Das sind Ihre süßen Zuckeralternativen
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 13. Juli 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
- Brauner Zucker ist etwas weniger raffiniert als weißer Zucker oder aber mit Sirup eingefärbt. Er schmeckt malziger und ist nicht so haltbar. Kalorienbilanz und Kariesrisiko sehen genauso aus wie beim normalen Zucker.
- Vollrohrzucker wird aus Zuckerrohr hergestellt und hat eine gelblich-braune Farbe. Er enthält den gesamten Vitamin B-Komplex und die Mineralstoffe des Zuckerrohrs. Er schmeckt karamellartig und löst sich nicht so gut wie weißer Zucker. Karies und Kalorien: siehe oben
- Obst-Dicksäfte werden aus Früchten wie Birnen, Äpfeln oder Datteln gepresst, der Saft geklärt, entsäuert und eingedickt. Für einen Liter Birnen-Dicksaft werden zehn Liter Birnensaft gebraucht. Es darf kein Zucker zugesetzt werden. Dicksäfte sind in der Küche vielseitig einsetzbar - für Backwaren, Obstspeisen, Desserts oder Milchshakes. Sie haben jedoch einen ausgeprägten Eigengeschmack - sind insofern auch nicht nach „jedermanns Mütze" - und sollten nur sparsam dosiert werden. Dicksäfte sind für Diabetiker mit Einschränkungen geeignet und können deren Zuckeraustauschstoffe ersetzen.
- Agavendicksaft ist viel süßer als Zucker, da er bis zu 90 Prozent aus Fruchtzucker bestehen kann. Er kommt in der Regel aus Mexiko, wo der süße Saft aus den blühenden Pflanzen gepresst, gereinigt und eingedickt wird. Agaven-Dicksaft ist geschmacksneutral, löst sich gut und ist ideal zum Süßen von Backwaren. In Kompotten, Obstspeisen und Marmeladen verstärkt er das Fruchtaroma. Er hat weniger Kalorien als Haushaltszucker und ist für Diabetiker geeignet.
- Ahornsirup wird aus Zuckerahornbäumen in Kanada und Nordamerika gewonnen. Für einen Liter Sirup müssen einem Baum vierzig Liter Saft abgezapft werden. Je früher die Ernte, desto feiner der Sirup. Er schmeckt leicht nach Karamell. Sein besonderes Aroma kommt bei Waffeln und Pfannkuchen gut zur Geltung. Auf Eis - insbesondere auf Walnuss-Eis - ist Ahornsirup eine wahre Delikatesse.
- Zuckerrübensirup wird aus geschnetzelten Zuckerrüben herausgepresst. Der Saft wird gereinigt und eingedickt. Im Gegensatz zu weißem Zucker hat Zuckerrübensirup einen hohen Gehalt an Eisen und Magnesium. Er hat einen kräftigen Eigengeschmack und schmeckt lecker als reiner Brotaufstrich. Er ist als Süßungsmittel für Quark- und Joghurtspeisen oder Müsli geeignet. Leider klebt der braun-schwarze Sirup besonders gut an den Zähnen fest und erhöht damit die Karies-Gefahr.
- Honig ist das bekannteste und beliebteste alternative Süßungsmittel. Je nachdem wo die Bienen ihren Nektar gesammelt haben, schmeckt der Honig unterschiedlich - sei es nach Akazien, nach Tannen, nach Lavendel oder Lindenblüten. Ob er flüssig, fest oder cremig ist, hängt davon ab, wie stark er auskristallisiert wurde. Honig ist reich an organischen Säuren, Enzymen und Aromastoffen, denen eine heilende und aufbauende biologische Wirkung nachgesagt wird. Über die „Honig-Power" ist längst noch nicht alles bekannt. An Vitaminen und Mineralstoffen hat er hingegen nichts Nennenswertes zu bieten. Leider ist auch Honig kein Freund der Zähne. Er ist ein zwar schmackhaftes, aber ebenfalls sparsam zu einzusetzendes Süßungsmittel.
