Allergien: Sick-Building-Syndrom
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GNL5356
Ungesundes Klima am Arbeitsplatz?
Viele Beschäftigte, die sich an ihrem Arbeitsplatz nicht wohlfühlen, klagen über Beschwerden wie Kopfschmerzen, schnelle Ermüdung sowie Haut- und Schleimhautbeschwerden. Die Umweltmedizin sieht eine der Ursachen in chemischen oder biologischen Innenraumfaktoren. Der Name „Sick Building Syndrome“ wurde geboren = krank infolge eines „kranken“ Gebäudes.
Inwieweit auch psychosoziale Bedingungen mitspielen, untersuchte ein breit angelegtes Forschungsprojekt unter der Leitung der Erfurter Arbeitsgruppe Raumklimatologie der Universität Jena. Rund 5.000 Beschäftigte wurden befragt und Meßreihen an 1.500 Arbeitsplätzen in 14 großen Bürogebäuden durchgeführt. In natürlich belüfteten Räumen waren die Konzentrationen von Kohlenmonoxid und flüchtigen organischen Verbindungen sowie von Schimmelpilzen höher. In klimatisierten Räumen stellten die Untersucher etwas höhere Formaldehyd-Konzentrationen und einen stärkeren Luftaustausch fest. Allerdings hing die Qualität der Raumluft direkt von der Anlagenplanung und der Wartung der Befeuchtungseinrichtungen und Luftfilter ab. Insbesondere ist ja die Verteilung von Krankheitskeimen und die Austrocknung der Schleimhäute schuld daran, daß Personen, die in klimatisierten Räumen arbeiten, häufiger an Erkältungskrankeiten leiden.
Insgesamt entscheidend für das Befinden der Beschäftigen waren aber nach den Ergebnissen des Forschungsprojekts die Arbeitsinhalte und -bedinungen sowie das Betriebsklima.