folglich haben sie einen zu hohen Histaminspiegel, der nicht ordnungsgemäß bzw. nicht rasch genug abgebaut wird.

Eine Erleichterung für Histaminose-Betroffene stellt erstmals das diätetische Lebensmittel DAOSIN dar. Es ergänzt die Menge des körpereigenen Enzyms DAO im Dünndarm. Das Mittel ist derzeit weltweit das einzige zur Behandlung einer Histaminose. Allerdings ist es kein Ersatz für eine ausgewogene und möglichst histaminarme Ernährung. Zudem fehlen bislang noch die erforderlichen wissenschaftlichen Nachweise.

Sie erhalten das Präparat in der Apotheke.

Lassen Sie sich bei Verdacht auf Histaminose vom Arzt testen

In drei Stufen kommen Sie einer Histaminintoleranz auf die Spur, wozu in der Regel der Aufenthalt in einer Spezialklinik notwendig ist.

Stufe 1: Rund zwei Wochen lang ernähren Sie sich unter fachlicher Anleitung histaminarm. Nur wenn Ihre Beschwerden jetzt abklingen, ist das Histamin der wirkliche Auslöser.

Stufe 2: Schrittweise wird Ihr Körper wieder einer Histaminbelastung ausgesetzt, bis die Dosis ermittelt ist, die Sie noch vertragen. Das ist die Basis Ihrer Dauerernährung.

Stufe 3: Provokation: Unter ärztlicher Aufsicht erhalten Sie eine Histamindosis, die individuell für Sie festgelegt wird, zur Sicherung der Diagnose.

Wächst sich eine Erdnussallergie nach der Pubertät aus?

Mehr als 20 Prozent aller Kinder mit einer Erdnussallergie sind nach der Pubertät allergiefrei. Wenn ein Kind dieser Allergie entwachsen ist, tritt die Allergie nur mit einem sehr geringen Risiko in späteren Jahren wieder auf. Eine Studie an Kindern belegte, dass die Allergie vor allen Dingen dann überstanden ist, wenn die Kinder nach der Pubertät und dem Abschluss der Allergie einmal pro Monat Erdnüsse oder Nüsse zu sich nehmen.

Möchten Sie wissen, ob Ihr Kind nach der Pubertät die Allergie auf Erdnüsse hinter sich gelassen hat? Dann schlagen Sie einen Test vor, bevor Sie wieder zu Erdnüssen greifen. Auch wenn es so aussieht, als sei der Spuk für immer verschwunden, sollten Sie für den Notfall ein Mittel zur Hand haben. Sicher ist sicher!

Was bei Ihnen eine Pseudoallergie auslösen kann

Lebensmittelzusatzstoffe, unter anderem Farbstoffe wie Tartrazin und Azorubin, Konservierungsstoffe wie Benzoesäure und Sorbinsäure, Antioxidanzien (wie Gallate) sowie Geschmacksverstärker (wie Glutamate) und künstliche Süßstoffe (wie Aspartam) Salicylate. Die gärungs- und fäulnishemmende organische Salicylsäure kommt in verschiedenen Früchten und Gemüsesorten vor (vor allem in Beerenfrüchten, Orangen, Aprikosen, Ananas, Weintrauben, Oliven, Gurken), aber auch in Wein und vielen Gewürzen.

Bei Medikamenten werden Abkömmlinge der Salicylate verwendet, beispielsweise in Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin®) oder das Salicylamid und andere nicht steroidale entzündungshemmende Mittel, die gegen Schmerzen, zur Fiebersenkung, oder gegen rheumatische entzündliche Erkrankungen zum Einsatz kommen.

Natürliche Aromastoffe gelten nach neuesten Erkenntnissen als häufiger Auslöser von pseudoallergischen Reaktionen. Sie stecken beispielsweise von Natur aus in Tomaten, Paprika, Obst und Gewürzen.

Biogene Amine. Das sind Abbauprodukte der Nahrungseiweiße. Solche Stoffe entstehen, wenn Lebensmittel mit lebenden Mikroorganismen hergestellt werden, wie bei Hefeextrakt, Käse, Essig oder Rotwein. Aber auch Schokolade, Avocados und Tomaten enthalten biogene Amine.

Beachten Sie die Lagerung Ihrer Lebensmittel

Fruchtfliegen, Motten und Käfer fühlen sich in der warmen Zeit bei Ihnen besonders wohl. Sie verunreinigen Lebensmittel und Kleidungsstücke. Ihre Hinterlassenschaften sorgen für Hautreizungen, Entzündungen, Allergien und Darmprobleme.

