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Behandlungsmöglichkeiten bei Allergien

Allergien können jeden treffen. Wir zeigen Ihnen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten Linderung von Beschwerden.

Inhalt

Welche Behandlung greift am besten?

Der Nachteil der klassischen Therapie ist, dass Sie über drei Jahre hinweg ein- bis dreimal pro Woche zum Arzt müssen, um sich mit dem Allergen impfen zu lassen. Darüber hinaus zeigt sie nur guten Erfolg, wenn lediglich eine oder zwei Allergien vorliegen und diese erst seit kurzer Zeit bestehen.

Damit ist die Therapie kaum eine Hilfe für langjährige Mehrfach-Allergiker. Um die richtige Therapie anzuwenden, muss man erst einen Allergietest durchführen. Zunächst überprüft der Arzt, unter welchen Bedingungen die Symptome auftreten. Im Anschluss daran testet er den Betroffenen.

Es existieren Hauttests, Blutuntersuchungen und Provokationstests. Beim Hauttest trägt man Proben möglicher Allergene auf die Haut auf und beobachtet, ob sich eine allergische Reaktion zeigt. Beim Prick-Test erfolgt dies durch Auftragen einer Lösung und leichtes Anritzen der Haut. Weitere Hauttests sind der Intrakutantest, Scratch-Test, Reibetest und Epikutantest.

Verschiedene Formen der Desensibilisierung

Bei einigen Allergien gibt es die Möglichkeit der Hyposensibilisierung. Dem folgenden Beitrag können Sie Informationen über die Formen der Hyposensibilisierung gewinnen und erfahren, bei welchen Allergien diese angewendet werden können.

Möglichkeiten der Hyposensibilisierung

Wahrscheinlich denken Sie im Herbst oder Winter noch nicht an den Heuschnupfen im nächsten Frühjahr. Aber erinnern Sie sich an die Beschwerden, die Sie durch Medikamente wie Antihistaminika oder Kortison bekamen? Und auch daran, dass Sie letztes Jahr den Beschluss fassten, rechtzeitig etwas gegen Ihre allergische Reaktion zu unternehmen?

Eine Hyposensibilisierung macht Sie weniger empfindlich auf eine allergieauslösende Substanz. Mit etwas Glück bleiben Sie beschwerdefrei. Allerdings vertragen nicht alle Allergiker dieses Verfahren. Doch das stellt der Arzt in der Regel bei der ersten Behandlung fest.

Was ist eigentlich eine Hyposensibilisierung?

Mit einer Hyposensibilisierung versucht man die Allergie auszutricksen. Der Körper soll sich an die Allergene gewöhnen, auf die er reagiert. Dabei handelt es sich um einen Prozess, der mehrere Jahre in Anspruch nimmt. Wer eine Therapie erfolgreich abschließt, gewinnt an Lebensqualität. Für diese antigen-spezifische Therapie kommen Patienten des Allergie-Typs I in Frage.

Dabei handelt es sich in der Regel um Patienten, die an einer saisonalen allergischen Rhinitis (Heuschnupfen) leiden. Zu dem Typ zählen darüber hinaus Menschen mit leichtem bis mittlerem Asthma gegenüber Gräserpollen (Roggenpollen), Birkenpollen (Haselpollen, Erlenpollen) oder Beifußpollen.

Bei Allergie-Patienten, die auf Hausstaubmilben, Tierhaare und Schimmelpilze reagieren, führt man die Behandlung ebenfalls durch. Bei Insektengiftallergien wirkt die Hyposensibilisierung in vielen Fällen lebensrettend. Aus diesem Grund sollten Patienten sie unter allen Umständen in Anspruch nehmen.

Ablauf der medizinischen Maßnahme

Bei der Hyposensibilisierung spritzt man das Allergen, also den allergieauslösenden Stoff, über Monate oder Jahre hinweg mit einer Vielzahl von Injektionen in das Unterhautgewebe. Beim ersten Mal ist die Lösung stark verdünnt, ruft möglicherweise aber eine örtliche Reaktion oder leichte Allgemeinerscheinungen hervor.

Fällt diese erste Reaktion schwach aus, spritzt der Arzt beim zweiten Mal eine stärkere Konzentration. Dann steigert er Woche um Woche die Dosis. Massive Reaktionen fallen zwar bei diesem Vorgehen selten aus, dennoch überwacht man Sie zur Sicherheit zwei Stunden.

