Denken Sie jetzt beim Outdoorsport auch an Ihren Tetanusschutz
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 3. April 2008, 12:00 Uhr
GNL5356
Wenn es Sie jetzt zum Sporteln wieder ins Freie hinaus zieht, sollten Sie an nicht nur an Zecken, sondern auch an die Erreger des Wundstarrkrampfes denken. Den einzig sicheren Schutz dagegen bietet die Impfung. Sie sollte nach bisherigem Kenntnisstand alle zehn Jahre erneuert werden. Während Kinder meist durch eine Impfung geschützt sind, vergessen Erwachsene oft, ihren Impfschutz aufzufrischen. Neuere Forschungen deuten zwar daraufhin, dass der herkömmliche Impfschutz wesentlich länger anhält als zehn Jahre. In Schweden beispielsweise wird seit neuestem eine Wiederauffrischung nur noch alle 30 Jahre empfohlen. Doch so lange sich unsere Impfexperten dem nicht angeschlossen haben, kann ich Ihnen dazu keinesfalls raten!
Die Wundstarrkrampf-Erreger (Clostridium tetani) stecken im Boden sowie im Staub oder auch im Kot von Tieren. Sie bilden Sporen, die sehr überlebensfähig sind. Wenn Sie sich nun beim Outdorrsport verletzen - und sei es auch nur fast unmerklich etwa durch einen kleinen Dornenstich oder einen Piekser von einem Holzsplitter - können die tödlichen Bakterien in den Körper wandern. Deren Giftstoffe schädigen das Nervensystem. Symptom: Schwerste Muskelkrämpfe, die der Krankheit den Namen gegeben haben. Sie treten meist wenige Tage nach der Infektion auf und zwar zuerst in der Gesichtsmuskulatur. Dann können die Krampfzustände die Atemmuskulatur erfassen und damit lebensbedrohlich werden. Trotz sofortiger Behandlung in der Klinik sterben etwa 25 bis 30 Prozent der Infizierten an der Erkrankung.
Auch bei Reisen in feuchtwarme Länder wie Asien und Afrika sollten Sie übrigens unbedingt gegen Tetanus geimpft sein!