Das sind die Vorzüge naturheilkundlicher Therapeuten
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 30. Juli 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
Grundsätzlich müssen Sie einerseits zwischen einem Hausarzt unterscheiden, der zusätzlich zu den schulmedizinischen Möglichkeiten auch natürliche Alternativen im Blick hat. Dieser wird Ihnen etwa im Fall eines grippalen Infektes zunächst zu einer Schwitzkur mit Holunderblütentee raten oder bei einem angestauchten Fußknöchel zu einer Therapie mit Arnika- beziehungsweise Beinwellsalbe. Ein Arzt mit der Zusatzbezeichnung Naturheilkunde tut dies andererseits zwar auch, geht jedoch dabei ganzheitlicher vor. Er setzt grundsätzlich eher alternative Heilmethoden ein, ist dabei aber seinem ärztlichen Berufsethos nach wie vor verpflichtet und darf keine unplausibeln und obskuren Methoden empfehlen oder anwenden.
Die Schulmedizin bewertet Krankheiten anhand bestimmter messbarer Kriterien - etwa Laborwerte (zum Beispiel Rheumafaktoren, Tumormarker oder Blutfettwerte) oder von Erkenntnissen durch bildgebende Verfahren (zum Beispiel Röntgen oder Computertomografie), die anhand der bestehenden Beschwerden erhoben werden. Danach richtet sich dann die Therapie. Diese soll schulmedizinischen Richtlinien folgen. Das bedeutet: Patienten mit den gleichen Krankheiten werden auch gleich behandelt. Die Naturheilkunde betrachtet dagegen erst einmal den betreffenden Menschen als Individuum. Die medizinische Diagnose allein bestimmt nicht die Therapie. Entscheidend ist darüber hinaus auch die Einschätzung des ganzen Menschen. Dafür benötigt der Arzt für Naturheilkunde eine spezielle Ausbildung und im Idealfall viel Erfahrung. Auch sammelt er wesentlich mehr Informationen über Sie als Patient, die für Ihre Genesung wichtig sein könnten.
Auch Heilpraktiker gehen bei ihrer Behandlung ganzheitlich vor und verwenden alternative Methoden. Ihre medizinischen Grundkenntnisse sind meist geringer, da sie im Gegensatz zum Arzt lediglich drei Jahre lang ausgebildet werden. Viele wirksame Behandlungsverfahren dürfen Heilpraktiker deshalb nicht durchführen. Doch dieses machen sie mit einer intensiven Zuwendung zum Patienten gut.
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Volker Specht (30.07. 2010 07:56 Uhr):
Wer entscheidet, ob eine Methode unplausibel oder obskur ist? Der Arzt oder Heilpraktiker, der die Methode anwendet oder empfiehlt wird das bestimmt nicht tun. Die Schulmediziner verlangen den wissenschaftlichen Nachweis, in der Regel also Doppel-Blindversuche. Die Methoden der Erfahrungsmedizin entziehen sich jedoch diesen Beweisen. Die Methoden werden ganz individuell angewendet, wobei eine ganzheitliche Betrachtung und Anamnäse Voraussetzung ist. Volker Specht
Antworten - Kommentar von seewolf (30.07. 2010 08:18 Uhr):
Diese Gegenübersetzung Schulmedizin ist nicht haltbar und führt nur zu einer Spaltung der Mediziner und Patienten. Alle im Heilberuf Tätigen, ebenso wie auch sie p.T.Damen und Herren Politiker et., müssten sich um den BEGRIFF des MENSCHEN KÜMMERN= ihn er-lernen! Philosophie!! dann hätten wir diese unselige Unterscheidung nicht mehr und im übrigen auch Klarheit,was das Leben.der Tod etc. ist UND ethische Richtlinien für ein menschengerechtes ärztliches heilendes Handeln! SW
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