Aus diesem Grund wendet man diese Methode immer häufiger in Kliniken an. Die Behandlung teilt sich in zwei Abschnitte, einer Anfangsbehandlung und einer Erhaltungstherapie. In der Steigerungsphase am Anfang spritzt der Arzt dem Allergie-Patienten ein Mal pro Woche ein Allergenextrat subkutan unter die Haut.

Diese steigert sich wöchentlich, bis der Patient die Höchstdosis erreicht. Dann beginnt Schritt zwei, die Erhaltungstherapie. Ab diesem Zeitpunkt fällt der Arztbesuch alle vier Wochen an. Der behandelnde Mediziner spritzt dem Patienten jeweils ein Mal die Maximaldosis.

Als neu in der Immunisierungs-Therapie gilt die Gabe des Allergenextraktes unter die Zunge. Bei der sublingualen Immuntherapie (SLIT) nimmt der Patient das Allergen als Flüssigkeit oder Tablette eigenständig ein. Der Nachteil: Diese Therapieform kann man nicht bei allen Allergien einsetzen.

Die sogenannten Grasax-Tabletten, die seit einigen Jahren auf dem Markt sind, helfen denjenigen, die gegen Gräserpollen allergisch sind. Sie werden ebenfalls unter die Zunge gelegt. Die Grasax-Therapie sollten Sie jeweils rechtzeitig im Jahr beginnen. Besser noch ist es im Herbst. In den vergangenen Winter flogen aufgrund der Milde die ersten Pollen bereits im Dezember und Januar.

Die Medikamente für die Hyposensibilisierung sind verschreibungspflichtig und werden von der gesetzlichen Krankenkasse gezahlt.

Wann kommt eine Hyposensibilisierung in Frage?

Die Hyposensibilisierung ist zeitaufwendig und eignet sich vor allem für schwere Inhalationsallergien wie etwa auf Pollen und Hausstaubmilben (Heuschnupfen und Asthma).

Für Menschen, die auf Bienen- oder Wespenstiche außerordentlich heftig reagieren, ist diese Form der Hyposensibilierung der einzig wirksame Schutz und möglicherweise lebensrettend. Bei Nahrungsmittelallergien bringt sie nichts, manchmal bessern sich aber korrespondierende Nahrungsmittelallergien.

Man beginnt die Injektionsserien drei bis sechs Monate vor der saisonalen Einwirkungszeit und hat sie bei ihrem Eintritt abgeschlossen.

Der große Vorteil der Hyposensibilisierung

Die Hyposensibilisierung kann Ihre Allergie deutlich mindern. Die klassische Form erfolgt durch Spritzen. Nach einem engen Zeitplan bekommen Sie genau die Stoffe, die Ihre Allergie auslösen, unter die Haut gespritzt. Aber es geht auch anders: Gerade bei Gräser- und Pflanzenallergien können Sie die Allergene auch in Tablettenform zu sich nehmen.

Sie können Ihre Hypersensibilisierung nach ärztlicher Einweisung auch alleine durchführen. Zudem ist das Risiko geringer, dass es zu einem allergischen Schock kommt.

Egal ob Sie die klassische Desensibilisierung oder eine Desensibilisierung durch Tabletten bevorzugen, das gewünschte Ergebnis ist immer das Gleiche: Sie kommen gewollt und immer wieder in Kontakt mit dem allergieauslösenden Stoff. So soll sich Ihr Körper an das Allergen gewöhnen und die allergische Reaktion soll eingedämmt werden. Auf Dauer verringert sich so auch das Risiko eines Etagenwechsels.

Das bedeutet, dass Sie weniger Gefahr laufen, dass sich aus Heuschnupfen zum Beispiel allergisches Asthma entwickelt. Übrigens dürfen Sie nicht zu viel Zeit verstreichen lassen, bevor Sie mit einer Hyposensibilisierung beginnen. Denn wenn wir einen milden Winter bekommen, können Erlen- oder auch Haselnusspollen bereits Ende Dezember wieder fliegen.

