Denken Sie bei Ihrer Maiwanderung an Zecken
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 30. April 2008, 06:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin,
lieber Leser,
am morgigen Feiertag zieht es ganz sicher viele Naturfreunde unter Ihnen hinaus ins Grüne. Da sollten Sie sich gegen Attacken von Zecken wappnen. Diese warten im Gras, im Unterholz und in Büschen auf Sie. Sie lassen sich nicht von Bäumen fallen, wie irrtümlicherweise immer wieder behauptet wird. Zecken gefährden Sie nicht nur im Süden Deutschlands, sondern inzwischen von der Nordsee bis zum Alpenrand.
In dieser Jahreszeit sind Zecken besonders aktiv. Sie orten ihre Opfer, indem sie minimale Wärmeschwankungen, Erschütterungen und Schweißgeruch ausloten. Dann wechseln sie den Ort und beißen zu. Dabei spritzen sie erst einen schmerzstillenden und gerinnungshemmenden Cocktail in die Einstichstelle. Gefährlich ist, dass Zecken dabei möglicherweise Infektionen übertragen. Sie können Sie mit dem Bakterium der Lyme-Borreliose und dem Virus der Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) infizieren. Gegen die FSME gibt es eine Impfung , gegen die Lyme-Borreliose derzeit noch nicht. Die Lyme-Borreliose beginnt oft mit einer ringförmigen Hautrötung - auch bekannt als „Wanderröte" - um die Einstichstelle - manchmal erst Wochen nach dem Einstich. Es kommt zu Gliederreißen, extremem Nachtschweiß, Schwindelattacken, unerklärlicher Müdigkeit, Kopf- und Nervenschmerzen. Im schlimmsten Fall können Bewegungsapparat und Herz angegriffen werden und sich Lähmungen einstellen.
Welche Vorsichtsmaßnahmen Sie selbst treffen können, verrate ich Ihnen im nächsten Beitrag.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider