Depressive Verstimmungen sind keine Depressionen
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Depression
vom 9. Juli 2009, 16:00 Uhr
GNL5223
Depressionen und depressive Verstimmungen - zumindest im täglichen Leben werden diese beiden Begriffe von vielen Menschen gleichgesetzt. Aber eigentlich sind doch unterschiedliche Gesundheitszustände gemeint, oder? Das möchte zumindest meine Leserin Uta W. wissen.
Depressive Verstimmungen treffen jeden Menschen immer wieder, und sei es auch nur in ganz leichter Form. Dieses Gefühl kann einige Minuten, aber auch Stunden oder zwei bis drei Tage anhalten.
Im Gegensatz dazu steht die Depression. Hier dauern die Symptome über mindestens 14 Tage an. Das ganze Leben ist beeinträchtigt. Zu den Verstimmungen kommt eine Antriebsstörung hinzu. Dem Betroffenen fällt es schwer, den Alltag zu meistern. Er muss sich regelrecht dazu zwingen. Gekoppelt ist diese Antriebslosigkeit mit einem Interessensverlust. Alles, was sonst wichtig war, macht keinen Spaß mehr, Freude und Lust an Hobbys und anderen Dingen, die man vorher als schön empfunden hat, gehen verloren.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner
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