Das können Sie gegen die Schaufensterkrankheit (Raucherbein) tun
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Raucherbein
vom 27. Mai 2009, 05:00 Uhr
GNL5356
Gestern berichtete ich Ihnen über die Wichtigkeit des Gehtrainings bei der Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (paVk), die im Volksmund gern Schaufensterkrankheit genannt wird. Das sind Durchblutungsstörungen der Beine, die durch Engpässe in den Arterien entstehen. Sie bereiten schon nach kurzer Gehstrecke starke Schmerzen in den Waden, so dass die Betroffenen häufig stehen bleiben und so tun, als schauten sie sich Schaufenster an. Eine ernüchterndere Bezeichnung dafür ist „Raucherbein" ... am Ende dieser Erkrankung steht nicht selten die Amputation.
Das sind die ersten Anzeichen einer Verschlusskrankheit:
- Schmerzen beim Gehen
- Kältegefühl
- Taubheit
- blasse Hautfarbe
Neben Rauchen, Diabetes und Übergewicht mit seinen Begleiterscheinungen ist Bewegungsmangel ein Hauptrisikofaktor. Gehen Sie deshalb so viel wie möglich zu Fuß, selbst wenn es Ihnen weh tut. Bewegung trainiert Ihre Gefäße und verbessert Ihre Blutversorgung. Nach und nach können Sie Ihre Gehstrecke langsam wieder ausbauen, ohne dass sich dabei auch die Schmerzen steigern.
Tragen Sie bequemes Schuhwerk und nichts, was Sie einengt. Schlagen Sie die Beine nicht übereinander. Das behindert Ihre Blutzirkulation. Bei mehr als 70 Prozent aller Betroffenen reicht allein diese Umstellung des Lebensstils - nicht rauchen, mehr bewegen und Übergewicht abbauen - aus, um ein Voranschreiten der Erkrankung zu unterbinden.