Das Herz-Kreislaufsystem profitiert von Grünem Tee
unseren Experten des Mayo Clinic Gesundheits-Brief in Täglich Gesund
vom 19. Januar 2010, 16:00 Uhr
GNL5356
Wenn Sie sich täglich eine Tasse Grünen Tee gönnen, dann dürfen Sie sich ruhig eine zweite Tasse einschenken, denn Grüner Tee scheint Ihrem Herzen gut zu tun.
Eine klein angelegte Studie, die vor Kurzem in der Ausgabe des europäischen Magazins zur Vorsorge und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen vorgestellt wurde, kommt zu folgendem Ergebnis: Der Genuss von Grünem Tee erhöht zum einen den Blutfluss im Körper und verbessert zum anderen die Funktion der Endothelzellen.
Diese wichtigen Zellen kleiden die Innenseiten der Blutgefäße einschließlich der Arterien aus. Sie sind teilweise dafür verantwortlich, dass sich die Arterien entspannen können, also elastischer werden, und das Blut ungehindert durchfließen kann.
Wissenschaftler verabreichten den Studienteilnehmern zu drei unterschiedlichen Zeiten 425 g Grünen Tee bzw. verdünnten Kaffee. Die Funktion der Endothelzellen wurde direkt nach dem Genuss sowie alle 30, 90 und 120 Minuten danach gemessen.
Man konnte einen beträchtlichen Anstieg der Funktion der Endothelzellen - also einen verbesserten Blutfluss - innerhalb der ersten 30 Minuten nach dem Genuss von Grünem Tee feststellen. Diese Verbesserung trat jedoch nicht nach dem Genuss von verdünntem Kaffee ein.
Auch wenn dies nur ein kleiner, in engem Rahmen durchgeführter Versuch war, betonen die Experten der Mayo Clinic: Die Ergebnisse liefern einen weiteren Hinweis dafür, dass Grüner Tee gesundheitsförderlich wirkt. Auf jeden Fall profitieren die Gefäße des Herz-Kreislaufsystems von gesunden Endothelzellen, sodass das Risiko einer Gefäßverengung verringert wird. Sind die Endothelzellen in ihrer Funktion beeinträchtigt, steigt das Risiko, an Arteriosklerose zu erkranken und damit eine Herz-Kreislauferkrankung zu entwickeln.