Dekorative Kosmetik: Vorsicht, krebserregende Stoffe
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Kosmetik
vom 25.09.2006 16:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin, lieber Leser,
das Bayrische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat es herausgefunden: gerade dekorative Kosmetik ist zum Teil sehr stark mit krebserregenden Nitrosaminen belastet. Dies sind hoch giftige Stoffe. Aufgrund dessen dürfen sie nur in solch geringen Spuren in Kosmetika vorhanden sein, die technisch unvermeidbar sind.
Kritisch ist bereits die Nachweisgrenze – diese liegt bei 10 Mikrogramm pro Kilo des untersuchten Stoffes. Von den Stichproben, die in Bayern genauer untersucht wurden, wiesen 40 % zu viele Nitrosamine und damit Grund zur Beanstandung auf.
Gerade Wimperntusche und Lidstrich-Produkte, egal ob als Stift oder flüssig, sind hiervon besonders betroffen. Aber wie kommen die krebserregenden Stoffe in Kosmetika? Es gibt zwei Wege: Entweder ist der Rohstoff, aus dem die Produkte hergestellt werden, verunreinigt. Oder aber die Hersteller gehen unsachgemäß mit Konservierungsmitteln um. Zudem kommt viel der heute erhältlichen Kosmetik aus dem Ausland – hier herrschen andere Regeln oder aber die Importeure kümmern sich nicht um solche Grenzwerte.
Da natürlich nicht gesagt wird, welche Produkte betroffen sind, sollten Sie vielleicht gerade auf die besonders betroffenen Artikel wie eben Wimperntusche und Lidstrich verzichten – oder sie nur selten benutzen.
Öfter benutzen dagegen sollten Sie Ihre Ellenbogen – zumindest wenn es um Ihre Gesundheit geht. Mein Kollege Dr. Michael Prang, Chefredakteur vom Beratungsdienst "Die zweite Meinung", der Ihnen persönliche Sicherheit in allen Gesundheitsfragen bietet, hat herausgefunden, dass Sie ansonsten gerade bei der Genehmigung von Kuranträgen benachteiligt werden. Lesen Sie mehr dazu in seinem Kommentar.
Was aber, wenn nicht Sie, sondern Ihr Kind eine Behandlung verordnet bekommen, wenn der Nachwuchs ins Krankenhaus muss? Wie bereiten Sie Ihr Kind richtig auf einen solchen Aufenthalt vor, nehmen ihm auch die Angst? Das können Sie bei meiner Kollegin von Dr. Andrea Schmelz, Chefredakteurin von "Gesundheit und Erziehung für mein Kind", nachlesen.
Bleiben Sie gesund!
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner