Das Leben ist ein Abenteuer
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 8. September 2009, 06:00 Uhr
GNL5356
In der vergangenen Woche berichtete ich Ihnen von meinen jüngsten Erfahrungen um meine Erkrankung herum. Sie schrieben mir von Ihren Erlebnissen und Erkenntnissen. Leserin Andrea beispielsweise war ihr ganzes Leben lang kerngesund, bis sie sich vor fünf Jahren plötzlich für eine Notoperation am Darm im Krankenhaus wiederfand: „Was mir in der Zeit danach sehr bewusst wurde: Mindestens 50 Prozent des Heilungsprozesses finden im Kopf statt. Es hat lange gedauert bis ich mich mental damit abfinden konnte, nicht unverwundbar zu sein. Stundenlang habe ich meine Krankheit erforscht. Ich glaube, dass man sich während einer Krankheit sehr machtlos fühlt, was zu Depressionen und Ängsten führen kann. Sobald man positive Schritte in seinem Leben unternimmt - und damit meine ich nicht nur welche, die mit der Krankheit zu tun haben - fühlt man sich wieder neu aufgeladen.
Man kann nicht kontrollieren, was einem im Leben so zustößt, aber man kann sehr wohl kontrollieren wie man darauf reagiert. Sobald man dieses Vertrauen in sich selbst aufbaut, dass man auch negative Lebenssituationen bewältigen kann, kann man wieder mutig und fröhlicher in die Zukunft schauen, was sich dann auch positiv auf den körperlichen Heilungsprozess auswirkt. Ich habe in dieser Zeit auch Freundschaften und Bekanntschaften gezielt "ausgemistet" und bewusst angefangen, negative Menschen zu vermeiden, nachdem mir klar wurde, dass sich diese Bekanntschaften nur aus Gewohnheit oder einem Gefühl der Verpflichtung pflegte.