Depressionen: Gibt es bestimmte Auslöser?
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Depression
vom 31. März 2011, 16:00 Uhr
GNL5356
Frau Regina D. möchte Folgendes wissen:
Gibt es spezielle Frühwarnzeichen, die auf eine Depression hinweisen können? Oder bestimmte Auslöser, die bei vielen Menschen gleich sind?
Liebe Regina,
damit es zu einer Depression kommt, müssen viele Faktoren zusammenspielen. Zunächst einmal haben einige Betroffene einfach ein höheres Risiko für Depressionen. Wenn es bei diesen Menschen zu belastenden Situationen, wie Tod eines Angehörigen, Trennung, Verlust von Freunden oder Arbeitsplatz kommt, dann kann dies schnell eine Depression auslösen.
Auch Menschen, die wenig Selbstbewusstsein haben oder unter einem sehr geringen Selbstwertgefühl leiden, entwickeln schnell eine Depression.
Zudem kann es durch eine geschädigte Wahrnehmung zu Depressionen kommen: Normalerweise nehmen wie die Welt als sinnvoll wahr, unser Leben erscheint uns durchaus zu bewältigen. Diese Wahrnehmung kann durch ein Trauma, aber auch durch eine schwierige Beziehung gestört sein - ein weiteres Risiko für die Entwicklung einer Depression.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner
ähnliche Beiträge
- Depressionen: In jedem Kulturkreis bekannt
- Wodurch wird Arthrose ausgelöst?
- Herzkrankheiten und Depressionen hängen häufig zusammen
- Angst und Depressionen sind eng miteinander verbunden
- Depressionen verstärken das Schmerzempfinden
- Depressionen: Wie hoch ist die Suizid-Gefahr?
- Depressionen: Nur in bestimmten Fällen hilft Psychotherapie alleine
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Dr Papp Ernoene Ungarn (31.03. 2011 17:07 Uhr):
Ich hätte da eine Frage: kann man Depression mit Naturheilmittel heilen? Kann es auch durch einen Vitalstoffmangel ausgelöst werden? Falls jemand Depression major hat, kann es vorkommen, dass Phasen der Abgeschlagenheit durch Phasen von irrationalen Aggressionen abgewechselt wird? Heute wird ja Depression von Vielen als einer der Volkskrankheiten bezeichnet. Warum? Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus:
Antworten- Antwort von Müller (02.04. 2011 15:29 Uhr):
Ja man kann wunderbar die Ursache beseitigen indem man Typtophan und Vitamin B6 zusätzlich einnimmt, - also immer den gesamten B-Komplex. Als Beweis bitte hier lesen: www.hirndefekte.de bessere Tipps gibt es nicht. Viel Erfolg
- Antwort von Müller (02.04. 2011 15:29 Uhr):
- Kommentar von Axel Tausch (31.03. 2011 19:16 Uhr):
Nach ihrer Darstellung müßte ja fast jeder immer einmal wieder Depressionen haben. Eine echte Depression muß gegenüber einer depressiven Verstimmung klinisch abgesichert sein, z. B. durch Tryptophan- bzw. Serotoninbestimmung, validierte Teste u.a., denn nur dann kann auch eine indizierte Pharmaka-Therapie eingeleitet werden.
Antworten - Kommentar von Dierck H Liebscher (01.04. 2011 13:11 Uhr):
Sehr geehrte Frau Dr. Hahn-Hübner, Es ist viel zu wenig bekannt, dass ärztlich diagnostizierte Depressionen durch einen unbehandelten bzw. unerkannten Mg-Mangel provoziert oder verschlimmert werden können. Viel zu schnell werden Antidepressiva verordnet. Immer würde ich fordern, dass der Mg-Status abgeklärt wird, nach weiteren Mg-Mangel-Symptomen gefahndet und Mg aufdosiert wird, Zielwert größer als 0,9 mmol/l Mg im Serum. Die entsprechenden Patientenberichte und den chronischen Mg-Mangel sollte man ernst nehmen. Interessanterweise steht neuerdings im Standardlehrbuch der Inneren Medizin; - CLASSEN-DIEHL-KOCHSIEK, 2009: Bei chronischem Mg-Mangel: 1000-1500 mg Mg pro Tag. Auf diesen Dosisbereich weise ich schon seit 2000 hin! Mit freundlichen Grüßen Dierck-H.Liebscher
Antworten- Antwort von Müller (02.04. 2011 15:38 Uhr):
Einen Magnesium-Mangel im Blut zu testen hat keinen großen Aussagewert, denn mit einen ausreichenden Mg-Spiegel im Blut ist noch lange nicht gesagt, ob das Magnesium in die Körperzellen kommt, wo es benötigt wird. Und hier scheiden sich die Geister zwischen Schulmedizin und Zellularmedizin. Man muß eine Ganzkörperbetrachtung und Ernährungsweise analysieren. Viele Grüße
- Antwort von Dierck H Liebscher (04.04. 2011 11:08 Uhr):
Sehr geehrte Frau oder Herr Müller, Sie haben Recht mit dem begrenzten Aussagewert eines Mg-Serumwertes, denn nur bei weniger als 50% der betroffenen Mg-Mangel-Chroniker liegen die Mg-Serumwerte außerhalb, gemeint unterhalb, des Referenzbereiches des Mg-Serumwertes, obwohl es einen intrazellulären Mg-Mangel gibt. Deshalb fordere ich ja, dass bei Menschen mit Beschwerden, die dem Mg-Mangel zuordenbar sind, wenigstens ein Zielwert von größer als 0,9 mmol/l Mg im Serum angestrebt wird, damit diese Betroffenen nicht aufgrund der Labordaten fehlerhafter Weise gesund erklärt werden! Außerdem zwingt gerade eine Elektrolytstörung wie der Mg-Mangel zu einer ganzheitlichen Betrachtung„alle Schubladen der Gesundheit“;. Es handelt sich bei chronischem Mg-Mangel eben nicht nur um Befindlichkeitsstörungen und Wadenkrämpfe, sondern um eine Vielzahl von ernstzunehmenden Symptomen und Folgeerkrankungen. Dass das Mg bei entsprechender Aufdosierung in den Zellen ankommt, sieht man insbesondere an der Verbesserung der Symptome und des Anhebens der Mg-Spiegel, - Mg im Serum, Mg in den Erythrozyten oder Mg im Vollblut. Mit freundlichen Grüßen Dierck-H.Liebscher
- Antwort von Müller (02.04. 2011 15:38 Uhr):