Depressionen erhöhen Schlaganfallrisiko deutlich
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Depression
vom 28. September 2011, 16:00 Uhr
GNL5356
Bei rund 16 Prozent aller Menschen kommt es im Laufe ihres Lebens zu einer Depression. Was aber viele Betroffene nicht wissen: gleichzeitig mit dieser Erkrankung steigt auch das Schlaganfallrisiko sprunghaft an. Eine Untersuchung mit über 320.000 Amerikanern zeigte, dass es bei Patienten, die unter Depressionen leiden, um 45 Prozent erhöht ist - das Risiko, an einem Schlag zu sterben, steigt sogar um 55 Prozent.
Die Gründe für diesen Zusammenhang sind vielfältig. So verändern sich durch Depressionen zum Beispiel der Stoffwechsel im Gehirn sowie der Hormonhaushalt des Körpers.
Grund kann auch sein, dass depressive Menschen weniger auf sich achten und ihre Gesundheit eher schädigen: sie rauchen und trinken mehr, bewegen sich dafür weniger.
Die Forscher wollen nun auch genauer untersuchen, in wie weit die Einnahme von Antidepressiva eine Rolle für das gesteigerte Schlaganfallrisiko spielt.