Das sind die Heilwirkungen von Mädesüß
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Mädesüß
vom 20. Januar 2012, 06:00 Uhr
GNL5356
Mädesüß ist vielen Menschen unbekannt, gehört aber seit langem zur traditionellen Heilkunde. Die Pflanze zählte zu den „heiligsten" Pflanzen der Kelten. Sie findet hauptsächlich als Teekraut Verwendung. Die Heilwirkungen entfalten sich hauptsächlich im Magen- und Darmtrakt sowie bei Erkältungskrankheiten. Die auch Spierstaude genannte Heilpflanze Mädesüß (Filipendula ulmaria) ist in ganz Europa zuhause und liebt als Standort Gräben, Bachufer und moorige feuchte Wiesen. Bei mir wuchs sie viele Jahre in meinem Staudengarten. Die Pflanze wird bis zu 2 Meter groß, wobei die Blütenspieren weit über das Kraut herausragen. Die wohlriechenden Blüten und das Kraut haben seit Jahrhunderten ihren Platz in der traditionellen Heilkunde Europas. Arzneilich verwendet werden auch heute ebenfalls das blühende Kraut und die Blüten.
Mädesüß entfaltet positive Wirkungen bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises und Gicht. Es wirkt harn- und schweißtreibend. In der Volksmedizin wird die Heilpflanze zur Blutreinigung empfohlen. Außerdem soll sie bei Wasser in den Beinen helfen.
Das sind die Heilwirkungen von Mädesüß:
- antirheumatisch
- entzündungshemmend
- verdauungsfördernd
- harntreibend
- fiebersenkend
- schmerzlindernd
- säurebindend
- brechreizstillend
- zusammenziehend (astringierend)
So bereiten Sie einen Mädesüß-Tee zu
Das Homöopathikum Spirea ulmaria gilt als gutes Mittel gegen chronische und akute Gelenkbeschwerden und wird auch bei Ischiasbeschwerden eingesetzt.
Übergießen Sie 1 bis 2 TL des Krauts mit ¼ l kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee 10 Minuten ziehen, bevor sie ihn abseihen. Trinken Sie davon zweimal täglich eine Tasse. Dieser Tee hilft Ihnen bei Wassersucht, Rheuma, Gicht Fieber und Erkältungen.
Diese Teemischung lindert Migräne und Kopfschmerzen: Mischen Sie 20 g Mädesüßblüten, 20 g Mutterkraut, 20 g Schlüsselblumenblüten, 30 g Frauenmantelkraut, 30 g Gänsefingerkraut und 30 g Weidenrinde miteinander. Übergießen Sie 2 TL dieser Mischung mit einer Tasse heißem Wasser. Dann seihen Sie den Tee ab. Trinken Sie davon im akuten Fall 3 bis 5 Tassen über den Tag verteilt. Schwangere sollten diese Teemischung nicht zu sich nehmen.
Bei Überdosierung kann es zu Magenbeschwerden und Übelkeit kommen.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von christa mazur (20.01. 2012 08:07 Uhr):
gibt es schon erfahrungsberichte über mädesüß,ich habe rheuma und athrose und würde lieber heimittel als hammermedikamente mit vielen nebenwirkungen einnehmen.freue mich über eine antwort es grüsst c.mazur.
Antworten - Kommentar von Eberhard Schulzke (20.01. 2012 08:16 Uhr):
Hallo, Dank für die interessanten Beiträge. Der Beitag überMädesüß ist da mit eingeschlossen. Mit einem Bild über die Pflanze wäre das anschaulicher, weil wie Sie schreiben, vielen Mädesüß unbekannt ist, Mit freundlichem Gruß Eberhard Schulzke
Antworten - Kommentar von alfred (20.01. 2012 18:33 Uhr):
Dieses Kraut könnte mir bei vielen Beschwerden helfen, insbes. bei meiner Gastritis mit Neigung zu leichten Blutungen. Der Krankenhausarzt hat mir Diclophenac und ASS verboten. Mädesüss enthält aber "aspirinähnliche Wirkstoffe, u.a. Salicylsäure. Könnte sich das negativ auf meine Beschwerden auswirken? Ich bin total verunsichert. Danke für Ihre Antwort.
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