Wenn Sie viele Vollkornprodukte in Ihrer Küche verwenden und sich gern etwas vorsorglich eindecken, werden Sie garantiert auch eines Tages die dazugehörigen Vorratsschädlinge kennenlernen. Die meisten dieser unerwünschten Plagegeister kommen mit dem Einkaufskorb ins Haus. Dörrobstmotte, Brotkäfer, Mehlmotte, Wollkrautblütenkäfer oder Speichermotte ziehen als blinde Passagiere in gekauften Lebensmitteln bei Ihnen ein.

Praktisch ist kein Lebensmittel vor den Schädlingen sicher. Bis auf Salz, Zucker und reines Fett mögen sie alles. Besonders gern befallen sie Getreide und Getreideprodukte, die meist in der normalen Speisekammer aufbewahrt werden, in welcher es oft sehr warm ist. Backzutaten wie Nüsse, Rosinen, Trockenobst, Kakao oder Schokolade haben es ihnen angetan. Müsli steht ebenso hoch im Kurs wie Nudeln und Reis. Die Mehlmilbe verschmäht auch Tierfutter nicht.

Sagen Sie den ungebetenen Gästen den Kampf an – allerdings ohne Gift!

Hühnereiweißallergiker: Vorsicht bei Impfungen

Wenn eine schwere Allergie gegen Hühnereiweiß vorliegt, sollten Sie vorsichtig sein, wenn es um Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln oder Grippe geht.

Gerade bei der Masern-Impfung ist zu Vorsicht zu bieten, da die Zahl der Erkrankungsschäden vor allem hier um ein Vielfaches höher ist als die der eventuellen Schände anderer Impfungen.

Beim Vorliegen einer Hühnereiweißallergie müssen die Kinder nach der Impfung für längere Zeit genau beobachtet werden. Es kann nämlich sein, dass in den Impfstoffen noch Hühnereiweißreste aus der Produktion vorhanden sind. Dadurch entsteht die Gefahr einer allergischen Reaktion.

Nicht nachgewiesen und völlig unbegründet ist hingegen die Angst, dass die Impfungen die Allergieauslöser sind. Vielmehr ist diese Behauptung inzwischen klar durch zahlreiche seriöse und streng wissenschaftlich durchgeführte Studien widerlegt worden.

Gluten als Auslöser für Allergien

Brot möchten die meisten Deutschen nicht missen. Es stellt einen unverzichtbaren Teil ihres Speiseplans und einen Teil unserer Kultur dar. Normalerweise ist Brot-Getreide von großer Bedeutung für die Gesundheit, da es den Körper mit Kohlenhydraten, Vitaminen und einer großen Menge Ballaststoffe versorgt. Jedoch gehört auch Gluten zu den Inhaltsstoffen, das mehr Menschen als bislang angenommen nicht vertragen. Unerklärliche Übelkeit, Durchfälle und Bauchschmerzen machen ihnen zu schaffen.

Nun wäre es vergleichsweise einfach, auf Brot zu verzichten und so die unangenehmen Begleiterscheinungen zu umschiffen – wenn der Grund für das Unwohlsein einmal erkannt ist.

Gluten steckt vor allem in Getreidearten wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer oder Dinkel, aus denen Brot und Nudeln hergestellt werden. Dummerweise versteckt sich Gluten heutzutage als Aromastoff oder Stabilisator auch in vielen anderen Lebensmitteln, wie etwa in Fertiggerichten, Fruchtjoghurts, Schokolade, Wurst, Gewürzmischungen, Ketchup, Süßigkeiten, Vitamintabletten oder Babynahrung.

Sulfite in Lebensmitteln können zu allergischen Reaktionen führen

In den USA hat die Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) 1986 den Gebrauch von Sulfiten (Salz der schwefeligen Säure) als Konservierungsstoff für Früchte und Gemüse verboten, nachdem entdeckt worden war, dass Sulfite zu leichten bis schweren allergischen Reaktionen führen können.

Betroffen davon sind Menschen, die empfindlich auf Sulfite reagieren, besonders Asthmatiker, die zur Behandlung Steroide erhalten. In Deutschland ist im Gegensatz zu den USA der Gebrauch von Sulfiten nicht verboten, sie werden als Nahrungsmittelzusatzstoffe unter E220 aufgeführt.

