Das sollten Sie in Ihre Hausapotheke investieren
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 26.09.2007 06:00 Uhr
GNL5356
Legen Sie keine überflüssigen Medikamente oder solche, deren Haltbarkeit bald abläuft, in die Hausapotheke. Die Standardausstattung reicht meist, wenn Sie keine chronische Krankheit haben, die eine andere Bevorratung erfordert. Das gehört in die normale Hausapotheke:
- Verbandsmaterial: Mullbinden, Heftpflaster, Wundpflaster
- Fieber und Schmerzen: Tabletten mit Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder Paracetamol
- Erkältung: abschwellende Nasentropfen oder Emser Salz, eventuell ätherische Öle zum Inhalieren – zum Beispiel Japanisches Pfefferminzöl
- Husten: Thymian- oder Salbeitee
- Magen- und Darmbeschwerden: Anis-, Fenchel- Kümmel- oder Pfefferminztee
- Beruhigung, Schlafen: Baldrian, Melissentee
- Insektenstiche/Allergien: ein vorbeugendes Mittel gegen Mückenstiche und Zeckenbisse wie Autan, kühlendes Gel gegen den Juckreiz bei Insektenstichen, bei leichten Allergien hilft der Wirkstoff Cetirizin
- Instrumente: Fieberthermoteter, Pinzette, Schere, Zeckenzange, Wärmflasche, Coolpack (bei Bedarf ins Eisfach legen), Einmal-Handschuhe
Bewahren Sie Medikamente stets in der Originalverpackung auf, damit Sie Zugriff auf den Beipackzettel haben. Außerdem ist auf der Verpackung das Verfallsdatum aufgedruckt. Säfte, Augentropfen und einige Salben verkeimen schnell und sind nach dem Öffnen nur 4 bis 6 Wochen haltbar. Dann müssen sie weggeworfen werden. Checken Sie Ihre Apotheke einmal im Jahr durch. Medikamente und Salben mit abgelaufenen Datum sollten Sie in der Apotheke entsorgen lassen.
Übrig gebliebene Medikamente, die Sie irgendwann einmal gegen eine Erkrankung verschrieben bekommen haben, sollten Sie im Prinzip ebenfalls nicht aufbewahren. Auf keinen Fall sollten Sie diese bei einer erneuten Krankheit einnehmen, ohne Ihren Arzt oder Apotheker dazu befragt zu haben, ob es auch in diesem Fall das richtige Mittel ist.
Wichtig: Bewahren Sie die Hausapotheke so auf, dass Kinder und Haustiere keinen Zugang dazu haben
Diese Salben sind im Alltag hilfreich:
- Fettsalbe: hilft bei rauer, rissiger und trockener Haut
- Zinksalbe: wirkt gegen Entzündungen, Ekzemen, Schrunden, unterstützt die Wundheilung
- Antijuckreizsalbe: hilft gegen Juckreiz nach Insektenstichen und leichtem Sonnenbrand, Salbe im Kühlschrank lagern, dann kühlt sie noch besser
- Wund- und Heilsalbe mit pflanzlichen Extrakten (zum Beispiel Hamamelis): hilfreich bei Schürfwunden, Kratzern, wunden Stellen und kleinen Entzündungen
- Antipilzsalbe: wirksam gegen Fuß- und Hautpilz
- Venensalbe aus pflanzlichen Extrakten wie Rosskastanien oder rotem Weinlaub: hilft bei müden und schmerzenden Beinen, auch vorbeugend anwendbar
- Sport- beziehungsweise Rheumasalbe (zum Beispiel mit dem Wirkstoff Capsaicin aus Cayennepfeffer) : sinnvoll bei Sportverletzungen, rheumatischen Gelenkbeschwerden, Blutergüssen.