Die SLIT-Therapie als Alternative zur herkömmlichen Desensibilisierung

Schon seit 15 Jahren gibt es eine wirkliche Alternative zur Desensibilisierung: die so genannte SLIT-Therapie. SLIT steht für Sublinguale Immun Therapie – eine Hyposensibilisierung in Tropfen-oder Tablettenform. Sie haben noch nie etwas von dieser Art der Behandlung gehört? Und das, obwohl Sie als Allergiker Ihren Arzt immer wieder fragen, ob es nicht neue Behandlungsmöglichkeiten gibt?

Das ist kein Wunder. Denn erst jetzt gewinnt diese Therapie wirklich an Bedeutung, weil die ersten Langzeitstudien über 10 Jahre abgeschlossen sind – und das mit sehr gutem Ergebnis. Heute wissen wir, dass die Häufigkeit von Asthma- und Allergieanfällen auch 10 Jahre nach einer Behandlung mit der SLIT-Therapie deutlich geringer ist und sich die Methode damit als wirklich langfristig effektiv erwiesen hat.

Mit nur einigen Tropfen gegen die Allergie

Eine SLIT-Therapie bietet sich bei unterschiedlichen Allergien an. Sie ist möglich bei

  • Heuschnupfen,
  • Hausstaub- und
  • Tierallergien.

Wenn Sie sich entscheiden, eine SLIT-Therapie zu machen, wird bei Ihnen noch einmal ein ganz genauer Allergie-Test durchgeführt. Aus diesem Test, aber auch aus Ihrer persönlichen Erfahrung kann Ihr Allergologe ableiten, auf welche Allergene Sie besonders stark reagieren.

Anhand dieser Informationen stellt er Ihnen eine Allergenlösung zusammen. Ein bis drei Allergene können auf diese Art behandelt werden. Sie bekommen eine Tropf-Flasche oder Schmelztabletten mit der Allergen-Lösung mit nach Hause. Drei Jahre lang tropfen Sie sich oder legen sich diese Tabletten nun dreimal pro Woche die Allergenlösung unter die Zunge – die Dauer der Therapie ist also vergleichbar mit der einer klassischen Desensibilisierung.

Nach Abschluss dieser Therapie haben Sie große Chancen, immun gegen die Allergieerreger zu sein.

Der größte Vorteil: die Anwendung

Der Vorteil der SLIT liegt darin, dass sie so einfach anzuwenden ist. Es macht schon einen Unterschied, ob Sie sich 3 Jahre lang im Rahmen einer Desensibilisierung für einen zweifelhaften Erfolg Spritzen geben lassen, oder ob Sie einfach nach dem Zähneputzen noch ein paar Tropfen oder Schmelztabletten einnehmen.

Und gerade wenn Sie eine Phobie vor Spritzen haben, aber auch für Kinder ist diese Therapie sehr gut geeignet.

Die Wirkung der SLIT-Therapie

Wissenschaftler der Universität Bonn konnten nachweisen, dass die Immunsystem-Zellen, die sich in der Mundschleimhaut befinden, eine schwächere Reaktion auf Allergene zeigen und daher eine nicht so große Abwehrreaktion auslösen. Treffen Allergene auf die Zellen in der Mundschleimhaut, wird das Immunsystem nicht sofort alarmiert.

Vielmehr werden bestimmte Botenstoffe ausgeschüttet, das Interleukin-10 und der Tumornekrosefaktor-beta. Diese beiden Stoffe verhindern, dass im Körper große Mengen des IgE ausgeschüttet werden – allergische Reaktionen können so nicht stattfinden.

Da bei der SLIT-Therapie die Allergene über die Mundschleimhaut in den Körper gelangen, wird das Immunsystem quasi sanft abgehärtet – nach und nach schwächen sich die allergischen Reaktionen auch bei Aufnahme der Allergene über die Nasenschleimhaut ab.

Nebenwirkungen? Fehlanzeige!

Die SLIT-Therapie erwies sich in den Langzeitstudien der letzten 10 Jahre als äußerst nebenwirkungsarm. Bei nur wenigen Patienten kam es zu einem leichten Jucken während der Einnahme der Allergene, ansonsten klagte keiner über Beschwerden.

Und die SLIT hat noch einen Vorteil gegenüber der klassischen Desensibilisierung: Werden Ihnen Spritzen verabreicht, kann es zu allergischen Schocks kommen. Aus diesem Grund wird heute mit einer sehr geringen Menge des Allergens angefangen; die Dosis, die gespritzt wird, wird dann nach und nach vergrößert.