Trotz des Sulfit-Verbots durch die FDA kommen auch in den USA Sulfite in einer ganzen Reihe von verarbeiteten Lebensmitteln vor. Dazu gehören zum Beispiel

  • Trockenfrüchte
  • einige Fruchtsäfte
  • Weißwein und Weinessig
  • Bratensoßen und Fertigsuppen
  • eingelegtes Gemüse
  • Kartoffelerzeugnisse
  • frische Shrimps
  • Backwaren
  • Marmelade und Gelees.

Darüber hinaus können Sulfite auch in einigen Medikamenten vorkommen. Die Sulfite reduzieren stark den Sauerstoff im Blutfarbstoff Hämoglobin und können das Vitamin B1 zerstören. Vitamin B1 ist lebenswichtig für die Energieproduktion, die Funktion des Nervensystems und die Proteinsynthese.

Wenn Sie glauben, dass bei Ihnen eine Sulfit-Empfindlichkeit vorliegt, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Zu den Symptomen einer Sulfit-Empfindlichkeit gehören:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Durchfall
  • abdominale Krämpfe
  • Stimmungsschwankungen
  • Benommenheit
  • niedriger Blutdruck
  • Atembeschwerden
  • Juckreiz
  • Schwellungen an Händen und Füßen.

Wenn Sie allergisch auf Sulfite reagieren, sollten Sie vor Gebrauch gründlich die Hinweise auf Lebensmitteln und Medikamenten lesen. Achten Sie deshalb auf Begriffe wie Sulfat, Natriumsulfit, Natriumhydrogensulfit, Natriummetabisulfit – sie bedeuten, dass Sulfite vorkommen.

Wenn Sie unverpackte Lebensmittel auf dem Markt kaufen, erkundigen Sie sich, ob Sulfite hinzugefügt worden sind. Da Restaurants häufig Kartoffelgerichte servieren, die Sulfite enthalten können, sollten Sie statt Pommes Frites oder Kartoffelpüree Backkartoffeln mit Schale bestellen.

Wenn Sie Asthma haben, sollten Sie immer Ihr Inhaliergerät dabei haben, um bei einem eventuellen Asthma-Anfall schnell reagieren zu können. Wenn Sie bereits allergische Reaktionen gezeigt haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über einen Notfall-Plan.

Erfahren Sie mehr von den Erkenntnissen der Mayo Clinic. Testen Sie den Mayo Clinic Gesundheits-Brief30 Tage lang kostenlos und unverbindlich.

Tipps gegen häufige Lebensmittelallergien: Werden Sie aktiv!

Tipp 1: Kuhmilch

Die wichtigsten Allergene in der Kuhmilch sind Kasein und die Molkeneiweiße (besonders Beta-Laktoglobulin). Wenn Sie sehr stark reagieren, hilft Ihnen nur konsequentes Meiden von Kuhmilchprodukten. Beachten Sie auch: Eine Vielzahl von Fertigprodukten enthält Zusätze aus Kuhmilcheiweiß.

für die Praxis:

Vorsicht, wenn Sie diese Begriffe im Zutatenverzeichnis von Lebensmitteln finden. Hier verstecken sich Kuhmilchprodukte:

  • Molke
  • Kasein
  • Magermilchpulver
  • Rahm

Tipp 2: Hühnerei

Ihre Allergie besteht meistens auf das Eiweiß (Eiklar). Einige Betroffene vertragen daher Eigelb, gekochte Eier oder Eier in verarbeiteten Lebensmitteln. Im Zutatenverzeichnis erkennen Sie den Zusatz von Bestandteilen aus Hühnereiern an den Begriffen „tierisches Eiweiß“, „Fremdprotein“, „Flüssigei“, „Trockeneiweiß“ oder „Lecithin“. Ganzes Hühnerei muss nach der Kennzeichnungsverordnung immer als solches im Zutatenverzeichnis erscheinen, zum Beispiel „Lezithin aus Ei“.

für die Praxis

  • Ein Teelöffel Agar-Agar (Bioladen, Reformhaus) in Wasser aufgelöst ersetzt ein Ei im Pudding.
  • Beim Backen ersetzen zwei Esslöffel Wasser, einen Esslöffel Pflanzenöl und einen halben Teelöffel Backpulver ein Ei.
  • Vorgefertigte Ei-Ersatzprodukte sind eine praktische Alternative. Dabei handelt es sich um ein geschmacksneutrales Pulver aus rein pflanzlichen Zutaten. Es eignet sich für warme und kalte Speisen, aber nicht zur Herstellung von Gerichten wie Rühr- oder Spiegelei.