- Stevia wird aus den Blättern einer südamerikanischen Pflanze gewonnen. Seine Süßkraft übertrifft den Zucker um 300-mal. Sein absoluter Vorteil: Stevia enthält keine Kalorien, greift die Zähne nicht an und hat keinen Einfluss auf den Insulinstoffwechsel. In Südamerika süsst man seit Jahrhunderten mit diesem Pflanzenextrakt, in Japan macht er inzwischen 40 Prozent der Süßungsstoffe aus. In den USA wird Stevia heute ebenfalls als Süßungsmittel verwendet. Bei uns haben die Behörden der Europäischen Union 2000 den Verkauf von Stevia verboten. Begründung: Es lägen keine ausreichenden toxikologischen Daten vor, die seine gesundheitliche Unbedenklichkeit bescheinigen. In Kürze werde ich Ihnen ausführlicher über Stevia berichten.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Erika Braun (13.07. 2010 08:57 Uhr):
Sehr geehrte Frau Schneider, endlich sagt jemand öffentlich die Wahrheit. In unserem Haushalt wird schon lange Stevia benutzt. Lange Zeit hatte ich Schwierigkeiten es zu bekommen, nun habe ich bei Dragenspice den richtigen Lieferant gefunden. Machen Sie weiter so - danke für Ihre Anregungen zum Nachdenken! Grüßle Erika Braun
Antworten - Kommentar von Fliesen Wien (13.07. 2010 09:59 Uhr):
Zum Thema Stevia gibt es eine sehr interessante Neuigkeit. Der Getränkeriese Coka Cola stellt in den USA seine Getränke auf Stevia um. Hat dafür in China zig tausende Ha Anbaufläche und Arbeiter organisiert. Das Stevia in Europa so schwer zu plazieren ist, ist das Werk der Zuckerindustrie und deren Lobby. Wie in vielen Geschäftszweigen ist die Gewinnoptimierung gieriger nicht genug bekommender Anleger das Thema.
Antworten - Kommentar von Maria Texier (13.07. 2010 10:12 Uhr):
Es wäre schön, wenn es auch eine Beschreibung über Xylitol gäbe. Dieses Süssungsmittel ist ja bekanntlich sogar gut für die Zähne. Und: es ist erschreckend, dass Stevia aus o. g. Gründen verboten ist, wo doch die Schädlichkeit von Zucker und Aspartam inzwischen bewiesen ist, diese aber nicht verboten sind. Einen schönen Tag.
Antworten - Kommentar von Helmut Althaus (13.07. 2010 10:25 Uhr):
So, so, die Zuckerindustrie, nimmt nachweisbar Gesundheitschäden ihrer Kunden billigend in Kauf! Die Profitgier geht soweit, dass die gesunde Alternative Stevia durch mächtige Lobyarbeit in Deutschland als Nahrungsmittel verboten ist! Man kann Stevia über das Internet aus dem Ausland bestellen. Gelegentlich und in kleinen Mengen genossen ist das leere Kohlenhydrat Fabrikzucker aber sicher noch akzeptabel. Trotzden, in meinem Haushalt gibt es den Schadstoff Zucker nicht mehr. Dafür sind selbst Ärzte überrascht, wenn ich, 63 von meinen festsitzenden Zähnen berichte.
Antworten - Kommentar von Harald Hinze aus Stokov (13.07. 2010 12:12 Uhr):
Hier in Tschechien bekomme ich Stevia als Tee und als Saft-Konzentrat im Naturkostladen. Ich süße damit alles, was mein hyperaktiver Nachbar-Junge und ich zu trinken und zu essen bekommen. Der Junge, 71/2 Jahre alt verträgt es gut und ist erheblich weniger agressiv, als wenn er mit Zucker gesüßtes bekommt. Herzliche Grüße aus Böhmen Harald Hinze
Antworten
- Kommentar von Yolanda Forero (13.07. 2010 16:18 Uhr):
Es wird endlich über stevia in Europa gesprochen. Leider ist ein dorn in AUGE der zuckerindustrie. Warum darf ich, als verbraucher nicht kaufen, es ist doch seit Jahren in andere Länder bekannt. flüssig oder in pulver. oder tableten form. Mir wurde gesagt es sei in Deutschland verboten ist das war?
