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Weitere Akneformen und deren Behandlung

Es gibt nicht nur Akne in der Pubertät. Lesen Sie hier welche Arten der Akne auch Erwachsene treffen können:

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Erwachsenen-Akne

Immer häufiger klagen Erwachsene darüber, dass sie Pickel bekommen und ihre Haut pustelig und uneben wird. Gerade im Sportbereich, wo allerhand Legales und Illegales geschluckt wird, treibt die Erwachsenen-Akne ihr Unwesen.

Als Erstes sollten Sie bei zunehmenden Hautunreinheiten im Erwachsenenalter den Hautarzt aufsuchen, denn er kann Ihnen wirksam helfen. Darüber hinaus spielt Ihre Selbsthilfe eine wichtige Rolle. Hautpflege macht unreine Haut zwar nicht gesund, aber sie ist enorm wichtig für den Heilungsprozess.

Das hilft Ihnen bei Erwachsenen-Akne

  • Sanfte Reinigung entfernt überschüssiges Fett und Hautschüppchen, die Ihre Poren verstopfen können. Reinigen Sie Ihre Haut deshalb zweimal am Tag. Waschen Sie Ihre Haut nicht mit Seife, sondern mit Waschlotionen oder waschaktiven Substanzen, die für unreine Haut empfohlen werden. Sie schützen den natürlichen Säuremantel Ihrer Haut.
  • Verwenden Sie eine Pflegeserie speziell für Aknehaut (am besten aus der Apotheke). Sie enthält Wirkstoffe, die die Tätigkeit der Talgdrüsen normalisieren, Bakterien bekämpfen und das Abstoßen von Hornschüppchen erleichtern.
  • Ihre Pflegemittel sollten „antikomedogen“ (gegen Mitesser wirksam) sein. Vermeiden Sie zu fetthaltige Cremes.
  • Benutzen Sie keine Waschlappen, denn darin können sich Keime vermehren, die Ihrer Haut schaden. Verwenden Sie lieber Einmal-Waschlappen.
  • Machen Sie ein- bis zweimal in der Woche ein sanftes Peeling. Damit lösen Sie Verhornungen und beugen Mitessern vor.
  • Besorgen Sie sich spezielle Lösungen und Salben aus der Apotheke zum Desinfizieren entzündeter Stellen. Ihre Haut sollte immer möglichst trocken sein.
  • Masken mit Heilerde (Apotheke, Bioladen, Reformhaus) beruhigen Entzündungen und saugen das überschüssige Hautfett auf.
  • Wenn Sie viel schwitzen, sollten Sie möglichst häufig duschen, denn der schwitzende Körper bildet noch mehr Talg.
  • Leichte Sonnenbäder helfen der Haut vor allem im Winter. Solarium-Bestrahlung hingegen schädigt sie.
  • Essen Sie nicht zu viel jodiertes Speisesalz, weil das Jod durch die Talgdrüsen ausgeschieden wird und die Akne verschlimmern oder erst auslösen kann.
  • Sorgen Sie dafür, dass Sie genügend Schlaf bekommen. Ruhe lässt Akne schneller abheilen.
  • Hände weg von Zigaretten! Eine einzige Zigarette lässt die Talgdrüsen eine halbe Stunde lang doppelt so viel Talg bilden wie sonst.
  • Drücken Sie niemals an den Mitessern, Pusteln und Pickeln herum, denn dadurch entstehen zusätzliche Entzündungen, Narben und Gewebeschäden.

Und last but not least natürlich noch unser gemeinsames Credo: Bewegen Sie sich regelmäßig an der frischen Luft. Das kurbelt schließlich auch die Durchblutung und die Reinheit der Haut an.

Keine Chance der Mallorca-Akne!

Darüber berichteten die Medien in den letzten Jahren so viel, dass wohl jeder inzwischen weiß: Niemals ohne ausreichenden Lichtschutz in die Sonne! Trotzdem bekommen immer mehr Menschen eine Sonderform von Sonnenallergie, die „Mallorca-Akne“. Diese juckenden und/oder schmerzenden Pickel entstehen vor allem unter den extremen Lichtbedingungen des sonnigen Südens.

Auch in unseren Breiten kommt es wegen der Ausdünnung der schützenden Ozonschicht immer häufiger zu diesen akuten Lichtschäden, gerade bei der Verwendung von Sonnenschutzmitteln.

Die UVA-Strahlung bewirkt, dass sich auf und in der Haut Fette zu schädlichen Lipoperoxiden (freie Radikale) zersetzen. Diese rufen bei Empfindlichen Entzündungen und Pusteln hervor. Sehr oft sind Gesicht, Dekolleté, Nacken und oberer Rücken betroffen. Schuld an einer Mallorca-Akne ist die Reaktion der Sonnenstrahlung mit den Fetten und Emulgatoren in Sonnenschutzmitteln.

Wenn Sie einmal Mallorca-Akne hatten, bekommen Sie diese unter solchen Bedingungen vermutlich wieder. Dann sehen Sie sich zwei Übeln gegenüber: Ohne Lichtschutzmittel erleiden Sie einen gewaltigen Sonnenbrand, mit einem Schutzmittel droht die Mallorca-Akne. Beides sind Lichtschäden, die es unbedingt zu vermeiden gilt.

Schatten ist gesünder als Sonne!

Wenn Sie betroffen sind, gibt es für Sie nur eines: Wechseln Sie das Lichtschutzmittel! Wichtig ist, dass das verwendete Lichtschutzmittel neben einem angemessenen UVB-Filter gegen Sonnenbrand ein hohes Vermögen hat, den gesamten UVA-Bereich abzudecken. Fettfreie Gels speziell für empfindliche Haut eignen sich für Sie besser als jede fetthaltige Creme oder Sonnenmilch. Leider sind diese meist nicht wasserfest oder sehr teuer.

Bevor Sie aber lange herumprobieren und in der Zwischenzeit mehrere Lichtschäden erleiden, holen Sie hautärztlichen Rat ein.

Darüberhinaus können Sie mit Vitamin E und Beta-Karotin aus der Nahrung und in Cremes vorbereitend viel dafür tun, um die Sonnentoleranz Ihrer Haut zu erhöhen. Diese beiden Antioxidantien helfen, das Entstehen freier Radikale in der Haut abzubremsen. Die tägliche rohe Karotte empfiehlt sich auch im Sommer.

Wenn Sie empfindlich für Mallorca-Akne sind, empfehlen Experten, zwei bis drei Wochen vor einem Urlaub in südlicher Sonne Vitamin E und Beta-Carotin als Präparat zusätzlich einzunehmen und dies während des Urlaubs fortzuführen.

Warum muss es die volle südliche Sonne sein? Lassen Sie sich beschatten! Damit haben Sie immer noch die halbe Sonne und hinterher die länger anhaltende Bräunung der glatten Haut. Ein breitkrempiger Hut ist ein Muss. Für Wanderungen oder andere sportliche Aktivitäten tragen Sie körperbedeckende Kleidung und darunter das geeignete Lichtschutzmittel. Bekanntlich lassen Textilien Sonnenstrahlung durch.

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