Tipp 3: Obst

Obstallergien zeigen sich bei Ihnen meistens durch ein Jucken oder Kribbeln im Mund-Rachen-Raum. Oft handelt es sich hier um eine sogenannte Kreuzallergie, wenn Sie auf Birkenpollen allergisch reagieren. Besonders rohe, ungeschälte Äpfel lösen dann bei Ihnen oft Beschwerden aus. Auch auf Pfirsiche, Kirschen, Pflaumen und Aprikosen reagieren viele Menschen allergisch. Immer häufiger treten inzwischen Allergien auf exotische Früchte wie Kiwi, Mango, Litschi oder Maracuja auf, die ebenfalls Kreuzreaktionen mit Birkenpollen zeigen können.

für die Praxis

  • Wählen Sie allergenarme Apfelsorten, das sind meist ältere Sorten wie Boskop, Jamba und Gloster aus. Im Handel finden Sie bereits Apfelsorten, die mit der Bezeichnung „für Allergiker geeignet“ gekennzeichnet sind. Eine große Sortenvielfalt bieten Ihnen Bauern- und Biomärkte.
  • Länger gelagerte Äpfel vertragen Sie oft besser als frische, da der Allergengehalt während der Lagerung abnimmt.
  • Viele Kreuzallergiker berichten, dass sie frisches Obst in der pollenfreien Zeit besser vertragen als während des Pollenflugs.

So senken Sie den Allergengehalt Ihrer Äpfel

  • Schälen Sie die Äpfel, denn die Allergene sitzen oft direkt unter der Schale.
  • Schneiden Sie Ihr Obst in kleine Stücke und lassen Sie es kurz an der Luft stehen (der Sauerstoff aus der Luft inaktiviert die Allergene).
  • Hitze zerstört die Allergene. Als Kompott, Bratapfel, Saft, Gelee oder im Kuchen vertragen Sie Obst als Allergiker meist gut, da die Allergene durch Hitze zerstört werden.

Stellen Sie Ihren Apfel eine Minute bei 600 Watt in die Mikrowelle. Er ist dann noch knackig, seine Allergenität ist aber deutlich verringert.

Tipp 4: Nüsse

Vor allem als Birkenpollenallergiker entwickelt sich bei Ihnen oft gleichzeitig eine Allergie gegen Haselnüsse (Kreuzallergie): Ein Kratzen im Hals, Juckreiz bis hin zur Atemnot sind typische Anzeichen. Besonders gefährlich ist eine Allergie gegen Erdnüsse (hier können schon kleinste Allergenmengen heftige allergische Reaktionen auslösen). Sie tritt besonders häufig auf, wenn Sie gegen Gräserpollen allergisch sind. Sichtbare Nüsse zu meiden, fällt meist nicht schwer. Problematisch sind für Sie kleinste Spuren in Fertiglebensmitteln wie Schokolade. Für diese Spuren gibt es bis heute keine einheitliche Kennzeichnung.

für die Praxis

Beim Einkauf von verpackten Lebensmitteln hilft Ihnen ein Blick auf das Zutatenverzeichnis. Hier werden Nüsse und Produkte daraus als Zutat aufgelistet. Achten Sie auf folgende Begriffe:

  • Baumnüsse
  • Nussmark
  • Nussmus
  • Nussöl
  • Gianduia
  • Nussrohmasse
  • Nusszubereitung
  • Krokant
  • Marzipan
  • Schalenfrüchte
  • Nougat
  • Nusscreme

Tipp 5: Gewürze und Kräuter

Besonders aggressive Allergene sind in Selleriegewürz, Curry, Koriander und Basilikum enthalten. Sellerie ist mittlerweile ein sehr häufiges Nahrungsmittelallergen und zeigt Kreuzallergien zu zahlreichen Kräutern (Beifuß), Gemüse sowie Birkenpollen. Als Würzmittel verbirgt sich Sellerie in Suppen, Saucen, Salat-, Fleisch- und Geflügelspeisen, Gewürzsalzen und -mischungen. Verwenden Sie diese Würzmittel besser nicht und meiden Sie das Allergen, insbesondere im frischen Zustand.

für die Praxis

  • Verwenden Sie vorsichtshalber keine Gewürzmischungen (Curry, Grillgewürz etc.).
  • Garen Sie Gewürze prinzipiell mit, dadurch werden eventuelle Allergene ausgeschaltet.
  • Bevorzugen Sie getrocknete Kräuter, die seltener Allergien auslösen als frische.
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