Antworten - Kommentar von Jean da Silva (14.07. 2010 02:02 Uhr):
Ich lebe seit einigen Jahren in Brasilien und Stevia war mir schon in Deutschland bekannt. Damals glaubte ich noch, die Industrie wuerde es blockieren, da ja die kuenstlichen Suessstoffe dann nicht mehr benoetigt wuerden - bei 300-facher Suesskraft. Heute aber weiss ich, dass die Lobby in Wahrheit im Gesundheitsministerium sitzt, sowohl in Deutschland als auch in der EU. Man hat noch nie etwas von Nebenwirkungen bei Stevia gehoert? Etwa weil es gar keine gibt? Dann kann man das beste Naturprodukt der Welt verbieten, mit dem Argument, es sei nichts ueber Nebenwirkungen bekannt. Bei kuenstlichen Suesstoffen ist das anders, die haben eine ellenlange Liste von bekannten Nebenwirkungen, diese Mittel braucht man amtlicherseits nicht zu verbieten, ist ja alles bekannt! Und weil wir Buerger alle zu dumm sind, um selbstverantwortlich ein seit Ewigkeiten bekanntes Nahrungsergaenzungsmittel, so koennte man es doch nennen, oder? auszuwaehlen, muss man uns davor schuetzen. Und das ist nicht das erste Mal, so geht es immer wieder! Ich erinnere nur an Melatonin als Schlafmittel, da ist es genau das selbe, wobei ich nicht von regelmaessigem Gebrauch ausgehe. Da erhebt sich die Frage: "Wer schuetzt uns eigentlich von solchen Buerokraten und haben wir die wirklich gewaehlt oder verdient?" Ich danke Ihnen sehr fuer Ihre aufklaerende Arbeit, WEITER SO ! Mit den besten Gruessen aus Rio de Janeiro, Jean
Antworten - Kommentar von Fischer (14.07. 2010 15:35 Uhr):
Klar muss man Stevia bei uns verhindern, sonst würden ja die Zahnärtze weniger verdienen als jetzt.
Antworten - Kommentar von yerbbuenashop (19.07. 2010 17:08 Uhr):
Hola Frau Schneider, Steviablätter haben eine ganze Reihe hervorragender Heileigenschaften, die leider in dem ganzen Drama um die Zulassung etc. vernachlässigt werden. Aber nun ist es endlich soweit - die Zulassung steht kurz bevor. Ich vertreibe - aus Paraguay heraus - Stevia in meinem online-Shop. Unser Stevia ist sonnenverwöhnt und wir können 4x im Jahr bestes Süßkraut ernten. Dem entsprechend sind auch alle Stevioprodukte - Pulver und Tropfen hervorragend im Geschmack und aufgrund ihrer Zusammensetzung auch mehrfach ausgezeichnet u.a. vom Diabetikerverband sowie Koscher. Übrigens ist das reine Steviosid, wie es in Deutschland gerne auf ebay oder sonstigen Portalen angeboten wird, nicht für den Frühstückstisch geeignet. Hier in Paraguay wird Steviosid ausschließlich für die industrielle Weiterverarbeitung angeboten. Es ist so dermaßen hoch konzentriert, dass es der Endverbraucher gar nicht vernünftig dosieren kann. Das Ergebnis ist Bitterkeit aufgrund von Überdosierung. Warum also nicht gute Produkte direkt aus Paraguay beziehen - dem Herkunftsland von Stevia? Bei Interesse gebe ich gerne Auskunf ueber die Produkte und gerne auch mehr Infos zu Stevia aus Paraguay. saludos aus Paraguay R. Helmreich
Antworten- Antwort von Wienands (20.07. 2010 00:09 Uhr):
ich bitte um die angebotenen Informationen. Mit bestem Dank im voraus und freundlichen Grüßen Bert Wienands
- Antwort von Christa Neubert (22.07. 2010 10:30 Uhr):
ich bitte um die angebotenen Informationen, bin Diabetiker und interessiert an Zuckeraustauschstoffen. Vielen Dank im voraus und herzliche Grüße Christa Neubert
- Antwort von yerbbuenashop (22.07. 2010 15:01 Uhr):
Hola Herr Wienands und Frau Neubert. Danke fuer das Interesse. Die Shopadresse lautet www.yerbabuena-shop.net Sie finden in unserem Shop zu allen Produkten Informationen. Fuer weitere Fragen stehe ich selbstverstaendlich gerne zur Verfuegung. Saludos aus Paraguay Ruediger Helmreich
- Antwort von Wienands (20.07. 2010 00:09 Uhr):