Dies muss in einem sehr strengen Zeitrahmen passieren – deshalb dürfen auch die Pausen zwischen den einzelnen Spritzen nicht zu groß sein. Bei der SLIT ist das nicht nötig. Auch wenn der Wirkstoff gleich bei der ersten Einnahme schon hoch dosiert ist, kommt es nicht zu Komplikationen.

Welche Medikamente kann man bei Allergien anwenden?

Neben Akupunktur und Hyposensibilisierung können Sie Ihre Allergie und ihre einhergehenden Symptome mit herkömmlichen und altbewährten Medikamenten bekämpfen oder zumindest eindämmen. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige Wirkstoffe vor.

Antihistaminika

Im Verlauf der allergischen Reaktionen wird vermehrt Histamin freigesetzt, das als Botenstoff die allergischen Reaktionen des Körpers, wie Juckreiz, Schleimhautschwellung usw., veranlasst. Antihistaminika wirken den Histamin-Effekten entgegen. Sie helfen dadurch gegen den Juckreiz und Hautausschlag, mindern Schwellungen und dämmen Niesattacken und Nasenfluss ein.

Die beschwerdelindernden Wirkungen treten bereits nach wenigen Minuten ein. Präparate, die direkt am Ort der Beschwerden (also Nase oder Augen) eingesetzt werden, verursachen fast keine Nebenwirkungen mehr.

Dinatriumcromoglycat (DNCG)

DNCG stabilisiert die Mastzellen und blockiert damit deren Histaminausschüttung. DNCG wirkt nicht bei akut auftretenden Beschwerden, sondern vorbeugend. Deshalb muss DNCG beispielsweise während der Pollensaison regelmäßig (täglich) angewendet werden oder ca. eine Stunde vor dem Genuss einer Mahlzeit, die Nahrungsallergene enthalten könnte.

Kortison

Dieses körpereigene Hormon der Nebennierenrinde wird eingesetzt, um bleibende Schäden als Folge der chronischen, allergisch verursachten Entzündung in ihrem Ausmaß zurückzuhalten.

Heute wird es aber nur noch bei schweren Beschwerden eingesetzt, unter anderem, wenn der Verdacht auf Asthma besteht. Bei Hautekzemen werden kortisonhaltige Hautcremes verwendet, um das Ekzem zum Abheilen zu bringen und einer chronischen Hautveränderung vorzubeugen.

Erfolgreiche Kombination gegen Allergieschnupfen: Nasendusche und Kortisonspray

Über die Nase gelangen die Sporen und Pollen in unseren Körper, die bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen können und zu Schnupfen und laufender Nase führen. Häufig werden dagegen Nasensprays mit Kortison verschrieben. Doch den Effekt dieser Sprays können Sie mit einer ganz einfachen Methode verbessern: Mit Nasenduschen.

Das fanden Wissenschaftler aus China heraus.

Sie führten eine Studie mit Kindern zwischen zwei und 15 Jahren durch, die an allergischem Schnupfen litten. 17 Kinder bekamen nur das kortisonhaltige Nasenspray, 18 weitere nutzten nur Salzwasser-Nasenduschen, zweimal täglich und 26 Kinder kombinierten beides.

Es zeigte sich, dass es allen Studienbeteiligten nach drei Monaten besser ging. Aber die, die beide Methoden kombiniert hatten, zeigten schon nach vier bis acht Wochen eine gravierende Besserung, die von den anderen Kindern auch innerhalb der kompletten Studiendauer nicht erreicht wurde.

Warum die Kombination aus Kortisonspray und Salzwassernasendusche besonders effektiv ist, ist noch nicht ganz klar. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Schleim, der sich in der Nase sammelt, durch die Spülung besser in den Nasenrachenraum abtransportiert wird. Hier kann dann das Kortison wirkungsvoller aktiv werden.

Wirksame Augentropfen zusätzlich

Zusätzlich zu diesen Maßnahmen gibt es viele freiverkäufliche und verschreibungspflichtige Augentropfen zur Linderung der Augenallergie. In den USA gehört Olopatadin® zu den neueren verschreibungspflichtigen Tropfen mit Antihistaminwirkung. In Deutschland ist dieser Wirkstoff nach Angaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (Berlin) nicht zugelassen.

