Das versteht man unter "interstitieller Zystitis"
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 28. Juli 2011, 16:00 Uhr
GNL5356
Frau Olga R. möchte Folgendes wissen:
Was genau ist eine interstitielle Zystitis?
Liebe Olga,
unter einer interstitiellen Zystitis versteht man eine bestimmte Art der Blasenentzündung. Betroffen sind Frauen mittleren Alters. Diese leiden darunter, dass sie teilweise über 60-mal pro Tag Wasser lassen müssen - allerdings nur sehr kleine Mengen.
Medizinisch ist eine sehr geringe Kapazität der Blase festzustellen. Statt einem halben Liter fasst sie nur noch 50 Milliliter oder weniger.
Die Entstehung der Krankheit ist noch unerforscht. Wissenschaftler vermuten, dass bestimmte Veränderungen im Nervensystem eine Rolle spielen, aber auch fehlgeleitete Reaktionen des Immunsystems könnten eine Rolle spielen.
Diagnostiziert wird die interstitielle Zystitis durch eine Blasenspiegelung, bei der eine Gewebeprobe entnommen wird. Diese wird dann im Labor untersucht. Liegt tatsächlich eine interstitielle Zystitis vor, wird zum Beispiel mit Heparin behandelt.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Johann Niedermayer (28.07. 2011 18:05 Uhr):
Ich beziehe mich auf den Satz „Die Entstehung der Krankheit ist noch unerforscht.“ Diesen Satz sowie die Sätze „Ursache unbekannt“ und „derzeit keine Heilung möglich“ sind bei fast jeder Krankheit angegeben. Ich denke, das liegt zum einen darin, weil von der Medizin nur Phänomene beobachtet werden, die mit den Meßmethoden des physikalischen Universums (Materie-, Energie-, Raum- und Zeitphänomene) nachweisbar sind und zum anderen darin, weil sie in erster Linie nach irgendwelchen mit der Erschaffung der körperlichen Struktur zu tun habenden Fehlern Ausschau hält. Weil das mit ziemlicher Hingabe geschieht, fehlt das Potential für das In Betracht Ziehen anderer Ursachen wie mangelnde Wartung des Körpers, Übersäuerung oder Verstopfungen des Organismus. Ein weiteres Problem ist, dass es einen Markt für ärztliche Leistungen nur dann gibt, wenn es Patienten gibt. Oder anderes herum: Für den medizinischen Berufstand ist es kein Nachteil, wenn Patienten nicht gesund werden.
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