Denken Sie an den Schutz vor Zecken
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Zeckenbiss
vom 20. Juli 2010, 05:00 Uhr
GNL5356
Der Gemeine Holzbock - besser bekannt als Zecke - wartet im Gras, im Unterholz und in Büschen auf Warmblüter und befällt diese, während sie an ihm vorbei wandern oder laufen. Er lässt sich nicht von Bäumen fallen, wie irrtümlicherweise immer wieder behauptet wird. Zecken gefährden Sie nicht nur im Süden Deutschlands, sondern inzwischen von der Nordsee bis zum Alpenrand. Die Zecken sind deshalb so gefürchtet, weil diese Sie mit dem Bakterium der Lyme-Borreliose und dem Virus der Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) infizieren können.
Einige Vorsichtsmaßnahmen sollten Sie vorbeugend ergreifen:
- Lassen Sie sich rechtzeitig gegen FSME impfen, vor allem wenn Sie in Süddeutschland leben oder dort wandern wollen. Die Kosten müssen Sie allerdings in der Regel selbst tragen. Fragen Sie zur Sicherheit jedoch bei Ihrer Krankenkasse nach.
- Sprühen, cremen oder reiben Sie sich rechtzeitig mit einem Repellent zur Zeckenabwehr ein. An warmen, dünnhäutigen Stellen wie Haaransatz, Kniekehlen oder Achselhöhlen beißen sie besonders gern zu. Es hat sich bewährt, die Ränder der Kleidungsstücke ebenfalls mit den Mitteln gut einzusprühen (Ärmelrand, Kragen, Hosenbund, Hosenbeinrand) und so eine Barriere zu schaffen.
- Die lästigen Tierchen krabbeln oft auch eine Weile herum, bis sie eine geeignete „Tankstelle" finden. Wenn Sie ein Sonnenschutzmittel auftragen, sollten Sie das Anti-Zecken-Mittel darüber geben. Es schützt Sie etwa vier Stunden gegen Zecken. Praktisch sind Anti-Zeckentüchlein, die beim Wandern in der Hosentasche Platz finden, und es ermöglichen, auch wenn Sie länger unterwegs sind, für Zeckenschutz zu sorgen.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von gingeb (28.07. 2010 14:49 Uhr):
Genau so falsch, wie das Gerücht Zecken fielen NUR von Bäumen ist die Meldung Zecken säßen nur im Gras. Seit mir beim Picknick unter einer hohen Fichte gleich ein ganzes GELEGE junger Zecken auf mein weißes Anrichtetuch gefallen ist, mit Lupe untersucht, wundert es mich nicht mehr, daß ich beim Joggen in Jungwäldern regelmäßig von Zecken befallen werde. Beim Rennen durch die Wiesen fallen sie wohl schon bald von den Hosen oder sind auf den Wegerln schon von Vorgängern oder -läufern mitgenommen worden. Nach dem Heimkommen Duschen Haarewaschen und die Kleider in die Waschmaschine tun, hat mich bis jetzt auch ohne Zeckenchemie beschützt. Zecken brauchen manchmal Tage bis sie sich entschließen, wo sie den Rest ihrer Tage verbringen möchten.
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