Er wirkt als Mastzellstabilisator, das heißt er hemmt die Mastzellen an der Freisetzung von Histamin. Sie können vorhersehbaren, jahreszeitlich auftretenden Allergien an den Augen vorbeugen. Wenden Sie Olopatadin® eine oder zwei Wochen vor dem zu erwartenden Beginn der Augensymptome an und fahren Sie damit die ganze Saison fort.

Andere verschreibungspflichtige Augentropfen, die als Mastzellstabilisatoren wirken, sind Cromoglicinsäure (Otriven-Augentropfen®) und Ketorolac-Acular® Augentropfen, die eine vorwiegend antientzündliche Wirkung haben. Einige speziell zusammengestellte Augentropfen kombinieren Antihistaminika mit abschwellenden Substanzen zur Minderung der Rötung.

Wenn Sie zusätzlich zur allergischen Bindehautentzündung andere Symptome aufweisen, können Antihistamin-Tabletten hilfreich sein. Es gibt zahlreiche freiverkäufliche Produkte.

Mögliche Nebenwirkungen von Anti-Allergie-Medikamenten

Müdigkeit und Benommenheit gelten als Nebenwirkungen einiger dieser Medikamente. Andere Arzneimittel rufen Störungen beim Wasserlassen hervor. Dies gilt insbesondere bei einer vergrößerten Prostata. Neuere verschreibungspflichtige Medikamente (u.a. Fexofenadin® und Ioratidin®) machen weniger müde und verursachen keine Störungen beim Wasserlassen.

Allergiker und Asthmatiker: Viele Fehler bei der Selbstbehandlung

Eine Adrenalin-Fertigspritze hilft Ihnen, wenn Sie schwere Allergien haben, beispielsweise eine Insektenstich-Allergie. Dann kann Sie Ihnen beim allergischen Schock das Leben retten. Bei Asthmatikern verhält es sich ähnlich: auch für sie ist der Inhalator lebensnotwendig. Doch Forscher der University of Texas haben herausgefunden, dass nur ein Bruchteil der Patienten weiß, wie er seine lebensrettenden Medikamente richtig anwendet. Nur 16 Prozent der Allergiker und 7 % derer, die unter Asthma leiden, kennen den korrekten Umgang.

Die Forscher hatten sich von 145 Patienten zeigen lassen, wie sie mit ihren Notfallmedikamenten umgingen und dies mit den allgemeingültigen Standards verglichen. Dabei fanden sie heraus, das über 50 Prozent aller Patienten drei oder mehr Fehler macht – unabhängig davon, wie sie behandelt werden, welche Bildung sie aufwiesen oder ob es Menschen in ihrer Umgebung gab, die ebenfalls ein solches Gerät nutzten.

Allergiker, so stellten die Forscher fest, entfernen sehr häufig die Notfallspritze zu früh. Diese muss nach dem Einstechen noch zehn Sekunden, besser etwas länger, in der Einstichstelle belassen werden.

Asthmatiker vergessen dagegen oft, vor Anwendung des Inhalators diesen ausreichend zu schütteln oder tief und lange auszuatmen, um das Mittel dann richtig einatmen zu können.

Achten Sie auf die Inhaltsstoffe bei Allergiemitteln!

Draußen wird es langsam richtig kalt, der erste Schnee fällt und dennoch kommt man als Allergiker nicht drum herum, sich schon mit einem Frühlingsthema zu befassen. Denn „Ökotest“ hat freiverkäufliche Mittel gegen Pollenallergie getestet – und dabei erstaunliche Inhaltsstoffe festgestellt.

Augen- und Nasentropfen sowie Mittel zum Einnehmen wurden untersucht. Dabei stellen die Tester fest, dass einige Präparate tatsächlich noch die Antihistaminika der ersten Generation erhielten, die Müdigkeit auslösen und sogar die Verkehrstüchtigkeit herabsetzen können. Sie sollten daher als Allergiker darauf achten, dass Ihre Mittel die Wirkstoffe Cetirizin oder Loratadin enthalten. Diese Stoffe werden besser vertragen.

Vorsicht auch bei Augen- und Nasentropfen: Es gibt Präparate, die zur Konservierung Benzalkoniumchlorid enthalten. Dies ist ein Stoff, der durch das Mittel Sagrotan bekannt ist – er hat in Medikamenten nicht unbedingt etwas zu suchen. Gleiches trifft auf den Konservierungsstoff Natriumedetat zu, der die Zellmembran angreift. Fragen Sie daher Ihren Arzt nach Alternativen, wenn diese Stoffe in Ihren Allergiepräparaten enthalten sind.

Nanopartikel gegen Allergien und allergisches Asthma

Um Allergien zu lindern kann man auf einfache Art und Weise Allergieauslösern aus dem Weg gehen. Wir geben Ihnen einige Tipps, die mit einfachsten Hausmitteln umzusetzen sind.

Die besten Hausmittel bei allergischen Ekzemen

Die folgenden Hausmittel haben sich bestens bewährt, um bei allergischen Hautausschlägen den Juckreiz zu lindern und die Entzündung zu hemmen.

Kartoffelmehlauflage

Kartoffelmehl ist eigentlich zur Herstellung von Kartoffelknödeln und nicht für medizinische Anwendungen gedacht. Dennoch ist dieses in jedem Supermarkt erhältliche Nahrungsmittel ein ganz ausgezeichnetes Mittel gegen juckende und nässende Hautprobleme, denn es wirkt entgiftend und hautberuhigend.

So wenden Sie das Kartoffelmehl an: Verrühren Sie das Pulver mit warmem Wasser zu einem streichfähigen Brei und streichen Sie ihn mit Hilfe eines Backpinsels auf die Haut. Alternativ können Sie Kartoffelmehl auch wie einen Puder verwenden und mit einem Wattepad auf die Haut auf.

Obstessig-Abreibung

Obstessig wird aus vergorenem Obst – meistens Äpfeln – unter dem Zusatz von Essigbakterien hergestellt. Eine Abreibung mit diesem Essig wirkt kühlend und lindert zuverlässig auch heftigen Juckreiz und hat einen leicht keimtötenden Effekt.

So wenden Sie den Obstessig an: Verdünnen Sie den Obstessig immer im Verhältnis 1:10 ehe Sie ihn auf die Haut bringen. Tränken Sie dann einen Waschhandschuh mit der Lösung und reiben Sie die betroffenen Körperstellen damit ab.

Schwarztee-Abwaschung

Schwarzer Tee enthält Gerbstoffe, die zusammenziehend auf die Haut wirken und dadurch einen entzündungshemmenden und juckreizlindernden Effekt haben.

So wenden Sie den Schwarztee an: Übergießen Sie 2 Beutel Schwarztee mit einer Tasse kochendem Wasser, und lassen Sie den Ansatz 5 Minuten lang ziehen. Nach dem Abkühlen können Sie mit Hilfe eines in dem Tee getränkten Wattepads ganz gezielt die betroffenen Hautstellen abwaschen.

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Pflanzensud für allergiefreie Ostereier

Vor den Ostertagen steht natürlich in jedem Jahr eine Entscheidung bevor: selbst gefärbte oder selbst gekaufte bunte Eier? Gerade diejenigen, die keine Kinder haben, trotzdem aber bunte Eier möchten, tendieren oft zu selbst gekauften gefärbten Eiern.

Das Problem: Zwar entsprechen die verwendeten Farben dem Lebensmittelrecht, trotzdem besteht aber Allergiegefahr. Denn in manchen Farben sind Azofarbstoffe enthalten, die schwach allergieauslösend sind. Dies sind E 102 (Tartazin), E 122 (Azorubin), E 127 (Erythrosin) oder auch E 151 (Brilliantschwarz).

An sich sind die Stoffe nicht schlimm, so lange sie auf der Schale bleiben. Hat die Schale aber einen kleinen Riss, dann gelangt die Farbe ans Ei und wird somit verzehrt.

Unser Vorschlag: Kehren Sie doch zurück zur Natur. Das bedeutet zwar, dass Sie selber färben müssen – aber mit Pflanzensaft. Alternativen haben Sie viele:

  • Zwiebeln, Rotkohl, Heidelbeeren: braune bis braun-blaue Eier
  • Rote Beete: rote Eier
  • Spinat: grüne Eier
  • Kümmel, Kamille, Safran: gelbe Eier
  • Holundersaft: lila Eier.

Kochen Sie die Pflanzenbestandteile und filtern Sie den Sud ab; die Eier entweder in dem Sud hart kochen oder 5 bis 10 Minuten hineinlegen. Wenn Sie dann noch etwas Essig hineingeben, leuchten die gefärbten Eier wunderschön im Osternest.

