Das können Sie tun, um das Küchen-Ungeziefer zu vertreiben
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 24. Januar 2012, 06:00 Uhr
GNL5356
Wenn Sie einen dieser Schädlinge in Ihrem Haushalt finden, ist dies keine Schande und kein Beweis für eine unhygienische Haushaltsführung. Keine Wohnung ist vor diesen Eindringlingen sicher. Sie müssen auch nicht gleich mit der Giftspitze losziehen. Bei einer Unterdosierung erledigen Sie die kleinen Biester nicht, diese können jedoch Resistenzen gegen die Mittel aufbauen. Bei Überdosierung verseuchen Sie Ihre eigene Atemluft. Die meisten Schädlinge können Sie ohne Gift erfolgreich bekämpfen.
So erkennen Sie den Befall von Lebensmitteln: Selbst ungeöffnete Verpackungen bieten keinen Schutz vor den Schädlingen. Inspizieren Sie deshalb den Inhalt von allen Lebensmittelverpackungen gründlich. Sind Fraßspuren an der Verpackung zu sehen? Häufig sind Fraßschäden, Kot, Fäden oder Schmutzteilchen zu erkennen, die zu kleinen Klumpen in dem entsprechenden Lebensmittel führen. Manche Schädlinge hinterlassen auch versponnene Puppen oder Häutungsreste. Milben und Staubläuse sind mit bloßem Auge nicht zu sehen. Schütten Sie deshalb Mehl oder Grieß auf einer Platte aus und schauen nach einer halben Stunde nach, ob sich Furchen gebildet haben oder sich die Oberfläche verändert hat.
Darüber hinaus helfen Ihnen folgende Maßnahmen:
- Gönnen Sie Ihrer Vorratskammer regelmäßig Licht und Luft. Wischen Sie sie so oft es geht mit Essigwasser aus.
- Lagern Sie die Lebensmittel kühl und trocken.
- Kaufen Sie nicht so große Mengen und verbrauchen Sie diese rasch.
- Kontrollieren Sie Ihre Vorräte auf Fraßschäden, bevor Sie diese einlagern.
- Füllen Sie die Lebensmittel aus Plastik- und Folienverpackungen um in fest verschließbare Behälter aus Glas. Dieses ist sauerstoffdicht und geschmacksneutral, so dass das Lebensmittel nicht beeinträchtigt wird wie es bei Plastik häufig der Fall ist.
- Kontrollieren Sie Ihre Backzutaten regelmäßig. Nüsse, Rosienen oder Korinthen werden meist selten gebraucht und lagern von Einsatz zu Einsatz in angebrochenen Tüten.
- Befallene Lebensmittel müssen Sie außerhalb Ihrer Wohnung entsorgen. Schränke und Behälter müssen feucht ausgewischt und gut abgetrocknet werden. Ecken und Ritzen saugen Sie am besten aus und erhitzen sie zusätzlich mit einem Fön, um verbliebene Eier abzutöten.
- Gegen Motten helfen giftfreie Methoden wie Ahornbügel oder -holzklötzchen, Lavendelbäusche oder Pheromonfallen. In Bioläden erhalten Sie so genannte Trichogramma-Karten, aus denen Schlupfwespen schlüpfen, die Ihre Motten und deren Eier auffressen. Sind keine Motten mehr da, sterben die Schlupfwespen.
ähnliche Beiträge
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Hildegard Dapunt (24.01. 2012 21:10 Uhr):
Herzlichen Dank für diese Tipps. Gut zu wissen, falls man sie braucht. Liebe Grüße Hildegard
Antworten