Nanopartikel gegen Allergien und allergisches Asthma

30 Prozent aller Deutschen leiden unter Allergien, 8 Prozent unter Asthma und diese Zahlen erhöhen sich ständig. Allergien werden das neue Volksleiden. Bei allergischem Asthma ist es wichtig, dass Sie ständig Ihr Medikament bei sich tragen, um es im Notfall schnell einnehmen zu können.

Das ist der einzige Weg, wie Sie die Entzündungsreaktion im Körper unterdrücken und den Anfall stoppen können. Amerikanische Forscher der Northwestern University haben nun aber einen Weg gefunden, der Asthmatikern, aber auch Menschen, die unter anderen Allergien leiden, das Leben stark erleichtern kann. Sie schafften es, das Immunsystem mit Nanopartikeln so zu beeinflussen, dass es die Stoffe, die die Allergien auslöst, wieder akzeptiert und nicht mehr angreift.

Die Wissenschaftler stellten Nano-Kügelchen her, die aus einem Stoff bestanden, der unter anderem Milch- und Glycolid-Säure enthielt. Dieses Biopolymer-Kügelchen hat den Vorteil, dass es im Körper sehr schnell abgebaut wird. In der Hülle der kleinen Kugel versteckten die Forscher ein Ei-Protein. Die Kugel selbst mischten sie bestimmten Labormäusen unter das Futter; die Tiere reagierten eigentlich hoch allergisch auf das Protein.

Doch getarnt in dieser Kugel blieb die Allergie aus. Die Fresszellen des Immunsystems „kümmerten“ sich um das Nanoteilchen und verschlangen es. Die Hülle des Kügelchens löste sich erst in den Fresszellen auf; dort wurde dann der eigentlich allergieauslösende Stoff freigesetzt. Er sorgte daraufhin nicht mehr für eine allergische Reaktion, denn das Immunsystem erkannte ihn nicht mehr als bedrohlich.

Man könnte den Vorgang schon fast als „Neustart“ für das Immunsystem bezeichnen. Ab diesem Moment zeigten die Mäuse keinerlei allergische Reaktionen mehr.

Langfristige Universaltherapie für Allergien?

Neben allergischem Asthma ließen sich auch schwere Allergien heilen. Die Forscher wiesen darauf hin, dass sich je nach Allergie die Kügelchen mit allen möglichen Stoffen „beladen“ lassen. Es handelt sich um eine Universaltherapie. So können die Nanopartikel zum Beispiel mit Erdnussproteinen oder bestimmten Pollen von Pflanzen bestückt werden. Damit kann es in Zukunft, wenn die Methode auf den Markt kommt, wirklich möglich sein, Allergien dauerhaft zu heilen.

Bisher war dies nur in bestimmten Fällen möglich und wenn allergisches Asthma vorlag, schon gar nicht mehr. In der Regel blieb dann nur, den Allergieauslöser zu meiden oder Medikamente einzunehmen. Diese aber können Nebenwirkungen auslösen. Gerade die Asthma-Mittel können zu Heiserkeit, Halsbeschwerden oder sogar Pilzinfektionen führen.

Müssen kortisonhaltige Mittel verwendet werden, die dann in großen Dosen zum Einsatz kommen, kann dies bei betroffenen Kindern sogar Wachstumsverzögerungen auslösen. Durch die Nanopartikel können all diese Spätfolgen in Zukunft der Vergangenheit angehören.

Einfache Verhaltensregeln können Ihre Beschwerden lindern

Wenn sich die Allergiebedingtheit Ihrer Augenprobleme herausstellt, könnte Ihr Arzt Ihnen bei der Identifikation der allergieauslösenden Ursache behilflich sein. Ist der Auslöser bekannt, ergreifen Sie Maßnahmen zur Verringerung oder Vermeidung des Kontaktes.

Dazu gehören:

  • Sie mindern die Wirkungen von jahreszeitlich auftretenden Pollen, indem Sie die Fenster schließen und eine Klimaanlage einschalten. Eine Klimaanlage kühlt, trocknet und reinigt die Luft.
  • Das Auflegen von kühlen Kompressen auf den Augen wirkt lindernd.
  • Versuchen Sie, während der Hauptpollenflugzeit (von etwa 5 bis 10 Uhr morgens) drinnen zu bleiben.
  • Nicht die Augen reiben! Mit den Händen brächten Sie Allergene direkt in die Augen
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